Kollaboration in der Medizin

Der Software-basierte Ansatz für die Videokonferenz

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Für private und öffentliche Netze geeignet

Die Adaptive-Video-Layering-Technik, mit der die Vidyo-Komponente ausgestattet ist, überwacht kontinuierlich die Leistung des Netzwerks und der jeweiligen Endgeräte und passt die Videoübertragung in Echtzeit den entsprechenden Gegebenheiten an. Programmierschnittstellen, die Application Programming Interfaces oder kurz API, stellen die Anpassung an bestehende Telemedizin-Lösungen sicher. Da die VK-Lösung auf herkömmlicher Standard-Hardware funktioniert und sowohl in privaten wie auch öffentlichen Netzen zum Einsatz kommen kann, ist der Aufwand für Implementierung und Wartung gering.

Ein weiteres Beispiel ist Etiam-Connect, eine Lösung die medizinische Bilder und klinische Daten überwacht. Sie kommt vor allem für Patientenservice, Fernzugriffsteuerung und die fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Ärzten zum Einsatz. Zudem lässt sich Etiam Connect nutzen, um Trauma-Patienten automatisch zu überweisen und zugewiesenen Ärzten einen schnellen Zugang zu Patientendaten zu gewährleisten. Die Healthcare-Lösung basiert auf der Plattform VidyoWorks, mit der medizinische Fachkräfte per Videokonferenz in High-Definition-Auflösung kommunizieren können. Rund drei Millionen Bilder zu mehr als 7500 Patientenfällen werden monatlich über Etiam-Connect kommuniziert.

Telemedizin-Netzwerk in Kanada

Das kanadische Ontario Telemedicine Network (OTN) ist eines der größten Telemedizin-Netzwerke der Welt. Es arbeitet mit Vidyo, um Patienten von zu Hause aus den Kontakt zu Spezialisten zu ermöglichen. Weitere Services umfassen Notfalldienste und Fortbildung. Die Plattform verzeichnet pro Jahr etwa 200.000 Patientenberatungen per Videokonferenz an 1600 Gesundheitseinrichtungen. Ein Ergebnis davon: 160 Millionen Meilen, das sind 275 Fahrten zum Mond und zurück, konnten so eingespart werden.

OTN entschied sich für Vidyo, da es sich in die Arbeitsprozesse integriert, kostengünstig skalierbar ist und auch Patienten zu Hause betreut werden können. Die Qualität bei schwankenden Netzwerken und die Benutzerfreundlichkeit für Patienten und Ärzte überzeugten die Verantwortlichen. Die Pilotphase mit 800 Patienten mit Herz-und Lungenproblemen bestätigte die Entscheidung: Einlieferungen ins Krankenhaus reduzierten sich um 65 Prozent, Besuche in der Notaufnahme um 72 Prozent und Arztbesuche um 95 Prozent.

Länder wie Schweden, USA und Kanada sind längst aus der Pilotphase in die Produktion eingetreten, um Dienste wie diese flächendeckend anzubieten. Mit der neuen Software-basierten Technik könnten Videokonferenzen auch in deutschen Praxen und Kliniken bald zum Standard-Instrument gehören und dazu beitragen, die Kostenexplosion zu stoppen.

* Volker Bendzuweit ist Vice President Vertrieb für die EMEA-Region bei Vidyo.

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