Hannover Messe Der Robotics Award geht an goodBytz

Von Kristin Rinortner 2 min Lesedauer

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Die Hannover Messe lobt jedes Jahr einen Preis für eine robotergestützte Automatisierungs- und Logistiklösung aus. Dieses Jahr erhielt das Hamburger Startup goodBytz für seine „Roboterküche“ die Auszeichnung.

Robotic Award Hannover Messe: Der Preis ging an goodBytz. Gründer Dr. Hendrik Susemihl (re) ist Ingenieur und promovierter Robotik-Experte. Er hatte die technische Vision und entwickelte den ersten Prototypen des Kochroboters.(Bild:  Kristin Rinortner)
Robotic Award Hannover Messe: Der Preis ging an goodBytz. Gründer Dr. Hendrik Susemihl (re) ist Ingenieur und promovierter Robotik-Experte. Er hatte die technische Vision und entwickelte den ersten Prototypen des Kochroboters.
(Bild: Kristin Rinortner)

Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG begründet die Entscheidung so: „Die ausgezeichnete Lösung von goodBytz zeigt eindrucksvoll, dass Robotik-Lösungen aus der klassischen Industrie ihren Weg in neue Branchen wie die Gastronomie und Lebensmittelversorgung finden. Damit eröffnen sie völlig neue Anwendungsfelder und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Qualität, Effizienz und Versorgungssicherheit in unterschiedlichsten Lebensbereichen.“

Der Preis beinhaltet ein Paket, das aus einer Ausstellungsfläche im Application Park der Messe sowie einem Vortragsslot auf der Spotlight Stage besteht.

Das Betätigungsfeld von goodbytz – professionelle Küchen – ist nicht gerade eine klassische Industrielösung, aber punktet als Applikation. Eingesetzt wird der leichte, kompakte Industrieroboter von Fanuc. Die Robo-Küchen erfüllen die Anforderungen der Lebensmittelverarbeitung durch entsprechende Dichtungen, lebensmitteltaugliche Materialien und eine hohe Schutzart gegenüber Hitze, Feuchtigkeit und sind auf entsprechende Reinigungsvorgänge ausgelegt.

Kitchen as-a-Service

Die Roboter werden über eine eigene KI-basierte Steuerungslogik angesteuert, die selbst bei gleichzeitig eingehenden Bestellungen eine intelligente Ablaufplanung vornimmt. Derartige automatisierte und flexible Produktionsprozesse gewährleisten eine hochwertige und individualisierte Lebensmittelversorgung von Kliniken, Universitäten oder Betrieben bei einer konstanten Leistungsfähigkeit, unabhängig von der Personalverfügbarkeit oder Bestellkomplexität. Das Marktpotenzial ist aufgrund von fehlenden Fachkräften in der Gastronomie hoch.

Das bewog auch Risikokapitalgeber wie Oyster Bay oder die Firma Block Foods mit zusammen zwölf Millionen Euro in das Startup einzusteigen. goodBytz wurde 2021 von Dr. Hendrik Susemihl, Kevin Deutmarg und Philipp von Stürmer in Hamburg gegründet. Die drei Gründer haben sich beim Robotik-Unternehmen Neura kennengelernt, wo sie mehrere Jahre gemeinsam an innovativen Technologien gearbeitet haben.

Der erste Prototyp eines Kochroboters war ein funktionsfähiges Modell, das einfache Gerichte zubereiten konnte. Nur wenige Jahre später versorgen die Systeme ganze Kantinen. Dazu gehören das Universitätsklinikum Tübingen, das Studierendenwerk in Kaiserslautern sowie Partner wie Sodexo, Transgourmet und die Otto Gruppe. Mittlerweile stehen über 16 Roboter im Alltagseinsatz. Weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Susemihl will bis Ende nächsten Jahres zwischen 100 und 150 Systeme installiert haben. Damit entwickelt sich das Startup zu einem der führenden Anbieter für autonome Kücheninfrastruktur weltweit.

Der zweite Preis ging an das Fraunhofer IFAM, Stade. Nominiert war der gemeinsam mit Siemens, Autonox Robotics und Weiss Spindeln entwickelte Machine Tool Robot (MTR). Den dritten Preis erhielt Robust AI aus den USA für den KI-gestützten Multifunktionsroboter für die Lagerautomatisierung „Carter Collaborative Autonomous Warehouse Robot“.(kr)

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