National Battery Day Der Lithium-Ionen-Akku ist die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts

Von Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther 3 min Lesedauer

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Seit mehreren Jahren wird in den USA am 18. Februar der National Battery Day ausgerufen. Der Ehrentag erinnert an den Geburtstag von Alessandro Volta (18. Februar 1754) – dem Erfinder der Volta’schen Säule, heute bekannt als elektrische Batterie. Diese hochtechnologisch komplexe Erfindung scheint im Angesicht der ganzheitlichen Mobilitätswende aktueller denn je: In den vergangenen zehn Jahren haben sich Lithium-Ionen-Akkus zu einem Rückgrat der ökologischen Transformation entwickelt.

Produktion von Lithium-Ionen-Akkus: Speziell gefertigte Zellen sorgen für Innovationssprünge. (Bild:  Customcells)
Produktion von Lithium-Ionen-Akkus: Speziell gefertigte Zellen sorgen für Innovationssprünge.
(Bild: Customcells)

Ob auf der Straße, zur See oder in der Luft: Die ökologische Wende in der Mobilität ist eng mit dem Erfolg leistungsstarker Akkus verbunden. Lithium-Ionen-Akkus stecken heute in E-Autos, Unterwasserfahrzeugen und könnten schon bald auch Flugtaxis abheben lassen. Anlässlich des National Battery Day in den USA wirbt Customcells dafür, sich auch am Industriestandort Deutschland noch sehr viel intensiver mit der Technologie und ihren Chancen für eine nachhaltige Mobilität von Morgen auseinanderzusetzen.

Bedarf an hochperformanten Akkuzellen steigt

Und dieser Bedarf dürfte in den kommenden Jahren nochmals deutlich anziehen: Das Beratungsunternehmen McKinsey erwartet in einer aktuellen Prognose, dass der Bedarf von rund 700 GWh in 2022 auf 4700 GWh in 2030 ansteigt. „Vielleicht brauchen wir in Deutschland künftig auch einen National Battery Day wie in den USA. Was wir aber in jedem Fall etablieren müssen, ist ein sehr viel stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung und noch mehr das Potenzial der Akkutechnologie. Das reicht vom Bekämpfen des Klimawandels bis hin zur notwendigen Neuausrichtung unseres Wirtschaftsmodells. Der Lithium-Ionen-Akku ist die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts“, betont Dr. Dirk Abendroth, CEO der Customcells Holding.

Großes Potenzial sieht Customcells unter anderem im Aviation-Sektor. Die Elektrifizierung des Flugverkehrs könnte erheblich zum Klima- und Umweltschutz beitragen. In Deutschland machten die Flüge von Privatjets beispielsweise zuletzt rund 12 Prozent des Flugverkehrs aus und stießen dabei mehr als eine Millionen Tonnen CO₂ aus. Fast die Hälfte aller Passagierflüge im Inland hatten zuletzt eine Distanz von gerade einmal 400 bis 500 km. „Wir sind als Co-Piloten einer Jahrhundert-Story unterwegs“, so Abendroth, der mit seinem Team die ganzheitliche Elektrifizierung des Luftverkehrs antreiben möchte.

Die Lithium-Ionen-Akkutechnologie ist ein Gamechanger

Die Technologie von Customcells beweist sich künftig nicht nur in der Luft, sondern bereits heute im Alltag. Die E-Mobilität auf der Straße ist dabei nur eines der naheliegendsten Beispiele. Tatsächlich ermöglichen anwendungsspezifische Lithium-Ionen-Akkuzellen auch den Bau und die Entwicklung unbemannter Unterwasserfahrzeuge (Unmanned Underwater Vehicles, kurz UUV), um die Meere klimaneutral zu erforschen. Speziell gefertigte Akkuzellen sorgen für Innovationssprünge in der Medizin, da beispielsweise Kabelverbindungen bei medizinischen Instrumenten entfallen oder sich Technologien wie Herzschrittmacher zuverlässig gestalten lassen. Die Kombination von digitalen Technologien wie künstlicher Intelligenz und Machine Learning mit Akkuzellen eröffnet zusätzliche Möglichkeiten. Der Datenabgleich zwischen Akku-Lösungen im Einsatz und der Produktion kann helfen, die Vielzahl von Parametern fortlaufend zu optimieren, die es in der Herstellung zu beachten gilt.

„Für Deutschlands Industrie bietet die Lithium-Ionen-Technologie ungeheure Chancen. Fast täglich tun sich neue Anwendungsszenarien auf“, ist Torge Thönnessen überzeugt, der Co-Gründer und Managing Director von Customcells. Doch um die Möglichkeiten voll auszuschöpfen, müsse Deutschland auch die Ausbildung von Fachkräften in diesem Bereich forcieren, so Thönnessen, der das Unternehmen gemeinsam mit Leopold König vor mehr als zehn Jahren gegründet hat. Ein stärkeres Bewusstsein zur Bedeutung des Akkus ist daher gerade auch im Bildungs- und Ausbildungsbereich gefragt. Customcells selbst versteht sich als „powered by people“. Neben Kooperationen mit Hochschulen setzt das Unternehmen auf ein umfassendes internes Weiterbildungsangebot und beteiligt sich an nationalen und internationalen Foren zur Ansprache künftiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um dem drohenden Fachkräftemangel ganzheitlich entgegenzutreten.

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