Treiberelektronik in der Beleuchtung

Der LED-Treiber ist das Herz des Smart Lighting

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Der Treiberbaustein passt sich der LED an

Einen möglichen Ausweg aus dieser Miesere bietet ein interessanter Denkansatz: Was wäre, wenn ein LED-Treiber nicht einen konstanten Strom (CC) oder eine konstante Spannung (CV) ausgibt, sondern sich vielmehr der LED anpasst? Um das zu erreichen braucht es eine Weiterentwicklung des Constant-Power-Prinzips. Die Regelung eines herkömmlichen LED-Treibers basiert im Wesentlichen auf der Messung des sekundärseitigen Stroms (CC) oder der Spannung (CV). Diese Werte gelangen über eine Feedbackschleife in den primärseitigen Steuer-IC, der wiederum den Primary Switcher ansteuert.

Die moderne Messtechnik kennt jedoch Methoden, um LED-Kennlinien sauber und zuverlässig zu erfassen. Dazu bedarf es einer sekundärseitigen Sensing-Schaltung, die nach der erstmaligen Inbetriebnahme die Spannung in Abhängigkeit eines variablen Ausgangsstromes misst (kalibriert). Mit Hilfe von Linearisierungen einiger Kennlinienanteile ist es danach für den µProzessor möglich, den sekundärseitigen Buck-Boost Wandler so anzusteuern, dass die LED in ihrem optimalen Arbeitspunkt betrieben wird. So könnte jede beliebige LED innerhalb eines vorgegebenen Leistungsbereichs angesteuert werden.

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Doch wie überall steckt auch hier der Teufel im Detail, vor allem wenn es um thermische Drifts bzw. spezielle oder besondere LED-Eigenschaften geht. Jedoch wäre die Auswahl eines LED-Treibers nach LED-Strom und Vorwärtsspannung damit Geschichte. Dies bringt ungeahnte Flexibilität für Leuchtendesigner und Produktionsvorteile für die Hersteller, was sich wiederum positiv auf den Preis auswirkt.

Denkt man diesen Ansatz noch einen Schritt weiter, so wäre es sogar möglich, über die erwähnten Schnittstellen die Kalibrierungsdaten mit anderen LED-Treibern abzugleichen und so ein selbstlernendes System zu generieren. Darüber hinaus wäre es dann auch einfach möglich, den Betriebsmodus der LED zu verändern. Per Knopfdruck könnte über Smartphone oder Tablet-PC die LED dann beispielsweise helligkeits- oder lebensdaueroptimiert eingestellt werden.

Universeller LED-Treiber und passendes Schnittstellenmodul

Aktuell steckt die Technik noch in den Kinderschuhen. Sie wird in naher Zukunft unverzichtbar für die Hersteller von LED-Treibern werden. Trotzdem oder gerade deshalb versucht RECOM seinen Beleuchtungskunden mit universell einsetzbaren Produkten das Leben zu vereinfachen. So wurde beispielsweise gerade erst die RCOB-Serie vorgestellt: Diese Treiber-Familie ist mit einer Ausgangsspannung von 25 bis 44 VDC und Ausgangsströmen von 350 mA bis 1050 mA insbesondere auf die Anforderungen von COB- (Chip-on-Bord-)LEDs abgestimmt.

Die Treiber sind mit ihrer Eingangsspannung von 230 VAC für den europäischen Markt konzipiert und demzufolge auch CE gekennzeichnet. Die zulässige Betriebstemperatur von Herstellerseite liegt zwischen -20 und 50 °C. Zusätzlich sind noch umfangreiche Schutzmaßnehmen wie SCP, OLP, OVP, OCP und OTP in den Treiber integriert. Wenn es darum geht, die Leuchte in ein DALI-System zu integrieren, ergänzt der RELI-DA01/R das LED-Leuchtensystem.

Der DALI-Konverter empfängt die Steuerkommandos und übersetzt sie wahlweise in ein PWM-, 0-10V- oder 1-10V-Signal für die bis zu sechs am Steuerausgang angeschlossenen LED-Treiber. Zusätzlich verfügt der Treiberbaustein noch über einen Relaisausgang, mit dem weitere LED-Leuchten gesteuert werden können. Der Weitbereichseingang von 90 bis 264 VAC erlaubt dabei den weltweiten Einsatz sowohl in 110-V- als auch 230-V-Netzen. Zudem ist er konform mit den DALI-Normen IEC62386 und NEMA 243-2004.

Die Garantiezeit aller genannten Produkte beträgt 3 oder 5 Jahre.

* Thomas Rechlin ist Senior FAE für Europa bei RECOM Engineering und Wolfgang Wolfsgrube ist Leiter des Qualitätslabors bei RECOM Engineering in Gmunden, Österreich.

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