E-Rallye e-miglia Der Härtetest für E-Autos führt durch vier Alpenländer
800 km durchs Gebirge für rd. 20 Euro. Die Sieger-Autos des 3. e-miglia-Rennens sind: Tesla Roadster, gefahren von Hans Haslreiter/Wolfgang Schöner, Platz 2, Mercedes Benz A-Klasse E-Cell und Platz 3, BMW Mini-E mit dem Team des TÜV Süd.
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Folgende E-Autos traten an: BMW Mini E, Lampo3, Mercedes E-Cell, Nissan Leaf, Peugeot iON, Tesla Roadster, Twike Active, Zerotracer und Zero Motorcycle.
Die Sieger der 3. e-miglia-Rallye in der Gesamtübersicht

Verbrauch
Im Durchschnitt haben die Elektromobile für die gut 800 km Strecke, wovon 485 km bergauf in die Alpen gingen, 100 kw/h verstromt. Dies entspricht rund € 20,- für eine spannende und emissionsfreie Fahrt. Die entsprechenden Benzinkosten für 800 km, nun, die mag sich jeder selber ausrechnen.
Der Startschuss fiel am 12.August 2012
Der Startschuss der 4-Tagestour fiel bereits am 12. August (Prolog) am Verkehrszentrum des Deutschen Museums am Bavariapark in München. Doch vor dem Start kamen die Piloten fast lautlos an, um sich vom TÜV SÜD das technische „GO“ für die anstehende Herausforderung abzuholen: 800 km, 11.823 Höhenmeter bergauf, vier Länder in vier Tages-Etappen durch Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz.
FINALE, Tag 5 / e-miglia 2012: Mit rund € 20,- Verbrauchskosten elektrisch durch vier Alpenländer
Im Engadin: letzte Etappe über 146 Kilometer, 69 Kilometer bergauf
Finales Etappenziel: Energiestadt St. Moritz
St. Moritz besonders Hans Haslreiter und Wolfgang Schöner in guter Erinnerung bleiben, denn die beiden vom Team LG Solar sind die neuen Champions der lautlosen Rallye durch vier Alpenländer.
Auf die Frage nach ihrem Erfolgsrezept antwortet Hans Haslreiter: „Mit dem Teslar Roadster haben wir ein hervorragendes Auto für das die Anforderungen der e-miglia kein Problem darstellen. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei, jetzt wollen wir den Titel natürlich verteidigen“.
TÜV SÜD mit zwei Teams auf dem Siegerpodest
Auf Platz 2 folgt das Team von TÜV SÜD II um Volker Blandow und Stefan Rentsch in einer Mercedes Benz A-Klasse E-Cell. Den Erfolg von TÜV SÜD komplettiert das zweite Team aus dem gleichen Rennstall. Bei der letzten Etappe verteidigten Werner Kraus und Ralph Urbanek den dritten Platz. „Die e-miglia war eine Herausforderung für Fahrer und Autos. Wir sind an unsere Leistungsgrenze gegangen. Unser BMW Mini-E, wie die anderen Fahrzeuge haben ihre Tauglichkeit unter Beweis gestellt und gezeigt, dass solche extreme Anforderungen für Elektromobile kein Problem sind. Der Wagen macht das locker mit, zeigte zu keiner Zeit eine Überhitzung oder einen Leistungsabfall“, erklärt Ralph Urbanek.
Effizienzpreis von St. Moritz – mit umgerechnet 4,7 l Verbrauch für 800 km
Der Effizienzpreis für den geringsten Energieverbrauch auf der Strecke ging nicht ganz unerwartet an ein TWIKE-Team, schließlich verfügt ihr dreirädriges e-Mobil über Pedale, so dass mit Humanpower der Motor unterstützt. Der Preis von SF 2000,- gestiftet von der Energiestadt Moritz, wurde am Abschlussabend an die Brüder Alex und Toni Westermann von Team TWIKE young engineers überreicht. "Als wir gesehen haben, dass wir keine Chance auf den Gesamtsieg haben, konzentrierten wir uns auf die Effizienzwertung. Dass es am Ende geklappt hat ist einfach großartig", strahlt Alex Westermann.
Die Gesamt-Ergebnisse am 15.8.2012 / Tag 3:
1. Haslreiter Hans / Schöner Wolfgang (Tesla Roadster) - St.Nr. 13
2. Blandow Volker / Goebelt Richard (Mercedes Benz E-Cell) – St.Nr. 19
3. Bauer Andreas / Resch Stefan (BMW Mini E) – St.Nr. 18
4. Tim Ruhoff / Anna Baumeister (Tesla Roadster) – St.Nr. 1
5. Reiner Mauch (Tesla Roadster) – St.Nr. 4
Rallye-Beginn am 12.8.2012
Um 18:00 Uhr am 12.8.2012 dann die erste Etappe (Prolog): Rosenheim. Fast geräuschlos - nur das Abrollen der Räder des Tesla Roadster Sport war zu hören – aber mit einer extremen Beschleunigung machte sich der Titelverteidiger auf die Reise. Alle weiteren Fahrzeuge machten sich danach auf den Weg, um am Donnerstag Abend im Schweizer St. Moritz das Ziel zu erreichen und den Siegerkranz umgehängt zu bekommen.

Etappe1 : Rosenheim – Salzburg – Bruck

Mit dem Start begann auch die Effizienzwertung: Ab jetzt zählt auch der Stromverbrauch auf der Strecke, die sparsamsten Fahrer sind im Vorteil.
Etappe 2: Bruck – Heinfels – Bozen
14. August 2012: Start erstes Fahrzeug in Bruck um 8:00 Uhr
Sonderprüfung am Großglockner von 8:20 – 9:00 Uhr
Anfahrt zur Ladestation der Firma Loacker, Heinfels von 10:30 – 14:30 Uhr
Etappenziel: Bozen Messe
Kaiserwetter auf der Königsetappe
- Sonderprüfung auf der Großglockner Hochalpenstraße
- Von Bruck nach Bozen über 239 Kilometer
- Höchste und längste Etappe der e-miglia 2012
- Auffahrt zur 2571 Meter hohen Edelweißspitze
Gleich am Anfang die erste Überraschung! Das Team M+P E-Mobility II mit Fahrer Michael Kohlbrecher und Beifahrer Christian Gautsch startet in die 2. Etappe auf Platz 1 der Gesamtführung. Der große Favorit und Titelverteidiger Tim Ruhoff dagegen landete nur auf Platz 7, nachdem er in Salzburg kurz vor der Ziellinie wie einige andere Fahrer wertvolle Zeit im Alltagsverkehr verlor und sich dadurch bereits zu Beginn der elektrischen Rallye eine Zeitstrafe einhandelte. Doch abgerechnet wird im Ziel und bis dahin sind es noch gute 500 km.
Ein harter Test für Mensch und Material ist die 2. Etappe und zugleich die Königsetappe! Sie führt über die Großglockner Hochalpenstrasse von Bruck nach Bozen mitten durch die wunderschöne Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern. Insgesamt müssen 239 Kilometer bewältigt werden. Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist dabei die Edelweißspitze der Großglockner Hochalpenstraße mit einer Höhe von über 2571 Metern über Null.
Etappe 3: Bozen – Schlanders – St. Moritz - Das Ziel naht - die Spannung steigt!
15. August 2012: Der Startschuss zur 3. Etappe fällt in Bozen um 8:00 Uhr.
- Von Bozen ins Engadin nach St. Moritz
- Sonderprüfung im Nationalpark Stilfserjoch
- Wieder auf 1500 Meter über Null
Die e-miglia 2012 geht auf die Zielgerade. Wer holt den Gesamtsieg? Noch sind etliche Kilometer zurückzulegen, aber ein Team wird immer mehr zum Favoriten: Hans Haslreiter und sein Beifahrer Wolfgang Schöner mit ihrem orangefarbenen Tesla Roadster. Obwohl zum ersten Mal dabei, zeigen sie ihrer Konkurrenz immer deutlicher wie man die elektrische Rallye gewinnt: „Wir haben das beste Auto, das beste Team und die schlechteste Vorbereitung“, sagt Haslreiter mit einem breitem Grinsen und nicht ganz ernst gemeint.
Etappe 4: St. Moritz – St. Moritz
16. August 2012: Start des ersten Fahrzeuges in St. Moritz Bad, 8:00 Uhr
Sonderprüfung am Albulapass, 8:20 – 9:00 Uhr
Ladestation St. Moritz Bad, 10:30 – 13:30 Uhr
Etappenziel St. Moritz, etwa 14:20 Uhr
Show Ziel St. Moritz, 15:30 – 17:30 Uhr
Siegerehrung in St. Moritz
Wertungsklassen und Wertung
Ermittelt werden ein Gesamtsieger sowie die einzelnen Klassensieger:
Klasse 1: Zweirad Fahrzeuge mit Elektromotor
Klasse 2: Dreirad Fahrzeuge mit Elektromotor
Klasse 3: Vierrad Fahrzeuge mit Elektromotor
Die Wertung der Veranstaltung ist nicht darauf ausgerichtet die Etappen auf Höchstgeschwindigkeit zu bewältigen. Alleinige Wertungsgrundlagen sind die Erfassungen des Veranstalters. Zur Wertung herangezogen werden verbindliche Fahrzeiten der Etappen, Sonderprüfungen, Gleichmäßigkeitsprüfungen sowie anzufahrende Checkpoints (CP).
Rallye-Fakten der 3. e-miglia vom 12. bis 16. August
Start: München/Verkehrszentrum am 12.8.2012
Ziel: St. Moritz/Zentrum am 16.8.2012
Startgeld: € 1.500,- pro Person
Teilnehmer: Jeder mit einem gültigen Führerschein
Fahrzeuge: Elektroautos und Elektromotorräder mit Straßenzulassung
Tagesetappen: (ca. 200 km pro Tag)
Sonderprüfung: (Gleichmäßigkeitsfahrt)
Fahrerbriefing
Abschlussveranstaltung am 16. August 2012 mit Siegerehrung
Prämien: € 10.000.- für die Klassen- und Gesamtsieger
Pokale/Medaillen und Ehrenpreise für alle Teilnehmer
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