Design for Test (DFT) Der fehlerfreie Weg in die Fertigung
Noch immer setzen gut die Hälfte aller PCB-Entwickler auf die klassische Trennung zwischen Design und Fertigung. Doch trotz aller modernen Werkzeuge und Maschinen auf beiden Seiten bleibt ein solcher Prozess sehr fragmentiert und ist fehlerträchtig. Entsprechende, integrierende Tool-Kits gibt es – sie warten lediglich auf ihren Einsatz.
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Der Begriff Design for Test (DFT) steht in erster Linie für die Erzeugung akkurater Testdaten durch die optimale Kommunikation zwischen Design-, Layout- und Testabteilung. Allen Beteiligten können nach erfolgter DFT-Analyse die Ergebnisse auf zwei verschiedenen Arten nutzen. Entweder als Tabelle mit allen relevanten Infos über testbare und nicht testbare Netze oder als Grafik zur Untersuchung der nicht testbaren Netze und Bauteile.
Ein gutes Tool-Kit integriert alle relevanten Bereiche im zentralen Datenfile
„CAMCAD Professional ist ein Tool-Kit für den schnellen Weg des Entwurfs in die Produktion“, konstatiert Kevin Decker-Weiss, Managing Director bei Router Solutions in Ismaning, „sie bereitet alle Designdaten für den Test und die Fertigung auf. Frühzeitig genug lässt sich damit automatisch die Test- und Produzierbarkeit der Leiterplatte über beteiligte Abteilungen hinweg beurteilen. Diese Suite ist hierzu mehr als nur eine Datenaufbereitungssoftware; als integrierende Fertigungslösung fasst das Tool CAD-Daten für Schaltplan und Layout, Gerberdaten, Stücklisten, PPS-Datenbankinfos und sogar RealPart-Bauteil-Bibliotheken in einer Zentraldatenbank zusammen. Dieses zentralisierte Datenfile kann an Tester und Bestücker ausgegeben werden oder ist zum Erstellen präziser Arbeitsanweisungen, Schablonen u.a.m. nutzbar.
Automatisierte Teilschritte für die interdisziplinäre Kommunikation
Mit dem Werkzeug CAMCAD bzw. CAMCAD DFT kann der Anwender eine Serie von Zugangs- und Abstandstests ablaufen lassen und fehlende Testpunkte zuweisen, die Priorität von Testelementen spezifizieren, Keep-out-Bereiche konfigurieren, Bauteileklassifikation in testerspezifischen Familien ausführen, Werte anpassen und alle anderen Schritte für eine erfolgreiche Interaktion mit der gerade verwendeten Testmaschine durchführen.
Wenn schließlich alle Überprüfungen zur Zufriedenheit ausgefallen sind, dann genügt ein Mausklick, um die entsprechenden Files für Agilent, Genrad, Teradyne, SPEA, Scorpion, Ingun, Takaya, Viscom und viele andere Systeme zu generieren. Die analoge Visualisierung des Layoutfiles ermöglicht während des gesamten Datenaufbereitungsprozesses optische Kontrollen des Datensatzes.
Interessante Details im Entwurf markieren
Decker-Weiss: „Es ist bei der praktischen Arbeit sehr hilfreich, mit CAMCAD Echtzeit-Crossprobing-Daten aus verschiedenen Layout- und Schaltplansystemen gleichzeitig auf ein- und derselben Oberfläche darzustellen. Highlighten Sie ein Netz oder Bauteil auf der Leiterkarte und das Entsprechende wird auch im Schaltplan hervorgehoben, und umgekehrt.“
Die Dokumentation kann sehr zeitaufwändig sein, weshalb CAMCAD mit CAMDOCS ein interaktives Dokumentationswerkzeug bereitstellt. Damit ist eine Dokumentation nach ISO-Anforderung schnell erledigt. Die Software verfolgt das Konzept eines Fertigungsbuches: Die gesamte Dokumentation, etwa einer Baugruppe, ist nach Kapiteln gegliedert, mit Seiten für jeden Fertigungs-Prozess und -Schritt. Durch einheitliche Vorlagen garantiert CAMDOCS einen gradlinigen und Dokumentationsaufbau der jeder Zertifizierung genügt.
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