Automotive-Steckverbinder Delphi will Automotive-Sparte MVL von FCI übernehmen

Redakteur: Kristin Rinortner

Delphi Automotive führt derzeit exklusive Verhandlungen zur Akquise des Unternehmensbereichs Automotive-Steckverbinder („MVL“) der FCI Group. Die Transaktion soll für 765 Mio. Euro über die Bühne gehen und bis Jahresende abgeschlossen sein.

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MVL ist ein weltweit führender Hersteller von Verbindungssystemen für Automotive-Anwendungen mit dem Fokus auf hochwertige Hightech-Anwendungen. Die Transaktion repräsentiert einen Wert von 765 Mio. Euro und soll bis Jahresende 2012 abgeschlossen sein, abhängig von der Annahme des Angebots und der Prüfung durch die Kartellbehörden. Delphi erwartet, dass aufgrund der Transaktion der Ertrag pro Aktie in 2013 vor Berücksichtigung von Kosten aus der Akquisition um 0,24 US-$ zunehmen wird.

MVL, die in den Delphi Geschäftsbereich Electrical / Electronic Architecture (E/EA) eingegliedert werden soll, ist der führende Anbieter von Hochleistungs-Verbindungssystemen beziehungsweise Steckverbinder für vielfältige Anwendungen, unter anderem für den schnell wachsenden Markt von Sicherheits-Rückhaltesysteme (SRS), für den Antriebsstrang und zum Einsatz in Elektrofahrzeugen. MVL erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 692 Mio. Euro und steht im Eigentum von Tochtergesellschaften der Bain Capital.

Rodney O'Neal, Chief Executive Officer und President des Unternehmens erklärt: „MVL wird das wachstumsstarke Konnektoren-Portfolio unseres Geschäftsbereichs E/EA komplettieren, unseren globalen Kundenmix erweitern und uns noch besser befähigen, Kunden mit marktgereichten Lösungen rund um Sicherheit, Umwelttechnik und Konnektivität zu beliefern. Als Ergebnis dieser Transaktion werden wir noch besser aufgestellt sein, um das Wachstum des Elektronikanteils im Fahrzeug weiter voranzutreiben. Als größter Kunde von MVL haben wir großen Respekt vor den Errungenschaften des Unternehmens. Uns ist gemeinsam, dass wir stets innovative Produkte entwickeln und Lösungen für ein breites Spektrum an Anwendungen und Bedürfnissen anbieten.“

Liam Butterworth, Präsident von MVL, betont: „Indem wir Teil eines globalen Unternehmens wie Delphi werden, das über einen hervorragenden Ruf in der Elektronik- und Steckverbinder-Branche verfügt, können wir Wachstumschancen viel besser ausnutzen. Durch die synergetische Verbindung der starken Innovationskräfte und Forschungskapazitäten beider Unternehmen, können wir den Markt auch künftig mit innovativen Verbindungssystemen von höchster Qualität beliefern, und die Erwartungen unserer Kunden weltweit noch besser erfüllen.”

Die Transaktion ist abhängig von der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörden und der Annahme des verbindlichen Angebots durch FCI, das zuvor die Arbeitnehmervertretung der MVL konsultieren muss. Delphi beabsichtigt, die Akquisition über eine Kombination aus vorhandenen Barmitteln und Kredite zu finanzieren. Darüber hinaus wird die Transaktion keine Auswirkung auf das bereits bekannt gegebene Aktienrückkaufprogramm im Wert von 300 Mio. US-$ haben, das 2012 fortgesetzt wird, bis die Summe von 300 Mio. US-$ vollständig eingesetzt worden ist.

Als Finanzberater von Delphi fungiert die Deutsche Bank Securities Inc. und Cleary Gottlieb Steen & Hamilton LLP als Rechtsberater. N M Rothschild & Sons Limited und Goldman Sachs agieren als Finanzberater von FCI, Latham & Watkins LLP als ihre Rechtsberater.

Als strategische und finanzielle Effekte erhofft sich Delphi eine weitere Verbesserung der Marktstellung im weltweiten Automobilmarkt, eine verbesserte Position bei wachstumsstarken Kunden und erweiterte Kundenbasis (Chrysler, Daimler, Ford, General Motors, Hyundai, PSA Peugeot-Citroën, Renault Nissan und die Volkswagen-Gruppe). Auch die globale Präsenz, insbesondere in Asien soll durch den Kauf erweitert werden. Daneben will man von erheblichen Synergieeffekten profitieren und die EBITDA-Marge bzw. den Ertrag pro Aktie (EPS) erhöhen . Delphi erwartet Synergieeffekte vor Steuern von 80 Mio. $, die bis 2015 voll realisiert werden. Die Synergien werden vor allem in Einkauf, der Produktentwicklung und in der Zulieferkette erzielt werden. Aufbauend auf einem starken Produktportfolio und soliden Kundenbeziehungen wird die Verbindung der beiden Unternehmen zu einer Erhöhung von Delphis EBITDA-Marge beitragen. //KR

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