Mikrocontroller & Tools DAVE - Effizient Software entwickeln für XMC
Um Effizienz und Qualität bei der Softwareentwicklung zu steigern, ist die Wiederverwendbarkeit ein wesentlicher Faktor. Die optimierte komponentenbasierte Entwicklung setzt dabei neue Maßstäbe.
Anbieter zum Thema
Die Wiederverwendbarkeit von Software ist eine der treibenden Kräfte hinter den Methoden der objektorientierten Softwareentwicklung, wozu auch die komponentenbasierende Softwareentwicklung zählt. Diese Methoden haben sich längst im Bereich der PC- oder Server-Software etabliert, im Bereich der Embedded-Softwareentwicklung für Mikrocontroller (MCUs) ist dies oft noch nicht der Fall.
Viele Softwareprojekte, insbesondere im mittelständischen Industriebereich mit kleineren Entwicklungsabteilungen, sind eine Migration oder Erweiterung vorhandener Projekte und die Wiederverwendbarkeit der vorhandenen Software ist dadurch geprägt, die vorhandene MCU-Hardware weiter mit möglichst unveränderter Konfiguration einzusetzen. Falls Konfigurationsänderungen notwendig sind, werden diese meist über seitenlange #defines verwaltet.
Um die Wiederverwendbarkeit von Softwarekomponenten auch für die Embedded-Softwareentwicklung mit all den entsprechenden Effizienzvorteilen zu nutzen, sollten diese sehr einfach auf unterschiedliche MCUs anpassbar sein und gleichzeitig die Möglichkeiten der Hardware optimal nutzen.
Die jeweiligen Softwarekomponenten sollten mit ihren Programmierschnittstellen die von der Anwendung geforderte Abstraktion zur Verfügung stellen, sodass man sich als Anwender nicht mehr um die Details der Peripheriefunktionen kümmern muss. Dies ist die Zielrichtung von DAVE, einer kostenlosen Entwicklungsplattform für komponentenbasierte Embedded-Softwareentwicklung von Infineon.
DAVE hat eine lange Historie: Version 1 und Version 2 fokussierten auf die grafische Konfiguration der Peripheriemodule, während mit der Version 3 der komponentenbasierte Ansatz mit DAVE APPs (Applikationskomponenten) eingeführt wurde. Nun steht mit der Version 4 ein neuer DAVE bereit, der die Wiederverwendbarkeit der Softwarekomponenten, der DAVE APPs, u.a. durch die Einführung eine Device-Treiber-Ebene nochmals verbessert.
Flexible und für hohe Echtzeitanforderungen entwickelte MCUs, wie die ARM-basierten XMC-Familien von Infineon, verfügen über bis zu 144 Pins und mehr als 15 unterschiedliche, flexibel einsetzbare Peripheriemodule, die über bis zu 17.000 Bit-Felder konfiguriert und gesteuert werden und die über entsprechende Verbindungsmatrizen 2.000 verschiedene Verbindungsoptionen bieten. Besonders die Vielzahl der Verbindungsoptionen gewährleistet einen effizienten Einsatz der autarken Peripherie, sodass hohe Echtzeitanforderungen bedient werden können.
Man kann sich leicht vorstellen, dass die Programmierung solch moderner MCUs sehr umfangreiche Hardwarekenntnisse erfordert und dass es die Softwareentwicklungszeit erheblich verkürzen kann, wenn für die benötigen Anwendungsfälle wiederverwendbare Softwarekomponenten zur Verfügung stünden. Dies zu leisten ist die Domäne von DAVE und den DAVE APPs.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:43101625)