Daten-Schnittstellen als Schlüssel zur intelligenten SMT-Fertigung

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Darüber hinaus hat Yamaha die Factory-Software-Suite Y.FacT mit den Schwerpunkttools Rüstung, Überwachung und Trace­ability entwickelt. Durch die Unterstützung des Rüstvorgangs erleichtert das S-Tool die Verwaltung des Produktionsmaterials, das ansonsten leicht zu lange gelagert werden könnte und so seine optimale Verarbeitbarkeit verlieren würde. Die automatische Überwachung der Lagerzeit und -bedingung stellt sicher, dass kein ungeeignetes Material in Produkte verbaut wird. Durch Protokollierung von Daten wie Barcode, Lotpastentyp und die Identitäten der Feeder und Bauteilrollen hilft das S-Tool, Fehler zu vermeiden und die Produktqualität zu verbessern.

Beim Bestücken von LED-Beleuchtungen verhindert das Prüfen der Barcodes zu LED-Helligkeit, Farbtemperatur und Beleuchtungsmuster, dass Baugruppen bestückt werden, deren Bauteile nicht eng genug selektiert sind. Das Tool kann auch mit jedem Bauteil-Lagerturm kommunizieren und anhand der Informationen der Maschinen über aktuelle Bauteil-Restmengen Rollen- und Feederwechsel rechtzeitig koordinieren und so Stillstände minimieren.

Schnelle und einfach Überwachung des Linienstatus

Überwachungseinrichtungen in jeder Linie und im gesamten Werk, die mit dem M-Tool verbunden sind, ermöglichen es über eine Web-basierte Schnittstelle, detaillierte Informationen über die Systeme, wie z. B. Effizienz oder Pickup-Raten, in Echtzeit zu ermitteln. Bild 3 illustriert, wie farbkodierte Anzeigen eine schnelle und einfache Überwachung des Linienstatus ermöglichen. In einem nächsten Schritt werden die Daten automatisch konsolidiert und in Reports gespeichert und/oder zur Analyse an übergeordnete Cloud-Anwendungen übergeben.

Die Traceability-Anwendung T-Tool protokolliert für jede einzelne Baugruppen-Identität die Leiterplatten-ID sowie die Bauteil-Daten zu jeder bestückten Position auf der Leiterplatte. Das ist ein Bereich, in dem die zugrundeliegende Datenstruktur des SMT-Equipments die Verarbeitung der Informationen auf Bauteilebene entscheidend beeinflusst. Yamahas selbst entwickelte Datenstruktur bildet die Basis, um sowohl Bauteil-Seriennummern als auch Positionsdaten und die Seriennummern der Leiterplatten aufzeichnen zu können und diese Informationen dann in eine Traceability-Datenbank zu übertragen. Diese Datenbank steht für zahlreiche Zwecke zur Verfügung.

So lassen sich Lagerbestände und Materialien entlang der Produktionskette verfolgen, um die Materialbeschaffung für die Just-in-Time-Bestückung zu erleichtern, die Einhaltung von Kundenanforderungen nachzuweisen oder die Herkunft der Bauteile zu verifizieren.

Diese Softwarepakete nutzen die Fähigkeit des umfassenden Informationsaustauschs zwischen den verbundenen SMT-Maschinen einer Linie bzw. denjenigen des gesamten Werks. Ausgeklügelte Kommunikationsfähigkeiten sorgen dafür, dass das Equipment schon jetzt vorbereitet ist, die Einführung zukunftsweisender, intelligenter Fertigung zu unterstützen, welche die datengestützte Überwachung und Steuerung auf ein neues Niveau hebt.

Die Branche ist im Aufbruch in Richtung intelligenter Fertigung, um den Weltmarkt mit hochwertigen Produkten zu wettbewerbsfähigen Preisen zu beliefern. Die Forderung des Marktes nach einer Vielzahl von Produktvarianten für die Individualisierung der Produkte profitiert stark von der Flexibilisierung durch Fertigungsintelligenz. Die Kommunikation der Maschinen untereinander ist der Schlüssel, um Daten für die Leistungsanalyse zu extrahieren.

Die Kommunikation der erforderlichen Maßnahmen ermöglicht schnelle und effiziente Anpassungen. Wo geeignete Maschinen-Schnittstellen bereits vorhanden sind, ermöglichen bewährte Software-Werkzeuge für Rüstung, Überwachung und Traceability enge Verbindungen zwischen Fertigung, Fertigungsplanung und Management und beschleunigen so die Umstellung der Elektronik-Hersteller auf intelligente Fertigung.

* Oumayma Grad ist Marketing Communications Manager bei Yamaha Moror Europe.

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