LED-Wärmemanagement Damit die LED nicht den Hitzetod stirbt
Lang lebe die LED! So in etwa lässt sich die Bedeutung des Wärme-managements bei der LED-Beleuchtung beschreiben. In unserem Beitrag geben wir Tipps, worauf zu achten ist.
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Die Erfindung der LED hat die Beleuchtungsindustrie in den letzten Jahrzehnten revolutioniert. Damit die LED ihre Aufgaben lange und effektiv erfüllen kann, ist ein sauber abgestimmtes Wärmemanagement eine unverzichtbare Maßnahme. Für den Menschen hat Licht einen nicht unbedeutenden Einfluss, der in den letzten Jahrzehnten immer weiter erforscht wurde.
So kann der Gemütszustand sowie das Kaufverhalten maßgeblich über das Licht beeinflusst werden. Und gerade für die Beleuchtung ist es wichtig, dass LEDs sich stufenlos dimmen lassen. Dazu sind LED-Module (Verbund von LEDs in den Farben rot, grün und blau) notwendig, in der Lichtfarbe steuerbar und somit für die unterschiedlichsten Lichtaufgaben geeignet.
Nur ein weiteres Entscheidungskriterium für den Einsatz von LEDs ist der Nutzen für die Umwelt. Während beispielsweise Neonröhren oder Energiesparlampen wegen ihres Anteils an Quecksilber oder giftigen Gasen in den Sondermüll gehören, werden LEDs wie elektronische Bauteile behandelt und können zu einem großen Teil wiederverwertet werden.
Aber der wohl wichtigste Entscheidungsgrund für den Einsatz von LEDs ist ihr hohes Einsparpotential. Leuchtdioden wandelt rund 70% des Stromes in Licht, währnd herkömmliche Glühlampen nur etwa 5% der Energie in Licht umwandeln. Auch wenn mit eingerechnet wird, dass mehrere LEDs benötigt werden, um die gleiche Lichtstärke wie klassische Leuchtmittel zu erzielen, benötigen herkömmliche Glühlampen etwa dreimal so viel Energie wie eine weiße LED.
Auf das geeignete Wärme-management kommt es an
Die bei den LEDs verwendeten Materialien werden so festgelegt, dass das emittierende Licht kaum Ultraviolett- oder Infrarotstrahlung enthält. In der Theorie wird somit keine Wärme von der LED abgestrahlt. Der durch die LED fließende Strom erhöht aufgrund des inneren Widerstandes die Temperatur. LEDs werden in der Praxis mit einem Strom zwischen 20mA und 1 A betrieben. Anders als bei Glühlampen, deren Verlustwärme in Richtung des Lichtstroms abgegeben wird, führen LEDs diese in Richtung der Platine ab. Um die von den LED-Herstellern angegebenen Lebensdauern von bis zu 50.000 Betriebsstunden zu erreichen, muss die Wärme über ein geeignetes Wärmemanagement weggeführt werden.
Die Formel setzt sich zusammen aus Rth = Wärmewiderstand Junction/Ambient [K/W], Tj = Junction Temperature (max. Sperrschichttemperatur aus dem LED-Datenblatt [K], Ta = Umgebungstemperatur [K] und P = Gesamtverlustleistung der LED (If * Vf aus dem LED-Datenblatt) [W]
Die LED und der Wärme-widerstand
Die Wahl des richtigen Kühlverfahrens ist hierbei entscheidend. Einen ersten Anhaltspunkt, welches Kühlverfahren das geeignetste ist, zeigt der thermische Widerstand (Wärmewiderstand). Dieser wird von den Herstellern der Kühlkörper angegeben. Der Wert gibt an, welche Wärmemenge die verschiedenen Kühlkörper an die Umgebungsluft abgeben können und verhält sich umgekehrt proportional zu der Wärmeleitfähigkeit. Das bedeutet: Je kleiner der Wärmewiderstand ist, desto mehr Wärme kann abgeführt werden.
Bei der Berechnung ist es aufgrund zusätzlicher Wärmewiderstände entlang des thermischen Pfades wichtig, eine Sicherheitsreserve mit einzuberechnen, um bei ungünstigen, nicht vorhersehbaren Verhältnissen die maximale Sperrschichttemperatur nicht zu überschreiten, um somit die Lebensdauer und die Leuchtqualität der LED nicht zu gefährden.
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