Automobile Betriebssysteme COQOS – das erste AUTOSAR-konforme Betriebssystem auf Basis des Intel-Atom-Prozessors (x86-Plattform)

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

OpenSynergy wird vom 3. bis 8. März auf der CEBIT 2009 Intel Pavillon P33 das erste automobile Betriebssystem COQOS vorstellen, das die kontrollierte Kommunikation zwischen Infotainment-und AUTOSAR-Applikationen auf nur einer Hardware erlaubt.

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Mit COQOS können Automobilhersteller die Zahl der Steuergeräte im Fahrzeug reduzieren, Entwicklungskosten sparen und bestehende sowie neue Funktionen auf nur einem System-on-Chip realisieren. Das aktuelle Release von COQOS umfasst eine umfangreiche Development Suite.

Führende Automobilhersteller und -zulieferer prüfen den Einsatz von COQOS

OpenSynergy wird das Betriebssystem COQOS auf einem Evaluierungsboard vorstellen, das auf dem Atom-Prozessor von Intel basiert. Damit ist erstmals eine AUTOSAR-Umgebung auf einer x86 Plattform verfügbar. Bereits jetzt prüfen führende Automobilhersteller und -zulieferer den Einsatz von COQOS in zukünftigen Fahrzeugen.

Ein Micro-Operating-System ist das Herzstück der COQOS-Architektur

Das Herzstück von COQOS ist ein Micro-Operating-System (µOS), das die Partitionierung und die Kommunikation zwischen den Infotainment-Applikationen und den AUTOSAR-Applikationen steuert. Diese Partitionierung wird durch Virtualisierung realisiert, eine in der IT-Industrie bereits gängige Technologie. Das schlank gehaltene µOS übernimmt unter Anderem die Rolle eines AUTOSAR-Betriebssystems innerhalb einer AUTOSAR-konformen Basissoftware.

Infotainment als Gastsystem macht Infotainment unabhängig von AUTOSAR

Aus Gründen der Sicherheit ist in der COQOS-Architektur das Infotainmentsystem als Gastsystem realisiert. Dies ermöglicht die komplette Unabhängigkeit des Infotainmentsystems von der AUTOSAR-Umgebung des Fahrzeugs. Im Betriebssystem COQOS sind weiterhin AUTOSAR-Basissoftware-Komponenten und ein 100% AUTOSAR-konformes RTE (Runtime Environment) feste Bestandteile. COQOS unterstützt im ersten Release Infotainmentsysteme auf Linux-Basis. Weitere Informationen zu COQOS gibt es auf der Webseite www.opensynergy.com.

Die Zielgruppe sind Entwicklungsunternehmen von Haupteinheiten für Kfz

Die COQOS-Architektur erfüllt automotive Standards, kann für verschiedene Anwendungsfälle eingesetzt werden und richtet sich vor allem an Entwicklungsunternehmen von Haupteinheiten (Head Units) für den späteren Einsatz im Fahrzeug. Für die Integration von Softwareapplikationen und die Unterstützung unterschiedlichster Hardware wurde ein ECO-Partner-Programm entwickelt.

Mit COQOS lässt sich die Zahl der Steuergeräte im Fahrzeug reduzieren

COQOS erlaubt die Kommunikation von Infotainment-und AUTOSAR-Applikationen auf nur einer Hardware. Automobilhersteller profitieren beim Einsatz von COQOS von der Reduzierung der Steuergeräte im Auto und sparen somit Hardwarekosten ein. Hersteller von Head Units können sowohl Entwicklungszyklen reduzieren und neue, innovative Funktionen wesentlich schneller in ihr System integrieren. Die Wiederverwendbarkeit und Skalierbarkeit von Funktionen über verschiedene Fahrzeugklassen hinweg ist ein weiterer Vorteil in der Verwendung von COQOS.

COQOS bindet Infotainment in die Ideen von AUTOSAR ein

Frank-Peter Böhm, CEO von OpenSynergy: „Vor allem der Trend zur Variantenvielfalt von Fahrzeugen macht die Standardisierung in der Entwicklung von Elektroniksystemen unumgänglich.“ (Archiv: Vogel Business Media)

„COQOS vereint verschiedene Markttrends: Reduzierung der Entwicklungskosten von Fahrzeugen und der Herstellkosten trotz steigendem Bedarf an neuen Funktionen, vor allem aber der Trend zur Variantenvielfalt von Fahrzeugen macht die Standardisierung in der Entwicklung von Elektroniksystemen unumgänglich“, erklärt Frank-Peter Böhm, CEO von OpenSynergy. „Die Antwort darauf ist COQOS, das den automotiven Softwarestandard AUTOSAR konsequent benutzt und Infotainment in die Ideen von AUTOSAR einbindet. Wir denken, dass gerade moderne Prozessoren wie der Atom Prozessor von Intel in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle spielen werden.“

Software- und Hardwarehersteller können Teil der Erfolgsgeschichte von COQOS werden

Das ECO-Partner-Programm von OpenSynergy lädt Softwarehersteller aber auch Hardwarehersteller ein, Teil der Erfolgsgeschichte von COQOS zu werden. Ziel des Programms ist die Schaffung einer für den Kunden maximalen Wertschöpfung. Dabei unterstützt OpenSynergy sowohl Softwarehersteller als auch Hardwarehersteller gleichzeitig, um den gemeinsamen Kunden übergreifende und innovative Lösungen anzubieten. Das ECO-Partner-Programm gliedert sich in verschiedene Partnerlevel auf und bietet somit unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zum Produkt COQOS.

Ziele und Strategien von Premium-ECO-Partnern ergänzen sich mit denen von OpenSynergy

ECO-Partner erhalten einen Basis-Support einschließlich der Unterstützung in der Installation und der ersten Benutzung des Produktes. Bei einem Premium-ECO-Partner hingegen ergänzen sich idealerweise Ziele und Strategien des Partners mit denen von OpenSynergy. Für „Premium ECO-Partner“ werden eine Portierung seines Systems auf COQOS realisiert und gemeinsame Vertriebs-sowie Marketingaktivitäten geplant.

Mit der Zahl führender Partnern steigt auch der Umfang an Lösungen

Rolf Morich, COO bei OpenSynergy: „Mit dem ECO-Partner-Programm können Softwarehersteller und Hardwarehersteller ihre Lösung auf COQOS portieren.“ (Archiv: Vogel Business Media)

„Wir wollen uns auf aktuelle und zukünftige Anforderungen der Automobilhersteller und deren Lieferanten ausrichten“, betont Rolf Morich, COO bei OpenSynergy. „Dazu ist es notwendig, dass OpenSynergy einen Schwerpunkt seiner Strategie auf den Aufbau und weiteren Ausbau des Partnergeschäftes legt. Mit dem ECO-Partner-Programm können Softwarehersteller und Hardwarehersteller ihre Lösung auf COQOS portieren. Mit der Anzahl an führenden Partnern wird auch der Umfang an Lösungen im Markt steigen und die Wertschöpfung für den Endkunden zunehmen. Dem Kunden können somit innovative Softwareanwendungen auf der neuesten Hardwaregeneration angeboten werden und ermöglichen ihm die frühzeitige Vermarktung von Lösungen in Fahrzeugen.“

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