Krise bei Automobilzulieferer Continental plant tausendfachen Stellenabbau, schließt Smart Mobility

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Beim Automobilzulieferer Continental wird weiter gespart. Bis zum Jahr 2025 sollen durch verschlankte Geschäfts- und Verwaltungsstrukturen bis zu 400 Millionen Euro gespart werden. Dabei werden weltweit Arbeitsplätze im mittleren, vierstelligen Bereich gestrichen, Gerüchten zufolge rund 1.000 allein in Deutschland.

Standort Karben von Continental Automotive(Bild:  Continental)
Standort Karben von Continental Automotive
(Bild: Continental)

Wenn ein Großkonzern „Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“ ergreift, dann bedeutet das für die Angestellten selten etwas Gutes. Oft laufen solche Maßnahmen darauf hinaus, dass Stellen gestrichen werden. Das steht den Automotive-Mitarbeitenden des weltweit bekannten Automobilzulieferers Continental, kurz Conti, ins Haus.

Nach ersten Gerüchten bereits am vorherigen Wochenende über Stellenstreichungen (etwa via Manager Magazin, hinter der Bezahlschranke), veröffentlichten die Verantwortlichen von Continental am 13. November 2023 die Nachricht, dass man Geschäfts- und Verwaltungsstrukturen des Bereichs Automotive aufgrund stärkender Maßnahmen für mehr Wettbewerbsfähigkeit verschlanken wolle.

Stellenstreichungen bei Continental

Noch sei nicht sicher, wie viele Jobs an diesen Maßnahmen hängen beziehungsweise wann genau sie gestrichen werden könnten. Es handelt sich um einen Prozess, der bis zum Jahr 2025 abgeschlossen sein soll. Von Unternehmensseite wird angenommen, dass die Zahl eingesparter Arbeitsplätze voraussichtlich im mittleren vierstelligen Bereich liegen werde. Berichten zufolge wird mit rund 5.500 Streichungen weltweit gerechnet, etwa 1.000 davon in Deutschland. Um den Zahlen eine Dimension zu geben: Weltweit beschäftigt Continental allein im Automobilgeschäft aktuell gut 100.000 Arbeitende.

Bereiche wie Produktion und Entwicklung sowie Reifenherstellung sollen von den Maßnahmen nicht betroffen sein, es gehe vor allem um Arbeitende in der Verwaltung, heißt es beim Spiegel. Wenn die Maßnahmen bis 2025 wie prognostiziert Früchte tragen, dann sollen so rund 400 Millionen Euro eingespart werden.

Continental Automotive: Weitere Details gibt’s am 4. Dezember 2023

Die Verantwortlichen von Conti betonen außerdem, dass der Bereich Automotive zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz bei Forschung und Entwicklung prüfe. Weiterführende Details soll es offenbar am 4. Dezember 2023 geben. „Ein umfassendes Strategie-Update des Unternehmensbereichs erfolgt im Rahmen des Kapitalmarkttags von Continental am 4. Dezember 2023“, so heißt es.

Fest steht bereits jetzt, dass der Automotive-Unternehmensbereich von Conti in Zukunft nur noch fünf statt sechs Bereiche umfassen wird: Smart Mobility wird aufgelöst, es bleiben Architecture and Networking, Autonomous Mobility, Safety and Motion, Software and Central Technologies und User Experience. Smart Mobility (SMY) fungierte als Knotenpunkt zur Bündelung des Geschäfts mit Mobilitätsdienstleistungen, Flottenbetreibern und Nutzfahrzeugherstellern. Die zur Abteilung gehörige Unterwebseite des Unternehmens ist bereits nicht mehr erreichbar.

Teile des Smart-Mobility-Geschäftsfelds werden anderen Bereichen innerhalb des Unternehmens zugewiesen, die anhand natürlicher Schnittmengen Sinn ergeben. „Im Fokus der neuen Zuordnung stehen drei Geschäftsaktivitäten: Nutzfahrzeugelektronik und Dienste für das Management von Nutzfahrzeugflotten, Aktuatoriklösungen für Pkw, beispielsweise Tür- oder Schiebedachsteuerungen, sowie das Pkw-Ersatzteilgeschäft“, teilt das Unternehmen mit. (sb)

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