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Moderner 300 kV Mikrofokus-Computertomographie gelingt der 3D-Scan
Erst wenige Wochen vor dem Abgabetermin ihrer Masterarbeit wurde Katrin Lück auf GE Sensing & Inspection Technologies in Wunstorf aufmerksam. Als eines der führenden industriellen CT-Unternehmen weltweit wurde dort vor kurzem die erste unipolare 300 kV mikrofokus Röntgenröhre entwickelt.
Integriert in ein phoenix v|tome|x 300 CT System, bietet sie aufgrund ihrer unipolaren Bauart besonders hohe geometrische Vergrößerungen. Erstmals erreicht ein 300 kV mikrofokus CT System eine Detailerkennbarkeit von bis zu weniger als einem Mikrometer und somit die erforderliche Auflösung für die gestellte Inspektionsaufgabe.
Wenige Wochen vor dem Abgabetermin der Masterarbeit kam so die Hoffnung auf, dass die hohe Spannung von bis zu 300 Kilovolt für einen CT-Scan der hoch absorbierenden Rolle ausreichen könne. Bei einem Besuch im Wunstorfer GE-Applikationszentrum zeigte sich, dass die Bleirolle bei 290 kV – also knapp unterhalb der maximalen Arbeitsspannung der Röhre – tatsächlich durchstrahlt werden konnte.
Da das spröde Blei in den vielen Jahrhunderten bereits diverse Risse und Brüche erlitten hatte und außen auch bereits ein paar Zeilen unwiederbringlich abgebrochen waren, wurde die Rolle sicher in Papier gewickelt und im phoenix v|tome|x 300 vor der mikrofokus Röntgenröhre auf einem Drehtisch fixiert.
Der eigentliche CT-Scan dauerte in dem Tomographen mit seinem hochdynamischen temperaturstabilisierten GE Digitaldetektor nur etwa 50 Minuten. Das aus der Serie von 1200 aufgenommenen 2-D-Röntgendurchstrahlungsbildern rekonstruierte 3-D-Volumen erlaubte es bei einer Voxelgröße von lediglich 22 Mikrometern tatsächlich, die mandäischen Schriftzeichen in den äußeren, nicht so stark korrodierten Windungen im Innern der Rolle sichtbar zu machen. Die erste technologische Hürde war damit genommen.
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