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Anstatt das Design eines Schreibkopfs am Bildschirm einzugeben, kann nun ein optimales Design vom Computer errechnet werden. Die Auswirkungen auf das magnetische Feld – und damit auf die Datenspeicherung – können direkt kalkuliert werden.
Magnetfeld ändert Filterfunktionen eines Blutanalyse-Chips
Dieselbe Computersimulation kann auch in der Biomedizin zur Entwicklung spezieller Mikrofluidic-Chips eingesetzt werden. Diese dienen zur Extraktion bestimmter Komponenten aus dem Blut. Bei einer speziellen Variante dieser Chips werden magnetische Strukturen zum Herausfiltern der Fremdkörper verwendet.
Die Anordnung der Strukturen hat maßgeblichen Einfluss darauf, welche Komponenten eingefangen werden können – und ist meistens nach der Herstellung der Chips fixiert. Nicht so bei einem Chip-Design, das mit dem Computermodell der FH St. Pölten optimiert wird. Hier kann durch äußere magnetische Kräfte die räumliche Anordnung der magnetischen Strukturen – und damit die Filterfunktion des Chips – verändert werden. So lässt sich in Zukunft ein einzelner Chip für verschiedene Filteraufgaben einsetzen.
Mathematik- und IT-Kompetenzen werden zusammengeführt
Für Dr. Schrefl ist die erfolgreiche Entwicklung eines praxistauglichen Computermodells ein großer Erfolg des Kompetenzfelds Simulation und des Studiengangs Industrial Simulation an der FH St. Pölten: „Industrial Simulation ist ein ungemein vielschichtiger Tätigkeitsbereich. Kompetenzen im Bereich Mathematik und IT werden zusammengeführt, um kreative Ideen, Intuitionen und Theorien für verschiedenste Industrien realitätsnah zu testen – ohne hohen Aufwand an Zeit und Geld.“
Gefördertes Projekt zur Isolierung von Krebszellen
Das von der Niederösterreichischen Forschungs- und Bildungsges.m.b.H geförderte Projekt „Tunable microfluidic chips for isolating circulating cancer cells“ wird in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Austrian Institute of Technology, Health & Environment Department, Donau Universität Krems, Zentrum für Biomedizinische Technologie, Landesklinikum Krems und dem Hämatologisch-Onkologischen Dienst durchgeführt.
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