SEMI Chip-Equipment-Hersteller durch IP-Diebstahl belastet

Redakteur: Holger Heller

Eine neue Studie des Halbleiterfertigungsverbands SEMI warnt die IC-Equipment-/Material-Zulieferer, ihr geistiges Eigentum (IP: Intellectual Property) intensiver zu schützen. Die Auswirkungen von IP-Verletzungen im Halbleiterfertigungsbereich belaufen sich laut SEMI auf 2 bis 4 Mrd. US-$ pro Jahr.

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Fast 90% der Unternehmen, die an der Studie der SEMI teilgenommen haben, berichteten von irgendeiner Form der IP-Verletzung. Dazu zählen Patentverletzungen, Produkt- und Markenfälschungen, der Diebstahl von Kerntechnologien, Ersatzteilen und Komponenten sowie die Verletzung geheimer Absprachen.

Die Schuldigen finden sich laut SEMI in Taiwan, China, Korea und Nordamerika. Stanley Myers, President und CEO der SEMI, erklärte dazu: „Der IP-Schutz ist für die Ausrüster und Materialzulieferer der Halbleiterindustrie ein ernst zu nehmendes Anliegen. Stellen diese Unternehmen doch entscheidende Technologien für die Halbleiterherstellung zur Verfügung.“

(Archiv: Vogel Business Media)

Der SEMI-Bericht „Innovation at Risk – Intellectual Property Challenges and Opportunities“ zeigt die Details dieser Studie auf und schildert verschiedene IP-Herausforderungen, die auf die Branche zukommen. Gleichzeitig stehen Empfehlungen bereit, um die Situation zu verbessern. Das Whitepaper (siehe Web-Link unten) basiert auf einer Umfrage bei 49 SEMI-Mitgliedsunternehmen, die 56% des Gesamtjahresumsatzes der Branche repräsentieren.

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