Chipproduktion in 7-nm und 5-nm-Prozessen Chinesische Chipkonzerne planen deutlichen Ausbau moderner Fertigungstechnologien

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Führende chinesische Halbleiterhersteller, insbesondere SMIC und Hua Hong ​Semiconductor, wollen asiatischen Medien zufolge ihre Fertigung von Chips im 7-nm- und 5-nm-Verfahren stark erhöhen. Ziel sei die Produktion von 100.000 Wafern binnen zwei Jahren.

SMIC ist Vorreiter bei Chinas Vorstoß, Chips in fortschrittlichen Prozessen zu fertigen. Das Unternehmen hat bereits 7-nm-Chips mit weniger fortschrittlichen Anlagen hergestellt; laut Nikkei Asia arbeite es nun an einer Technologie, die  als „5-Nanometer-ähnlich“ bezeichnet wird.(Bild:  SMIC)
SMIC ist Vorreiter bei Chinas Vorstoß, Chips in fortschrittlichen Prozessen zu fertigen. Das Unternehmen hat bereits 7-nm-Chips mit weniger fortschrittlichen Anlagen hergestellt; laut Nikkei Asia arbeite es nun an einer Technologie, die als „5-Nanometer-ähnlich“ bezeichnet wird.
(Bild: SMIC)

China treibt den Ausbau seiner Halbleiterfertigung im fortgeschrittenen Technologiebereich voran. Das berichtet die Wirtschaftszeitung Nikkei Asia unter Berufung auf interne Quellen und Analysten vor Ort. Führende Hersteller wollen demnach ihre Kapazitäten für Chips mit Strukturbreiten von 7 Nanometern und teilweise 5 Nanometern deutlich erhöhen.

Innerhalb von ein bis zwei Jahren soll die monatliche Produktionsmenge auf 100.000 Wafer steigen. Derzeit liegt sie laut dem Bericht bei weniger als 20.000, die vorwiegend von SMIC im 7-nm-Bereich gefertigt werden. Bis 2030 wird sogar angestrebt, weitere 500.000 Wafer an Kapazität aufzubauen.

Hintergrund ist der steigende Bedarf an Rechenleistung für Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz. Die Ausweitung der Produktion soll helfen, die wachsende Nachfrage im Inland zu bedienen und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern.

SMIC, Hua Hong und Huawei als zentrale Akteure

Zu den treibenden Kräften zählt der Auftragsfertiger SMIC. Das Unternehmen hat bereits 7-Nanometer-Chips mit vergleichsweise älteren Anlagen produziert und arbeitet an weiterentwickelten Verfahren, die an 5-Nanometer-Technologien heranreichen sollen.

Auch Hua Hong Semiconductor, bislang stärker auf reifere Fertigungsprozesse ausgerichtet, steigt laut Bericht in die Produktion modernerer Strukturen ein. Unterstützt werden die Unternehmen von zentralen und lokalen Behörden, die den Ausbau der inländischen Fertigung vorantreiben.

Der Technologiekonzern Huawei spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Für 2026 plant das Unternehmen mehrere neue Prozessoren der Ascend-Reihe, darunter Varianten mit eigenentwickeltem Hochleistungsspeicher. Zudem entstehen in Südchina weitere Fertigungs- und Entwicklungsstandorte, die auf moderne Chipstrukturen ausgerichtet sind.

Ausbau trotz Exportbeschränkungen

Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender US-Exportkontrollen, die den Zugang zu moderner Fertigungstechnik erschweren. Ob die angestrebten Produktionsziele in vollem Umfang erreicht werden können, ist daher offen.

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens TrendForce belegte SMIC im dritten Quartal 2025 weltweit Rang drei beim Foundry-Umsatz hinter TSMC und Samsung Electronics. Hua Hong lag demnach auf Platz sieben. Die geplante Ausweitung der Kapazitäten würde die internationale Position chinesischer Anbieter weiter stärken.(sg)

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