Aufgemerkt CeBit 1989: Eine HighRes-Grafikkarte für den Atari

Gerd Kucera

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In der Rubrik Aufgemerkt stellt die Redaktion ELEKTRONIKPRAXIS regelmäßig Meilensteine aus der Geschichte der Elektronik vor. Diesmal: die HighRes-Grafikkarte für den Atari

(Foto:  Matrix Vision)
(Foto: Matrix Vision)

In den Anfangsjahren der elektronischen Bildverarbeitung kamen neben PC- und Mac-Rechnersystemen auch Atari-Computer zum Einsatz, die besonders bei Early-Adoptern wie Universitäten gefragt waren. Jedoch bot Atari keine eigene Schnittstelle, um große Bildschirme anzuschließen.

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Zwei schwäbische Tüftler machten sich daran, die Aufgabe zu lösen und stellten nach nur 6 Wochen Entwicklungszeit auf der CeBit 1989 den ersten Grafikcontroller für Atari-Systeme vor. Es gab für 999 DM eine Monochrom- und für 1499 DM eine Graustufenversion mit den Auflösungen 1280 x 960 Punkte (monochrom) bzw. 1280 x 1024 Punkte (Graustufen).

Damit war die Atari-Lösung eine interessante Alternative zu anderen Angeboten, die damals bei 6000 bis 8000 DM allein für den Grafik-Controller lagen. Der Spürsinn für Märkte und Trends von Gerhard Thullner und der Entwicklergeist von Werner Armingeon machten aus der kleinen schwäbischen Firma MATRIX VISION ein führendes Unternehmen für die industrielle Bildverarbeitung.

Die CeBIT des Jahres 1989 war aber noch durch ein weiteres besonderes Ereignis geprägt: Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling nahmen in Hannover das erste Teilnetz des Dienste integrierenden digitalen Fernmeldenetzes ISDN in Betrieb.

Die acht Städte Hannover, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Nürnberg, München und Stuttgart gingen an den Start. „Bis 1993 wird die Post ihren Kunden ISDN flächendeckent anbieten“, hieß es in der Tagesschau vom 8.3.1989.

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