Testlösung für die Automobilindustrie CAN FD Trigger mit bis zu 10 MBit/s

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Der in der Automobilindustrie weit verbreitete CAN-Bus hat seine Bandbreiten-Grenzen erreicht: Mit dem CAN FD Trigger bietet Teledyne LeCroy jetzt höhere Bit-Raten und mehr Datenpakete.

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Neuer CAN FD Trigger von Teledyne LeCroy: höhere Bit-Raten und mehr Datenpakete.
Neuer CAN FD Trigger von Teledyne LeCroy: höhere Bit-Raten und mehr Datenpakete.
(Teledyne LeCroy)

Eine CAN Flexible Data (FD) Rate Trigger- und Decoder-Lösung zu seinen bestehenden Testlösungen für CAN, LIN, FlexRay, SENT, MOST und BroadR Reach stellt Teledyne LeCroy vor. Der CAN FD Trigger und Decoder erlaubt es dem Entwicklungsingenieur, einen Einblick in ihre Systeme durch die korrelierte Darstellung der physikalischen und logischen Ebene eines Signals in einer einzigen Anzeige. Der CAN FD Trigger isoliert Frame IDs, spezifische Dateninhalte, Remote Frames und Error Frames. Die Decodierung wird dabei mit einer farblichen Überlagerung dargestellt, so dass der Anwender auf einen Blick die einzelnen Komponenten einer erfassten CAN-FD-Nachricht wie Frame ID, Status und Daten Bits identifizieren kann.

Kombination von verschiedenen Protokollen

Neben der Darstellung der decodierten Daten bietet Teledyne LeCroy die Möglichkeit, bis zu vier Serielle Busse gleichzeitig zu decodieren. Dabei kann es sich auch um eine Kombination von verschiedenen Protokollen wie dem klassischen CAN und dem neuen CAN FD handeln.

Die decodierten Daten werden zusätzlich in einer interaktiven Tabelle angezeigt. Interaktiv bedeutet, dass durch Auswahl ein-zelner Einträge in der Tabelle der entsprechende Bereich im Signal automatisch vergrößert dargestellt wird. Langwieriges Scrollen durch den Datenstrom ist nicht mehr notwendig. Zusätzlich gibt es eine Suchfunktion in der Zoomdarstellung, um rasch eine spezifische Frame ID oder einen Dateninhalt zu finden.

Seit 2004 verwendet Teledyne LeCroy seinen patentierten Algorithmus, um die physikalische Ebene eines seriellen Datensignals zu analysieren und die decodierten Daten darzustellen. Das vereinfacht die Entwicklung und Untersuchung von Systemen in der Automobilindustrie, wenn Codierungen wie LIN, FlexRay, SENT und nun auch CAN FD zum Einsatz kommen. Zusätzlich zu den Standards in der Automobilindustrie bietet der Hersteller eine breite Auswahl an seriellen Bus-Triggern und Decoder von I²C und UART bis zu USB 3.0 und PCIe Gen3.

Höhere Bandbreiten mit CAN FD

CAN FD ist die nächste Generation des populären CAN-Standards. Da CAN die Grenzen der Bandbreite für Übertragungen erreicht, bietet der CAN FD höhere Bit-Raten und eine größere Anzahl von Datenpaketen. Der CAN FD erreicht mit einer Bit-Rate bis zu 10 MBit/s eine deutlich höhere Übertragungsrate als der klassische CAN mit maximal 1 MBit/s. Die Datenpakete des CAN FD können aus bis zu 64 Bytes bestehen, während beim CAN nur 8 Bytes möglich sind.

Der CAN FD Trigger und Decoder ist für eine breite Palette von Oszilloskopen des Herstellers Teledyne LeCroy erhältlich und wird mit einem US-Listenpreis von 2990 Euro angeboten. Anwender, die bereits über einen klassischen CAN Trigger und Decoder verfügen, können ihr System auf den CAN FD Trigger und Decoder aufrüsten.

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