ce Distribution CAE-Software für den Component Engineer

Redakteur: Margit Kuther

Die Zeitspanne, bis ein Produkt auf den Markt kommt, wird immer kürzer. Zudem werden die Produkte komplexer. Das Component Engineering gewinnt daher für Entwickler immer mehr an Bedeutung. Eine spezielle CAE-Software kann die Arbeit erheblich erleichtern.

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Component Engineering befasst sich mit der Auswahl, der Qualifizierung, der Freigabe, der Dokumentation und der Verwaltung aller Bauelemente und Komponenten, die zur Herstellung einer elektronischen Schaltung oder eines Endgerätes benötigt werden.

Die Weichen für den Erfolg werden am Anfang einer Entwicklung gestellt

Bereits bei der Bauelementeauswahl zu Entwicklungsbeginn werden die entscheidenden Weichen für den Erfolg gestellt. Wird hier die richtige Auswahl getroffen, kann dies die Folgekosten erheblich reduzieren. Jeder, der bereits ein Redesign durchführen durfte, weil Bauelemente nicht mehr verfügbar waren, kann dies bestätigen.

Doch mit der Bauelementeauswahl alleine ist es nicht getan. Einmal auf der Stückliste oder im Stammdatensatz (Preferred Part List), muss jedes Bauelement in regelmäßigen Abständen überwacht werden.

Diese Forderung lässt sich manuell oder mit ungeeigneten Systemen nicht bewältigen, weshalb man sich hier vielerlei Insellösungen bedient: Obsolescence-Management-Systeme (OMS) werden ebenso eingesetzt wie Component Information Systems oder Alert-Programme. Auch Excel-Tabellen erfreuen sich großer Beliebtheit und werden rege zwischen den Betroffenen (Entwicklung, Fertigung, Einkauf, Disposition, Distributor, Hersteller, Kunde, etc.) ausgetauscht. Synchronisationsprobleme sind bei diesen Vorgehensweisen unvermeidlich.

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Die Aufgaben eines Component Engineers

Component Engineers sind meist entweder Generalisten oder Spezialisten. Als Generalisten haben sie Sachkenntnis über einen weiten Bereich von elektronischen Bauelementetypen (Halbleiter, passive Bauelemente, Steckverbinder, Elektromechanik, etc.). Der Component Engineer als Spezialist betreut nur eine sehr spezielle Untergruppe von Bauelementen wie Mikrocontroller oder Speicher. Die Verantwortlichkeit bezieht sich jedoch in der Regel über die gesamte Lebenszeit des Endprodukts.

Component Engineering ist typischerweise kein Fach, das an der Universität gelehrt wird. Oft wird man über Umwege zum Component Engineer. Und das zeichnet einen guten Component Engineer aus: Die besten Component Engineers haben tiefgehendes Wissen und viel Erfahrung über Material, Entwicklung und Herstellung der Komponenten für die sie als Experten gelten. Halbleiter-CEs kommen oft von Halbleiterherstellern und bringen Erfahrung und Hintergrundwissen über IC-Design, Prozess- und Fertigungstechnologie oder Test- und Zuverlässigkeitsstudien mit. Zudem haben viele Erfahrung in Entwicklung und Test, etwa auf Platinen- oder Systemebene.

Was machen Component Engineers?

Typische Geschäftsprozesse und Aufgaben vor und währen der Entwicklung, bei denen der Component Engineer eine führende Rolle einnimmt, sind etwa die Auswahl und Qualifikation von Bauelementen und Lieferanten und die Analyse von Stücklisten. Dazu gehört auch das Überprüfen, ob gesetzlichen Vorgaben, etwa RoHS, Reach, etc., eingehalten wurden. Weitere Aufgaben eines CEs sind die frühzeitige Identifikation von Risiken und entsprechende Problemlösungen, das Erstellen und Verwalten von Spezifikationen für den Einkauf, die Bauelementeberatung (Entwicklung, Einkauf, Produktion) sowie das Erstellen von Zuverlässigkeitsstudien.

Ist ein Produkt für die Fertigung frei gegeben, wird es vom Component Engineer weiterhin unterstützt. Auch hier sind die Aufgaben äußerst vielschichtig. Dazu zählt etwa die Überwachung, ob Umweltvorschriften eingehalten werden, die PCN/EOL-Überwachung und Unterstützung, Second-Sourcing, die Bauelemente Failure Analysis und / oder die Problem-Lösung mit der 8-D Methode sowie das Auffinden von Bauelementen, die sich schwer beschaffen lassen.

Da Component Engineers oft auch Mitglieder oder Leiter von Teams sind, haben sie sich zudem mit folgenden Aufgaben zu befassen: Auffinden und Einführen neuer potenzieller Lieferanten, Vertragsverhandlungen mit Schlüssellieferanten und Erstellen von Lieferanten- und Einkaufstrategien, Erstellen von Strategien über Produkt-Lebenszyklus versus Bauelemente-Lebenszyklus. Sie entwickeln interne Teilenummernsysteme und sind zuständig für die strategische Planung rund um die Bauelemente (commodities). Desweiteren zählt die Identifikation und Qualifizierung von Entwicklungs- oder Design-Service-Anbietern sowie das Erstellen von Qualitäts- und Überwachungsprozeduren hinzu.

Die CAE-Software Caps Connect vereinfacht das Component Engineering

Ce Distribution bietet mit Caps Connect von Partminer erstmals eine integrierte CAE-Lösung an, die all diesen Aufgabenstellungen gerecht wird. Die CAE-Software Caps Connect wurde speziell für die Elektronikindustrie und das Component Engineering entwickelt, um unternehmensweit interne Daten über elektronische Bauelemente zu optimieren. Denn Caps Connect kann über die Standard-Programmier-Schnittstelle ODBC auf alle kommerziell verfügbaren Datenbanken zugreifen.

Der Benutzer kann mit Caps Connect die Daten von Bauelementen aktualisieren und bereinigen, die typischerweise in vielfältigen unternehmensspezifischen Management-Systemen zum Zwecke der Berichterstattung, Analyse und Entscheidungsfindung enthalten sind. Wie effizient solche Systeme sind, hängt stark von der Qualität der darin enthaltenen Daten ab. Oft ergeben sich jedoch durch ungenaue oder unvollständige Informationen kostenintensive Auswirkungen. Und hier setzt Caps Connect an. Denn es löst genau dieses Problem, indem es Informationen aus einer Vielzahl von internen und externen Datenquellen zusammenstellt. Dazu zählen auch die Inhalte der Impart-Datenbank (früher Caps genannt) und Echtzeit-Suchergebnisse von den Web-Seiten der Komponentenhersteller, sei es direkt oder über die Suchmaschine Google.

Mit Caps Connect genau die Daten auswählen, die benötigt werden

Für die Suche sind Web-Anwendungen äußerst angenehm, doch sie bieten keine Möglichkeit, Datenquellen, die sich etwa lokal auf dem PC befinden, dynamisch zu betrachten. Caps Connect ist die einzige Produktoptimierungs-Anwendung in der Industrie, die es dem Anwender erlaubt, Daten, die in jeder Organisation vorliegen, maßgeschneidert aufzubereiten, ohne Java oder Datenbank-Schnittstellen zu benötigen. Caps Connect bindet die Impart-Datenbank mit ein und bietet so die Möglichkeit, Cross-Referenz-Informationen aus Impart direkt in die Tabelle mit den originalen Teilenummern zu übertragen. Diese alternativen Bauelemente können damit sofort gegen eine interne Datenquelle verglichen werden, um herauszufinden, welche Ersatztypen gegebenenfalls bereits freigegeben oder von strategischer Bedeutung für die Firma sind. Desweiteren kann Caps Connect Obsolete-Informationen der Impart-Datenbank abgreifen, einschließlich verfügbarer Last-time-buy- und Last-time-ship-Daten.

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Caps Connect auf einen Blick

Der heutige Trend zum Outsourcen hat Partminer zu einer Lösung veranlasst, die es den Component Engineers oder anderen Supply-Chain-Spezialisten ermöglicht, die notwendigen Daten extern zu beziehen und zusätzlich unterschiedlichste interne Datenquellen mit einzubeziehen. Entstanden ist die CAE-Software Caps Connect, die weder zusätzliche Hardware noch IT-Unterstützung erfordert. Sie erlaubt unmittelbaren Zugriff auf Datenquellen innerhalb und außerhalb der Firewall. Eine schnelle und funktionelle Oberfläche, als CAE-System für Component Engineers entwickelt, bietet eine vollständige Quelle an Bauelementeinformationen und hält nützliche Werkzeug zur Bereinigung von Stücklisten bereit. Im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit hat die Ce Distribution exklusiv die Vertriebsrechte der Caps-Datenbank und der zugehörigen Produkte für die Region Zentral- und Osteuropa der amerikanischen Partminer-Information-Services erworben.

Kundenspezifische Anpassungen der Teilenummern

Ältere Systeme haben Einschränkungen bezüglich der erlaubten Zeichen und Sonderzeichen. Viele Teilenummern wurden um ungültige Zeichen erweitert, oder Informationen wurden an die Teilenummer angehängt. Caps Connect enthält ein leistungsstarkes, anpassbares Modul, das automatisch unterschiedliche Variationen der Teilenummer in den verschiedenen Suchmaschinen durchspielt, um die größtmögliche Übereinstimmung bei Bauteilen zu erhalten, deren Bezeichnung unvollständig oder mit ungültigen Nachsilben behaftet sind.

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