Cybersicherheit BSI warnt vor weiterem Einsatz alter Exchange-Server

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Unternehmen, die E-Mails, Kalender, Kontakte und Aufgaben selbst hosten wollen, also on-premises, statt über Cloud-Dienste, nutzen dafür Microsoft Exchange Server. Kürzlich endete der Support für 2016er‑ und 2019er-Versionen. Das BSI warnt deswegen und mahnt Umstellungen an.

Das BSI warnt vor der weiteren Verwendung von veralteten Microsoft Exchange Servern, die nicht mehr unterstützt werden.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Das BSI warnt vor der weiteren Verwendung von veralteten Microsoft Exchange Servern, die nicht mehr unterstützt werden.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Für Microsoft Exchange Server 2016 und 2019 ist der Support Mitte Oktober 2025 ausgelaufen, und das bedeutet, dass es keine Sicherheitsupdates mehr gibt. Solche Exchange-Server sind das kommunikative Rückgrat vieler IT-Infrastrukturen in Unternehmen, die E-Mail-Verkehr, Kalender, Termine, Kontakte und oft auch mobile Synchronisation lieber selbst hosten, als das über etwa Microsoft 365 zu lösen. Wenn ein solches System kompromittiert wird, kann ein Angreifer direkten Zugriff auf interne Kommunikation, personenbezogene Daten und Netzwerke erlangen.

Deswegen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am 28. Oktober 2025 eine Warnung bezüglich der Gefährdung zehntausender Exchange-Server ausgesprochen. Laut BSI sind weiterhin über 30.000 dieser veralteten Systeme in Deutschland aktiv und über das Internet erreichbar. Betroffen sind nicht nur Unternehmen, sondern auch Behörden, Kommunen und Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser. Das BSI warnt, dass diese Installationen dauerhaft verwundbar bleiben und ruft Verantwortliche zum sofortigen Handeln auf. Ein erfolgreicher Angriff könne zur vollständigen Kompromittierung des Netzwerks führen. Das Amt empfiehlt dringend die Umstellung auf aktuelle Versionen oder Alternativen.

Thomas Caspers, Vizepräsident des BSI, dazu: „Wer trotz Hinweisen des Herstellers und ausreichender Vorlaufzeit Software einsetzt, die keine Sicherheitsupdates mehr erhält, handelt schlicht fahrlässig. Wenn für diese Software Schwachstellen entdeckt werden – und damit ist leider jederzeit zu rechnen –, sind die Daten der Unternehmen und Organisationen Cyberangriffen schutzlos ausgeliefert. Hier ist schnelles und konsequentes Handeln der Verantwortlichen erforderlich!“ (sb)

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