Quantensensorik Bosch und Element Six gründen gemeinsam Bosch Quantum Sensing

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Im Feld der Quantensensorik forscht Bosch bereits seit zehn Jahren, jetzt gründet das Unternehmen mit Element Six, Lösungsanbieter für synthetische Diamanten das Gemeinschaftsunternehmen Bosch Quantum Sensing.

Siobhán Duffy, CEO von Element Six, und Katrin Kobe, Geschäftsführerin von Bosch Quantum Sensing.(Bild:  Jan Potente . tel. 01782133550)
Siobhán Duffy, CEO von Element Six, und Katrin Kobe, Geschäftsführerin von Bosch Quantum Sensing.
(Bild: Jan Potente . tel. 01782133550)

Die Forschung im Bereich der Quanten wird bereits seit Jahrzehnten vorangetrieben, unter anderem von Bosch. Von kaum einem anderen Technologiethema wird sich derzeit so viel versprochen. Unternehmen und Staaten versprechen sich davon magische Rechenpower, unknackbare Sicherheit und den nächsten Technologiesprung. Wer heute in Quanten investiert, hofft auf Zukunftsvorsprung und technologische Unabhängigkeit. 

Die Realität hinkt noch weit hinterher und echte Anwendungen sind rar, vieles bleibt Forschungsprojekt. Dennoch will niemand riskieren, den Anschluss an den vielversprechenden Quantenzug zu verpassen. Entsprechend kündigen die Unternehmen Bosch und Element Six die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens an. Bosch Quantum Sensing ist vormals aus einem Bosch-Start-up hervorgegangen und beschäftigt am Standort Ludwigsburg rund 30 Mitarbeiter. Die nötigen behördlichen Genehmigungen vorausgesetzt, wird Element Six künftig 25 Prozent der Anteile an Bosch Quantum Sensing halten. Weitere finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.

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Diamanten von der Stange

Element Six wird dann synthetisch hergestellte Diamanten in industriell relevanter Menge und Qualität liefern, mit denen in Quantensensoren, die auf diesen Diamanten basieren, kleinste Magnetfelder messen können. „Gemeinsam mit Element Six wollen wir Quantensensoren wirtschaftlich und industriell skalierbar machen. Somit schaffen wir die Grundlage für innovative Anwendungen, die neue Maßstäbe in Präzision und Effizienz setzen werden“, so Katrin Kobe, Geschäftsführerin von Bosch Quantum Sensing.

Bosch will mit seinem Quantensensor zeigen, wo die Reise hingeht: Smartphone-groß, extrem empfindlich und perspektivisch einsetzbar für Navigation ohne GPS, Bodenschatzsuche oder medizinische Diagnostik. Langfristig will Bosch die Technik so weit schrumpfen, dass sie auf einen Chip passt – für günstige, portable Anwendungen in Serie. (sb)

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