Konsolidierung im europäischen EMS-Markt BMK Group und Hanza schließen sich für europäische Resilienz zusammen

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Die BMK Group und der schwedische Fertigungsdienstleister Hanza bündeln ihre Kräfte. Beide Unternehmen sprechen von einem wichtigen Schritt zur Stärkung der europäischen Industrie.

BMK Group und Hanza schließen sich für europäische Fertigungsresilienz zusammen.(Bild:  BMK/Hanza)
BMK Group und Hanza schließen sich für europäische Fertigungsresilienz zusammen.
(Bild: BMK/Hanza)

Wie die BMK Group und das schwedische Unternehmen Hanza am 15. Oktober 2025 mitteilen, schließen beide Parteien eine strategische Partnerschaft. Die Kommunikation unterscheidet sich jedoch in der Bezeichnung: Während BMK von einer „Fusion“ spricht, bezeichnet Hanza die Transaktion als „Akquisition“. „Die Transaktion erfolgt über einen Aktientausch auf Basis einer relativen Bewertung, wobei BMK mit 27 Prozent des fusionierten Unternehmens bewertet wird“, heißt es vonseiten Hanza. „BMK wurde 1994 von drei Unternehmern gegründet, die nun ihre Anteile an Hanza verkaufen.“

Die Transaktion soll voraussichtlich zum Jahreswechsel abgeschlossen werden. Zuvor muss eine außerordentliche Hauptversammlung im November 2025 die Ausgabe von rund 17 Millionen Aktien an die Verkäufer genehmigen. Zudem stehen noch behördliche Zustimmungen und weitere übliche Abschlussbedingungen aus.

Mit dem Zusammenschluss entsteht einer der größten europäischen Anbieter für Electronic Manufacturing Services (EMS). Ziel ist es, die Wertschöpfungskette von Elektronik- und Mechanikfertigung über Design bis zu Systemintegration und Logistik enger zu verzahnen. Hanza will mit dem Schritt die Präsenz in Zentraleuropa stärken, BMK wiederum erhält Zugang zu einem internationalen Produktionsnetzwerk mit mehr als 2.500 Mitarbeitern.

Unterschiedliche Darstellung desselben Schritts

In der offiziellen Mitteilung betont BMK, dass es sich nicht um einen Verkauf, sondern um einen strategischen Zusammenschluss handle, bei dem die bisherigen Strukturen und Standorte bestehen bleiben. Die Gründer und Geschäftsführer sollen weiterhin eine aktive Rolle im Unternehmen spielen.

Hanza hingegen beschreibt den Schritt in seiner Pressemeldung als Akquisition und verweist darauf, durch die Übernahme der BMK Group zum größten börsennotierten europäischen Auftragsfertiger zu werden.

Nach Angaben beider Seiten soll die Integration schrittweise erfolgen und die Marke BMK langfristig fortbestehen.

Fokus auf Wachstum und europäische Resilienz

Beide Unternehmen betonen, dass der Zusammenschluss vor allem der Stärkung europäischer Produktionskapazitäten dient. Durch die Bündelung von Know-how und Lieferketten wollen BMK und Hanza die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber außereuropäischen Anbietern erhöhen.

Mit dem Zusammenschluss setzt sich die Konsolidierung im EMS-Markt fort – und verdeutlicht, dass Kooperationen zwischen mittelständischen und börsennotierten Fertigungsdienstleistern zunehmend als strategischer Weg gesehen werden, um Skaleneffekte und technologische Tiefe in Europa zu sichern. (sb)

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