Abschied eines Mitgründers Bihl+Wiedemann jetzt ohne Bernhard Wiedemann

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Über drei Jahrzehnte prägte Bernhard Wiedemann als Mitgründer und technischer Leiter das Profil von Bihl+Wiedemann und verlässt nun das Unternehmen. Was bedeutet das für Führung, Struktur und Ausrichtung der Firma?

Bernhard Wiedemann (links) bekommt von Jochen Bihl ein besonderes Abschiedsgeschenk: einen eigens gefertigten ASi Master als Symbol ihrer langjährigen Erfolgsgeschichte.(Bild:  Bihl+Wiedemann)
Bernhard Wiedemann (links) bekommt von Jochen Bihl ein besonderes Abschiedsgeschenk: einen eigens gefertigten ASi Master als Symbol ihrer langjährigen Erfolgsgeschichte.
(Bild: Bihl+Wiedemann)

Bernhard Wiedemann war nicht nur Namensgeber, sondern über Jahrzehnte technischer Kopf und Mitgestalter von Bihl+Wiedemann. Seit der Gründung 1992 führte er das Unternehmen gemeinsam mit Jochen Bihl. Als Entwicklungsleiter prägte er zentrale technologische Entscheidungen, von den ersten ASi-Mastern bis zur jüngsten ASi-5-Safety-Generation. Nun verabschiedet er sich ins Privatleben.

„Ich übergebe ein stabiles, innovationsstarkes Unternehmen – und freue mich zu sehen, wie es weiterwächst“, lässt sich Wiedemann auf der Website der Firma zitieren.

Der Generationswechsel wurde langfristig vorbereitet: Bereits 2019 hatte Wiedemann begonnen, sich schrittweise aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen. Die technische Leitung übernimmt nun Carsten Ruhm, langjähriger Vize im Entwicklungsteam. Die Vertretung in der technischen Kommission von AS-International geht an Christian Kraus.

Jochen Bihl führt allein: Familienstruktur bleibt erhalten

Mit dem Ausscheiden Wiedemanns übernimmt Jochen Bihl allein die Geschäftsführung. Damit endet die jahrzehntelange Doppelspitze der Gründer. An der Eigentümerstruktur ändert sich ebenfalls etwas: Die Anteile von Wiedemann gehen vollständig an die Familie Bihl über.

Mit Marten Bihl, der seit mehreren Jahren als CIO zentrale IT- und Digitalisierungsthemen verantwortet, ist auch die nächste Generation in die Unternehmensleitung eingebunden. Der Verbleib in Familienhand sichert kurze Entscheidungswege und stärkt das Profil als mittelständischer Anbieter, ist auf der Website zu lesen.

Technische Meilensteine unter Wiedemanns Leitung

Als technischer Leiter prägte Bernhard Wiedemann die Entwicklung des Unternehmens über Jahrzehnte hinweg. 1995 brachte Bihl+Wiedemann den ersten zertifizierten ASi-Master auf den Markt. 2019 folgte die Markteinführung der ersten ASi-5-Geräte, 2022 dann die weltweit ersten ASi-5-Safety-Komponenten. Mit diesen lässt sich Sicherheits- und Standardsignaltechnik erstmals unter einer gemeinsamen Adresse kombinieren.

Die Kontinuität in der Entwicklung ist gesichert: Mit Ruhm und Kraus rücken erfahrene Mitarbeiter nach, die die bisherigen Fortschritte aktiv mitgestaltet haben.

Internationalisierung und Kundennähe im Fokus

Bihl+Wiedemann ist heute international aufgestellt: Tochtergesellschaften in den USA, China, Dänemark und der Türkei sowie Vertriebspartner in mehr als 30 Ländern sichern die globale Präsenz. Gleichzeitig betont das Unternehmen seine mittelständische Struktur und Kundennähe.

„Diese Kontinuität im Denken und Handeln ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmens-DNA“, sagt Jochen Bihl. „Mein besonderer Dank gilt Bernhard – für 33 Jahre Partnerschaft, seine visionäre Entwicklungsarbeit und sein langjähriges, prägendes Wirken." Der Generationswechsel ist abgeschlossen, der Kurs bleibt.

 (mc)

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