Drahtlose Sensornetze

Bidirektionale Kommunikation für Funksensoren

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Sehr geringer Stromverbrauch

Im Hinblick auf besonders Strom sparende Applikationen erhielt der ASIC neben dem normalen Arbeitsspeicher mit 2 KByte ein spezielles RAM mit 32 Byte, das zum Halten von Daten und zum Zwischenspeichern von Messwerten in den Schlafmodi des Moduls lediglich 5 nA benötigt.

In Verbindung mit dem Wakeup-Timer liegt der Stromverbrauch des EO3000I im Tiefschlaf-Modus bei 80 nA. Wird das ASIC zusätzlich mit einem Uhrenquarz betrieben, benötigt der „Flywheel Sleep Mode“ mit 500 nA ebenfalls noch sehr wenig Strom. Auch die verschiedenen Betriebsmodi sind auf geringsten Stromverbrauch getrimmt.

Damit ist erstmals der energieautarke Einsatz von bidirektionalen Funksensoren und -aktoren möglich. So lässt sich beispielsweise mit sehr geringem Beschaltungsaufwand ein bidirektionaler, batterieloser Raumtemperatur-Sensor realisieren, der nach dem Sendetelegramm mit der Messwertübermittlung (zum Beispiel Temperatur und Feuchtigkeit) ein Telegramm zur Sollwert-Korrektur nebst aktueller Uhrzeit empfangen kann.

Unkomplizierte Programmierung

Der Dolphin-Chip wurde im Hinblick auf die möglichst flexible Entwicklung von Hersteller-übergreifenden Funkmodulen und System-Applikationen mit einem komfortablen Betriebssystem samt Programmierschnittstelle (API) ausgestattet. Verschiedenste anwenderspezifische Funktionen lassen sich mit einem C-Programm realisieren – tiefergehende Mikrocontroller-Erfahrungen und ein Studium von Registereinstellungen werden nicht mehr benötigt.

Bild 4: Passend zum ASIC bietet EnOcean ein Betriebssystem mit Programmierschnittstelle (API), das über eine Vielzahl von Software-Modulen (im Bild helblau) verfügt (Archiv: Vogel Business Media)

Die API enthält nebem dem Protokollstack für die EnOcean-Funkübertragung auch Funktionen zur Kontrolle des Energiemanagements, zur Timer-Steuerung oder zum Zugriff auf die beiden Arbeitsspeicher.

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