Taiwanischer Chipfertiger Bericht: Hinweise für TSMC-Werk in Dresden verdichten sich

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Das Handelsblatt will aus Regierungskreisen erfahren haben, das der weltweit größte Chipauftragsgfertiger TSMC mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Werk in Dresden bauen wird.

Kommt TSMC oder nicht? Seit Monate gibt es Spekulationen, ob TSMC eine primär auf den Bedarf des europäischen Marktes ausgerichtete Chipfabrik in Dresden errichtet. Fakt ist, dass der europäische Markt wichtig für das Unternehmen ist, und TSMC mit einer solchen Produktionsstätte deutlich näher an seinen Kunden agieren könnte.(Bild:  TSMC)
Kommt TSMC oder nicht? Seit Monate gibt es Spekulationen, ob TSMC eine primär auf den Bedarf des europäischen Marktes ausgerichtete Chipfabrik in Dresden errichtet. Fakt ist, dass der europäische Markt wichtig für das Unternehmen ist, und TSMC mit einer solchen Produktionsstätte deutlich näher an seinen Kunden agieren könnte.
(Bild: TSMC)

Der taiwanische Chiphersteller TSMC steht nach einem Medienbericht kurz vor der Entscheidung für eine Ansiedlung in Dresden. Bei der Vorstandssitzung des Unternehmens an diesem Dienstag solle voraussichtlich der Beschluss fallen, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Regierungskreise. Alle Formalitäten seien geklärt. Das Bundeswirtschaftsministerium wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Der Bund hat laut „Handelsblatt“ zugesagt, den Fabrikbau mit fünf Milliarden Euro zu unterstützen, und zwar aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) des Bundes. TSMC will in Dresden demnach vornehmlich Chips für die Automobilindustrie produzieren. Aus Kreisen der Bundesregierung hieß es, die Ansiedlung von TSMC sei ein enorm wichtiges Zeichen. TSMC will das Werk demnach in einem Gemeinschaftsunternehmen mit den Partnern Bosch, Infineon und NXP betreiben.

Bedenken wegen fehlender Fachkräfte in Deutschland

Vollständig in trockenen Tüchern ist das Projekt allerdings noch nicht: Noch Anfang Juni hatte der taiwanische Chipfertiger Besorgnisse über bestimmte Fragen, etwa die Lieferketten in Deutschland und die Verfügbarkeit von Fachkräften, geäußert: „Bezüglich dieser zwei Fragen gibt es tatsächlich Lücken“, sagte TSMC-Verwaltungsratschef Mark Liu auf einer Gesellschafterversammlung. Deutsche Studenten könnten nach Taiwan entsendet werden, um sie dort in den betreffenden Feldern auszubilden.

Inwieweit diese Bedenken mittlerweile ausgeräumt sind, ist unklar. Sollte der TSMC-Vorstand grünes Licht geben, könnte das Unternehmen mit der Bundesregierung eine Absichtserklärung über die Förderung unterschreiben. Die endgültige Entscheidung über die Förderung müsste dann die EU-Kommission treffen. (me)

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