Kleiner 5% relative Feuchte Bauelemente und -gruppen dynamisch und kontrolliert unter JEDEC-Bedingungen lagern

Redakteur: Claudia Mallok

Gehäuse ICs und BGAs sind besonders feuchteempfindlich und müssen in kontrolliert, trockener Atmosphäre gelagert werden, um den Popcorn-Effekt beim Löten zu verhindern. Rohde & Schwarz hat sich für das innovative Trockenlagersystem MEGAsys Dry entschieden. Das dynamische Lagersystem ermöglicht nicht nur die Aufbewahrung von Komponenten und Baugruppen bei einer relati-ven Feuchte unter 5%, sondern auch Prozessverbesserungen, da zentral im Fertigungsumfeld gelagert wird.

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Die Rohde & Schwarz-Firmengruppe mit Hauptsitz in München entwickelt, produziert und vertreibt seit 70 Jahren Geräte und Systeme der Kom-munikations-, Informations- und Messtechnik schwerpunktmäßig Mobilfunktechnik, Rundfunktechnik, allgemeine und HF-Messtechnik, Überwachungs- und Ortungstechnik, Funkkommunikation sowie Systeme für die Kommunikationssicherheit. Rohde & Schwarz hat Vertretungen und Repräsentanzen in über 70 Ländern und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 03/04 weltweit mit ca. 6150 Mitarbeitern einen Umsatz von 941 Mio. Euro.

In der Elektronikfertigung hat Rohde & Schwarz das innovative Trockenlagersystem MEGAsys Dry eingeführt. In diesem System werden feuchte und schmutzempfindliche, Bauelemente und Ersatzteile für Baugruppen für die Automobilindustrie unter trockener Atmosphäre kleiner 5% relative Feuchte eingelagert und das für eine Zeitspanne von drei bis maximal 10 Jahren.

Konstante Feuchte von 5% verlangsamt Alterungsprozess

„Bisher haben wir die Bauteile in Stickstoffboxen gelagert, mit 15% Feuchtigkeit und einem hohen Stickstoffverbrauch“, schildert Othmar Muhr, Leiter der Baugruppenfertigung bei Rohde & Schwarz, „Mit der Einführung von MEGAsys können wir nun problemlos eine konstante Feuchte von 5% einhalten.“ Muhr: „Die Vorgaben für Feuchtigkeit wurden sogar noch unterschritten.“ Das Altern der Teile werde somit wirkungsvoll verhindert.

Mit der Entscheidung für MEGAsys Dry ging zugleich eine Prozessverbesserung in der Fertigung einher: Die Lagerung erfolgt nun zentral im Produktionsumfeld. Damit wird der Zugriff beschleunigt. „Das war wichtig, schließlich müssen wir die Verarbeitungszeiten an den Maschinen einhalten“, ergänzt Othmar Muhr.

Ein weiterer Anspruch, den es bei der Installation zu erfüllen galt: Die Lagerung der Teile wird exakt dokumentiert, um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten (Traceability). Damit sichert sich Rohde & Schwarz gegen Schadensersatzansprüche bei Unfällen ab.

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