WLAN Ethernet Port Adapter Automatisierungskomponenten in WLANs integrieren

Autor / Redakteur: Von Dipl.-Ing. Jürgen Weczerek* / Jan Vollmuth

Industrielle Automatisierungskomponenten verfügen selten über ein eingebautes WLAN-Interface. Daher muss die Funktion des WLAN-Client mittels WLAN-Ethernet-Port-Adapter nachgerüstet werden. Mit dem neuen industriellen WLAN Ethernet Port Adapter FL WLAN EPA stellt Phoenix Contact ein entsprechendes Client-Modul zur Verfügung.

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Wireless-LAN-Netzwerke (WLAN) ermöglichen mobile Anwendungen, bieten eine hohe Flexibilität und reduzieren im Fall einer nachträglichen Integration von Maschinen in das Anlagennetzwerk oder bei häufigen Umbauten die Installationskosten. Deshalb wird die drahtlose WLAN-Kommunikation immer öfter in der industriellen Automation genutzt. Da jedoch nur wenige Automatisierungskomponenten über eine WLAN-Schnittstelle verfügen, steht der Anwender vor der Herausforderung das fehlende Interface einfach und kostengünstig nachzurüsten.

Der Begriff Wireless Local Area Network (WLAN) bezeichnet funkbasierte lokale Netzwerke, die gemäß IEEE 802.11 international standardisiert sind und im lizenzfreien 2,4-GHz- oder 5-GHz-ISM-Frequenzbereich arbeiten. WLAN ist speziell für den transparenten Austausch von Ethernet- und IP-Protokollen entwickelt worden, so dass auch Industrial-Ethernet-Standards wie Profinet ohne Anpassung übertragen werden können. Die Spreizung des Sendesignals auf eine Brandbreite von etwa 22 MHz stellt dabei die zuverlässige Kommunikation – da robust gegenüber Störeinflüssen – auch unter rauen Industriebedingungen sicher. Je nach Qualität des Übertragungskanals können mit WLAN 802.11g/a Datenraten von bis zu 54 MBit/s brutto erreicht werden.

Bild 1: Der WLAN Ethernet Port Adapter FL WLAN EPA verbindet Automatisierungsmodule wie Steuerungen oder I/O-Stationen mit dem WLAN-Netzwerk (Archiv: Vogel Business Media)

Weitere Vorteile des Funkstandards liegen in der großen Anzahl an Netzwerkteilnehmern und der beliebig erweiterbaren Netzwerkausdehnung. Mit Hilfe mehrerer Access Points lassen sich überlappende Funkfelder aufbauen, in denen sich die Teilnehmer aufgrund der automatischen Roaming-Funktion frei bewegen können. Geräte, die mit einem WLAN-Netzwerk verbunden werden sollen, benötigen allerdings eine WLAN-Client-Schnittstelle (Bild 1).

WLAN-fähige Automatisierungsmodule

Industrielle Automatisierungskomponenten verfügen heute zumeist über einen Ethernet-Anschluss, selten jedoch über ein eingebautes WLAN-Interface. Daher muss die Funktion des WLAN-Client mittels eines WLAN Ethernet Port Adapters nachgerüstet werden. Der WLAN-Client ist nicht nur ein Signalumsetzer von Kupfer- auf Funktechnik, sondern für alle Funktionen des WLAN-Netzwerks verantwortlich. Dazu gehören die automatische WLAN-Netzwerkanmeldung, die Datensicherheit gemäß IEEE 802.11i und das Roaming zwischen den Access Points.

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