Automatisierte Testabläufe Haptischer Test kombiniert mit einer Akustikanalyse

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Entwickler von Göpel electronic haben einen automatisierte Roboteranlage für Haptiktest und Akustikanalyse entwickelt. Das hilft nicht nur Kunden, sondern die eigenen Entwickler lernen für weitere Projekte.

Automatisierter Prüfzyklus in einer Roboterzelle: Hier erfolgt ein automatisierter Haptiktest sowie eine Akustikanalyse.(Bild:  Göpel electronic)
Automatisierter Prüfzyklus in einer Roboterzelle: Hier erfolgt ein automatisierter Haptiktest sowie eine Akustikanalyse.
(Bild: Göpel electronic)

Wenn man auf einer Messe unterwegs ist und nach guten Anwendungen und Produkten sucht, dann ist ein Indikator die Anzahl der Besucher an einem Messestand. Auf der Automotive Testing Expo in Stuttgart trifft das auf Göpel electronic zu. Denn das Unternehmen präsentierte seine Roboteranlage, um automatisierte Testabläufe zu veranschaulichen.

Denn Testautomatisierung ist das Werkzeug, mit dem sich Effizienz und Zuverlässigkeit im Produktlebenszyklus untersuchen lassen. Beim Testen müssen die Entwickler immer komplexere Anforderungen berücksichtigen und in Hard- und Software umsetzen.

Automatisierter Prüfzyklus für Infotainment-Anwendungen

Die von Göpel electronic vorgestellte Roboteranlage zeigt einen vollautomatischen Testzyklus für Infotainment-Anwendungen. Doch was steckt alles in einem automatisierten Prüfablauf? Ein Blick in die Anlage verrät es: Sie beherbergt einen Roboter mit haptischem Finger inklusive Sensorik sowie eine Kamera zur optischen Verifikation.

Als Prüfling dient ein Display aus dem Cockpit eines Fahrzeugs. Die Ansteuerung des Displays erfolgt über eine umfangreiche Restbussimulation in Verbindung mit einer generischen Bildquelle. Zum Einsatz kommen der Video Dragon, die Multibus-Kommunikationscontroller der Serie 62 sowie softwareseitig die Software-Toolketten Net2Run und Dragon Suite.

Haptiktest und Akustikanalyse sind wichtiges Werkzeug

„Eine hunderprozentige Qualiät beim Testen von Bauelemente ist notwendig, um mögliche Fehler zu erkennen“, sagt Daniel Wolschendorf.(Bild:  Göpel electronic)
„Eine hunderprozentige Qualiät beim Testen von Bauelemente ist notwendig, um mögliche Fehler zu erkennen“, sagt Daniel Wolschendorf.
(Bild: Göpel electronic)

Durch die haptische Bedienung des Displays mit einem Roboterfinger und integrierter Kraft-Weg-Messung können definierte Benutzereingaben simuliert werden. Ergänzt wird der Aufbau durch das Stand-alone-Gerät Sound Checker, das eine Analyse der Akustik in Kombination mit Körperschallsensoren eine Bewertung des haptischen Feedbacks der Displayoberfläche ermöglicht.

Der automatisierte Haptiktest und die damit verbundene Akustikanalyse sind für die Automobilhersteller ein wichtiges Werkzeug, um den späteren Nutzern eine optimale Bedienung der Bediengeräte zu ermöglichen. „Nur wenn wir eine hundertprozentige Qualität beim Testen der verschiedenen Bedienelemente bieten, können wir mögliche Fehler oder technologische Unsicherheiten erkennen, beheben und entsprechende Schlechtteile in der Serie aussortieren“, sagt Daniel Wolschendorf. Er ist verantwortlicher Projektleiter für EOL-Prüfsysteme bei Göpel electronic.

Wichtige Impulse für die Weiterentwicklung

Die Produkte werden ständig weiterentwickelt: „Wir lernen anhand unserer Entwicklungen und bekommen wertvolle Impulse und Ideen.“(Bild:  Göpel electronic)
Die Produkte werden ständig weiterentwickelt: „Wir lernen anhand unserer Entwicklungen und bekommen wertvolle Impulse und Ideen.“
(Bild: Göpel electronic)

Mit solch einem Setup können die Experten von Göpel electronic allerdings nicht nur zeigen, was aktuell technisch möglich ist. Vielmehr geht es auch darum, die Produkte ständig weiterzuentwickeln.

Das bestätigt auch Jens Münzberg. Er ist Leiter Entwicklung Automotive Standardprodukte: „Der Einsatz der eigenen Produkte für den Test von Kamera- und Display-Applikationen sowie die Nutzung unserer Restbussimulationen in eigenen Komplettsystemen, wie hier im multifunktionalen Robotik-Setup gezeigt, liefert wertvolle Impulse und Ideen für die Weiterentwicklung dieser Produkte. Davon profitieren Anwender der Systeme im gleichen Maße wie Hersteller von Komplettsystemen, die seit Jahren die Flexibilität und Modularität unserer Lösungen schätzen.“

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