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Händler-Software ist der Schlüssel
Der Fahrzeughersteller Fiat Chrysler, zu dem auch Jeep gehört, hat allerdings sehr wohl eine Vorstellung, wie die Diebe vorgehen. Demnach verwenden die sehr wahrscheinlich „Händler-Software um einen neuen Schlüssel im Auto-Computer zu autorisieren.“
Es wäre möglich, dass jemand mit Zugang zur Händler-Website die Diebe unterstützt. Wird dort die Fahrzeug-Identifikationsnummer eingegeben, erhält man einen Code. Mit dem lässt sich wiederum der Computer im Auto manipulieren.
Wäre das der Fall ist das Sicherheitsproblem hausgemacht: Hacker könnten sich auch ohne Insider Zugang zur Hersteller-Webseite verschaffen. In der Vergangenheit sind Unternehmen wie Ebay, JP Morgan Chase, Sony, Adobe und sogar das US-Militär zu erfolgreichen Zielen von Datendieben geworden – alles Unternehmen, die deutlich mehr in Online-Sicherheit investieren als Automobilhersteller.
Dazu kommt die immer stärkere Digitalisierung und der Einsatz von Funktechniken bei Automobilen, die weitere Angriffsflächen bieten. Fiat Chrysler, Tesla und General Motors mussten Software-Fehler, die Hacker-Angriffe erlauben, in ihren Systemen bereits beheben – zum Teil mit kostspieligen Rückrufaktionen.
Die Probleme werden so markant, dass sich mittlerweile Start-ups bilden, die sich nur mit der Diebstahl-Sicherheit bei Automobilen beschäftigen. Unternehmen wie Voyomotive oder Argus Cyber Security setzen auf verschiedene Sicherheitshürden wie Zwei-Schritt-Anmeldung oder mobile Applikationen samt Relais, die Manipulationsversuche unterbinden sollen.
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