Positive Konjunktursignale Auftragseingänge in der Elektro- und Digitalindustrie legen wieder zu

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Nachdem sich die Auftragslage in der Elektro- und Digitalindustrie monatelang rückläufig entwickelt hatte, ist sie im März 2025 im Jahresvergleich um mehr als zehn Prozent gewachsen. Ob sich damit eine Trendwende abzeichnet, ist allerdings weiterhin nicht klar.

Die Auftragslage der Branche im März 2025 lässt vorsichtig hoffen.(Bild:  KI-generiert)
Die Auftragslage der Branche im März 2025 lässt vorsichtig hoffen.
(Bild: KI-generiert)

Nach einer längeren Schwächephase hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im März 2025 wieder positive Impulse zu verzeichnen, denn die Auftragseingänge lagen 11,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Getragen wurde dieses Plus vorwiegend von einer starken Inlandsnachfrage (+21,2 Prozent). Die Bestellungen aus dem Ausland legten insgesamt um 5,1 Prozent zu. Das sorgt für keine großen Freudenpurzelbäume, doch das ist doch besser als nichts oder eben als ein Minus. Aus dem Euroraum kamen 7,8 Prozent mehr Aufträge, aus Drittländern immerhin 3,4 Prozent.

Auch im ersten Quartal 2025 insgesamt ergibt sich mit +3,2 Prozent ein leichtes Orderplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei fiel die Entwicklung gespalten aus: Während die Inlandsaufträge um 0,6 Prozent sanken, stiegen die Auslandsbestellungen um 6,3 Prozent. Die reale Produktion lag im März um 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert, allerdings verzerrt ein zusätzlicher Arbeitstag diesen Zuwachs. Am Ende des Tages wird sich der Zuwachs bei der realen Produktion also nicht viel nehmen. Auf Quartalsbasis bleibt die Produktion noch um 2,5 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Auch die Kapazitätsauslastung stieg zuletzt auf 77,8 Prozent, bleibt damit aber unter dem langjährigen Durchschnitt.

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Umsatzminus im ersten Quartal 2025

Bei den Umsätzen verbuchte die Branche im März ein Plus von 4,5 Prozent auf 20 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz legte um 8,2 Prozent zu, der Inlandsumsatz stagnierte nahezu. Im Quartal ergibt sich trotz Exportzuwächsen ein leichtes Umsatzminus von 0,8 Prozent, da das Inlandsgeschäft weiter schwächelte (–4,2 Prozent).

Trotz der positiven März-Zahlen bleibt unklar, ob eine nachhaltige Erholung begonnen hat. ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann mahnt zur Zurückhaltung: „Dafür müsste sich die Entwicklung auch in den kommenden Monaten fortsetzen.“ Das Geschäftsklima trübte sich im April bereits wieder ein, denn insbesondere die Exporterwartungen gaben angesichts globaler und politischer Unsicherheiten spürbar nach. (sb)

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