Sensorik und Messtechnik Auf und Ab: Guter Start, dann brachen die Zahlen ein

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Umsatz und Auftragseingang der Sensorik und Messtechnik starteten mit guten Zahlen ins Jahr 2023. Im vierten Quartal brachen die Zahlen jedoch ein. Für 2024 ist die Branche verhalten optimistisch.

Thomas Simmons stellt auf den AMA-Fachpresstagen die aktuellen Zahlen der Sensorik- und Messtechnikbranche vor.(Bild:  Hendrik Härter)
Thomas Simmons stellt auf den AMA-Fachpresstagen die aktuellen Zahlen der Sensorik- und Messtechnikbranche vor.
(Bild: Hendrik Härter)

Wie geht es der Branche der Sensorik und Messtechnik? Das will der Branchenverband AMA jedes Jahr im Januar von seinen rund 450 Mitgliedern wissen. Gefragt wurde unter anderem nach Umsätzen und Aufträgen. Und da sah es für die befragten Firmen gut aus – vor allem mit Blick auf die drei ersten Quartale des Jahres 2023. Denn hier erwirtschafteten die AMA-Mitglieder ein Umsatzplus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Doch jetzt das Aber: Im vierten Quartal gingen die Umsätze um sechs Prozent und die Auftragseingänge um drei Prozent zurück.

„Angesichts dieser Zahlen blicken unsere Mitglieder verhalten positiv auf das Geschäftsjahr 2024 und rechnen mit einem Umsatzwachstum von zwei Prozent“, kommentierte Dr. C. Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA-Verbandes.

Für 2024 sind mehr Investitionen geplant

(Bild:  AMA Service)
(Bild: AMA Service)

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Trotz der ernüchternden Zahlen wollen die Mitglieder des AMA-Verbands ihre Investitionen im laufenden Jahr um 13 Prozent steigern. Bei dem Personal will man nichts verändern. „Das zeigt uns, dass die Branche der Sensorik und Messtechnik auf die Zukunftsfähigkeit der Branche setzt“, sagte Simmons. Gleichzeitig wird in neue Technologien investiert.

Die Exportquote der Sensorik und Messtechnik sank im Jahr 2023 um 17 Prozentpunkte auf 48 Prozent. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die nachlassenden Exporte in das außereuropäische Ausland. Die Exportquote ins mitteleuropäische Ausland blieb stabil.

Im Jahr 2023 verringerten sich die Lieferengpässe bei Halbleitern und anderen kritischen Zulieferprodukten spürbar für die Mehrheit der AMA-Mitglieder. Rund 20 Prozent der Befragten geben an, weiterhin Schwierigkeiten bei der Beschaffung zu haben. Die meisten Sensorik-Spezialisten sind mittlerweile in der Lage, ihren Bedarf wieder problemlos zu decken. „Die Lager bei den Halbleitern sind gut gefüllt und wir müssen jetzt wieder abbauen“, kommentierte Peter Krause, Vorstandsvorsitzender bei der AMA.

Das Jahr 2024 wird für die Sensorik und Messtechnik schwierig

„Das vierte Quartal 2023 lief für die Sensorik und Messtechnik schwieriger als erwartet. Der Umsatzrückgang traf die großen Mitglieder stärker als die kleinen und mittleren Unternehmen. Insbesondere betraf das die großen Mitglieder, die in die Automobilindustrie liefern“, fasst Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA-Verbands, die Statistik zusammen.

Die Experten des AMA-Verbandes nennen weitere Schwierigkeiten, mit denen die Sensorik- und Messtechnikbranche zu kämpfen hat. Da ist zum einen der Preiskampf mit chinesischen Herstellern und die Probleme in Europa. Hier sind vor allem die Energieprobleme zu nennen. Eine Prognose für das Jahr 2024 ist schwierig. Ein positives Zeichen sieht Thomas Simmons jedoch: „Der Markt in den USA wächst.“

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