Cybersecurity Attacke via „Queue Jumper“: Ein einziges Datenpaket hackt den Server

Von Margit Kuther 1 min Lesedauer

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Eine Sicherheitslücke im Microsoft Message Queuing Service (MSMQ) erlaubt es Angreifern, mit Hilfe nur eines einzigen Datenpakets die Kontrolle über einen Server zu übernehmen, so eine Warnung von G Data.

Queue Jumper: Nur ein Paket bis zur Katastrophe(Bild:  G Data)
Queue Jumper: Nur ein Paket bis zur Katastrophe
(Bild: G Data)

Der von Microsoft stiefmütterlich behandelte Dienst namens Microsoft Message Queuing Service (MSMQ) kann aktuell von kriminellen Hackern für Angriffe auf Firmennetzwerke ausgenutzt werden. Die Komponente ist auch Teil von MS Exchange.

Die Schwachstelle mit dem Namen „Queue Jumper“ versetzt Angreifer in die Lage, aus der Ferne beliebigen Code einzuschleusen und auszuführen. Microsoft hat bereits reagiert und stellt Updates zur Verfügung. Der Kritikalitätswert von „Queue Jumper“ (CVE-2023-21154) liegt bei 9,8 von 10 möglichen Punkten.

„Wer bisher die April-Patches von Microsoft nicht installiert hat, sollte dies schnellstmöglich nachholen“, empfiehlt Tim Berghoff, Security Evangelist bei der G Data CyberDefense. „Bis zur Installation eines Patches sollten Unternehmen auf jeden Fall prüfen, ob Port 1801/tcp auf Systemen erreichbar ist. Falls der MSMQ-Dienst nicht benötigt wird, deaktivieren Sie ihn umgehend.“

Betreiber von zum Internet hin offenen Exchange-Servern sollten daher besonders genau hinschauen. Beim Aufsetzen eines Exchange-Servers werden einige empfohlene Komponenten automatisch mitinstalliert, darunter auch MSMQ. (mk)

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