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Der N270 benötigt noch eine North- und eine Southbridge, N450 und D510 nur noch eine Southbridge, da sie ein Speicherinterface auf dem Die anbieten. Für den Z510 ist eine Kombination Northbridge/Southbrige (US15W) bei Intel verfügbar, die einen Memory Controller mit u.a. zwei PCI-Express Kanälen und einen I/O Hub Controller enthält. Die E6xx-Familie macht – ebenso wie die zweite Generation der Core-i3/i5/i7-Prozessoren – den Schritt, der über kurz oder lang wohl für den Embedded-Bereich notwendig ist: Ein Interface-Chip muss nicht mehr zwangsweise verwendet werden, da Grafik-, Speicher- und PCI-Express-Controller auf dem Die vorhanden sind.
Grafik-, Speicher- und PCI-Express-Controller integriert
Dieser Schritt erscheint einleuchtend, denn einer der Unterschiede zwischen PC- und Embedded-Welt besteht darin, dass die Schnittstellen beim PC (nahezu) genormt sind und somit vernünftigerweise in ein Interface integriert werden können, während in der Embedded-Welt eben eine fast unüberschaubare Vielfalt gilt. Der für Atom angebotene Controller Hub EG20T bietet als Allrounder die wichtigsten Schnittstellen an, u.a. 6x USB 2.0 Host, 1x USB Device, Gigabit-Ehernet und SATA. Alle anderen Interfaces können über PCI-Express angeschlossen werden, denn die E6xx-CPUs haben einen Grafik- Speicher und PCI-Express-Controller auf dem Die.
Die seitens AMD zum Angebot für Embedded-Applikationen gezählten Prozessoren reichen vom Geode-Prozessor mit Taktfrequenzen von 466 MHz bis hin zum 8-Core-Opteron der 6100-Serie mit 2,2 GHz (und mehr) – insgesamt eine riesige Palette. Hier wird jedoch die Darstellung auf wenige Typen aus dem relativ unteren Spektrum beschränkt.
Die ausgewählten Bausteine sind AMD Geode LX900@1,5W (im industriellen Temperaturbereich sollte der LX800@0,9W gewählt werden), der Athlon II Neo (R44L) und der AMD Turion II Neo (N54L). Dieses Feld teilt sich in zwei Lager: Die Geode-Prozessoren besitzen einen integrierten Grafikprozessor und Speichercontroller (Northbridge), so dass sie nur eine Southbridge, Companion-Chip genannt, benötigen.
Auch die Prozessoren der Athlon/Turion-Familie bieten eine Speicherschnittstelle, benötigen allerdings einen Grafikprozessor als Northbridge. Selbst bei Nichtgebrauch der Grafik kann die Southbridge – der Teil, der die gesamten Schnittstellen beherrbergt – nur via Northbridge mit dem Prozessor verbunden werden – zumindest bislang.
AMDs Fusion-Technologie für den Embedded-Markt
Ganz neu sind die APUs (Accelerated Processing Units) der Embedded G-Serie von AMD, ebenfalls in der Tabelle enthalten. AMD bietet diese neuen APUs in fünf Leistungsstufen vom 1,2 GHz G-T44R mit einer AMD64-Singlecore-CPU und AMD Radeon HD6310 Grafik bis hin zum G-T56N mit einer AMD64-Dualcore-CPU, 1,6 GHz und ansonsten identischen Komponenten.
Die passende Southbridge ist in zwei Versionen erhältlich: Der "kleine" AMD A50M Controller Hub hat sechs SATA-Schnittstellen mit 6 GBit/s, 14x USB 2.0 und 2x USB 1.1 für die Anbindung von Maus und Tastatur. Der A55e Controller Hub ergänzt das Featureset des A50M um einen 1 GBit/s Ethernet MAC, einen RAID 0,1,10 Controller und vier 33-MHz-PCI-Slots.
ARM ist seit Jahrzehnten erfolgreich mit Architekturen und Ideen am Markt vertreten, allerdings nicht mit hergestellten Chips. Aus diesem Grund muss auf andere Hersteller, hier Texas Instruments, ausgewichen werden, wenn es um die realen Eigenschaften der Produkte geht. So fiel die Wahl auf den AM3703, der einen Single-Core Cortex-A8 implementiert.
Für den wesentlich schnelleren Cortex-A9 (oder gar der A15), der den A8 um mehr als die zweifache Performance übertreffen soll (allein durch die maximale Taktrate bis 2 GHz), sind zwar Produkte z.B. von Samsung angekündigt, indes noch nicht verfügbar und somit auch nicht näher spezifiziert. Daher muss der Vergleich (noch) auf den A8-Kern beschränkt werden.
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