Reaktion auf verschärfte Exportregeln Applied Materials streicht 1.400 Stellen

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Applied Materials, neben Lam Research der wichtigste Hersteller von Werkzeugen und Anlagen zur Chipfertigung aus den USA, baut weltweit rund 1.400 Stellen ab. Grund sind neue Exportbeschränkungen seitens der Vereinigten Staaten und eine „strategische Neuausrichtung hin zu mehr Effizienz und Digitalisierung“.

Angestellte von Applied Materials in der Fertigungsstätte in Austin, Texas. Der Hersteller von Ausrüstung und Werkzeugen für die Halbleiterproduktion hat angekündigt, bis Jahresende 4% seiner weltweiten Belegschaft abbauen zu wollen.(Bild:  Applied Materials)
Angestellte von Applied Materials in der Fertigungsstätte in Austin, Texas. Der Hersteller von Ausrüstung und Werkzeugen für die Halbleiterproduktion hat angekündigt, bis Jahresende 4% seiner weltweiten Belegschaft abbauen zu wollen.
(Bild: Applied Materials)

Applied Materials, einer der weltweit führenden Anbieter von Halbleiterfertigungsausrüstung, kündigt den Abbau von rund 1.400 Arbeitsplätzen an – knapp vier Prozent der globalen Belegschaft. Die Maßnahme betrifft alle Ebenen und Regionen des Unternehmens.

US-Exportkontrollen sorgen für Druck

Die Entscheidung fällt inmitten verschärfter US-Exportkontrollen für Halbleitertechnologie, insbesondere im Handel mit China. Diese Regularien erschweren zunehmend den Absatz von Chipfertigungsanlagen und treffen auch Zulieferstrukturen im Ausland.

Das Unternehmen erwartet durch den Stellenabbau Einmalkosten von 160 bis 180 Millionen US-Dollar, die größtenteils im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025 anfallen. Die Kosten beinhalten Abfindungen und sonstige Beendigungsleistungen.

Bereits Anfang Oktober hatte Applied Materials einen Umsatzeinbruch von rund 600 Millionen US-Dollar für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert – eine direkte Folge der regulatorischen Maßnahmen der US-Regierung zur Eindämmung des Technologietransfers.

Halbleiterproduktion im Umbruch

Neben geopolitischen Einflüssen nennt das Unternehmen auch interne Faktoren wie Automatisierung, Digitalisierung und geografische Verschiebungen als Treiber für die Umstrukturierung. Ziel sei der Aufbau „hochproduktiver, schneller agierender Teams".

CEO Gary Dickerson betont, die Restrukturierung solle die Entscheidungswege vereinfachen, die operative Geschwindigkeit erhöhen und Applied Materials zukunftsfähig machen. Das Unternehmen positioniert sich damit strategisch neu – als schlankere, reaktionsfähigere Organisation.(sg)

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