gesponsertQualität statt Kurzfrist Warum KARL auf Langlebigkeit setzt

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Made in Bavaria, gebaut für Jahrzehnte – Die Andreas KARL GmbH investiert in den Standort Fahrenzhausen, entwickelt ergonomische, vernetzte Arbeitsplatzsysteme und bringt mit TriMax eine neue Plattform für High-Tech-Umgebungen an den Start.

Markus Röß, Leitung Marketing und Vertrieb(Bild:  Andreas Karl)
Markus Röß, Leitung Marketing und Vertrieb
(Bild: Andreas Karl)

Im Gespräch erklärt Vertriebs- und Marketingleiter Markus Röß, wie das Unternehmen in unsicheren Zeiten Kurs hält, welche Märkte es adressiert – und warum Service ohne Subunternehmer Teil des Qualitätsversprechens ist.

„Mission Aufbruch“ steht für Investitionen in den Standort Deutschland. Wo sehen Sie Chancen und Herausforderungen?

Markus Röß: Wir feiern 90 Jahre KARL – und bleiben konsequent unserem Standort treu. In Fahrenzhausen entwickeln und fertigen wir alles selbst. Das ist unsere Stärke: Qualität „Made in Germany“ mit Fokus auf industrielle Arbeitsplatzsysteme, besonders für die Elektronikfertigung. Unsere Produkte sind Werkzeuge, um Prozesse zu verbessern: ergonomisch, effizient, sicher. Die Herausforderung: ein von Unsicherheit geprägtes Investitionsklima. Viele Unternehmen verschieben Projekte. Wir setzen dagegen auf Langlebigkeit – Systeme, die 10 bis 20 Jahre im Einsatz bleiben und damit planbare Investitionen ermöglichen.

Was bedeutet „Aufbruch“ für Sie persönlich?

Anpacken – aber mit Plan. Herausforderungen identifizieren, Zielbild und Strategie definieren, dann konsequent umsetzen. Nicht auf bessere Zeiten warten, sondern sie aktiv gestalten.

In welche Technologien und Prozesse investieren Sie derzeit?

Der Standort bleibt unser Hebel. Technologisch arbeiten wir an drei Feldern: erstens Modularität, um Arbeitsplätze schnell an Prozesse anzupassen. Zweitens Ergonomie, damit Menschen dauerhaft gesund und produktiv arbeiten. Drittens die Vernetzung von Mensch und Maschine: digitale Anschlüsse, Schnittstellen, Datenintegration – überall dort, wo manuelle Tätigkeit und Test/Prüfen zusammenlaufen.

Welche Innovation treibt die Wettbewerbsfähigkeit?

Mitte November zur productronica bringen wir TriMax auf den Markt – ein neues Arbeitsplatzsystem für High-Tech-Umgebungen wie Elektronik- und Prüflabore. TriMax steht für Wandelbarkeit, digitale Vernetzung, ESD-Sicherheit und konsequente Ergonomie. Unser Anspruch ist, dass Kunden zukunftssicher investieren: heute einrichten, morgen erweitern, über Jahre stabil betreiben.

Wir stehen im globalen Wettbewerb – auch mit Anbietern aus Asien. Unser Gegenangebot heißt Ingenieurskunst, Fertigungstiefe und Qualität. Der Unterschied ist wie zwischen „es fährt“ und „es überzeugt – heute und in zehn Jahren“.

Welche Branchentrends prägen Ihr Geschäft?

Ergonomie ist in der Industrie angekommen – zum Glück. Wer in Menschen investiert, sichert Produktivität. Zweiter Dauerbrenner ist die Digitalisierung: Vernetzte Arbeitsplätze, integrierte Mess- und Prüfumgebungen. Und ja, Nachhaltigkeit – bei uns vor allem als Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit verstanden. Dem Markttrend zu kurzfristig günstigeren, aber schnell veralteten Lösungen setzen wir Qualität entgegen: einmal richtig investieren und Ruhe haben.

Erschließen Sie neue Anwendungen?

Ja. Mit TriMax adressieren wir verstärkt Medizintechnik, Labor, Feinmechanik sowie Mess- und Prüftechnik. Dafür bringen wir drei Varianten – Premium, Comfort und Light – mit abgestufter Ausstattung. So können Kunden je nach Umfeld passgenau skalieren.

Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden beim Aufbruch?

Die entscheidende. Wir sind ein familiengeführter Mittelständler mit rund 180 Beschäftigten. Trimax ist aus dem Zusammenspiel von Vertrieb, Entwicklung und Konstruktion entstanden – vom Beschluss im Sommer 2024 bis zur Markteinführung jetzt. Solche Projekte gelingen nur, wenn alle an einem Strang ziehen.

Wie gewinnen und halten Sie Fachkräfte?

Wir bilden kaufmännisch wie gewerblich aus; viele bleiben – oft in zweiter oder dritter Generation. Trotz Konkurrenz großer Arbeitgeber im Umland punkten wir mit IG-Metall-Tarif, fairer Bezahlung, kurzen Wegen, familiärem Miteinander und pragmatischer Flexibilität, wenn es privat oder witterungsbedingt nötig ist.

Kooperieren Sie mit Hochschulen oder Start-ups?

Wir haben Hochschulen als Kunden, entwickeln aber ohne feste externe Entwicklungsprogramme. Innovationen entstehen auch aus konkreten Kundenanforderungen – unmittelbar aus der Praxis.

Wie verankern Sie Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz?

Unsere Produkte bestehen aus Blech und Stahl, sind robust, langlebig und gut recycelbar. Wir fertigen komplett am Standort, arbeiten regional mit Lieferanten und optimieren Energieeinsatz in Schweiß-, Stanz- und Biegeprozessen. Nachhaltigkeit heißt bei uns: Produkte, die Jahrzehnte funktionieren – statt in Zyklen von drei bis fünf Jahren ersetzt zu werden.

Verantwortung gegenüber Region und Kunden – wie füllen Sie das?

In einer 5.000-Einwohner-Gemeinde tragen 180 Arbeitsplätze Gewicht. Wir engagieren uns in Vereinen und Projekten vor Ort. Richtung Kunde gilt: Nähe und Service aus einer Hand. Wenn etwas ist, fahren wir selbst hin – ohne Subunternehmer. Das ist Teil unseres Qualitätsversprechens und ein Grund, warum unsere Systeme über Jahre stabil laufen.

Welche Bedeutung hat der Standort Deutschland?

Eine große – und hoffentlich wieder wachsende. „Made in Germany“ bleibt ein Qualitätssiegel. Wir wollen hier entwickeln und fertigen; dafür braucht es aber Rahmenbedingungen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen.

Welche politischen oder wirtschaftlichen Weichen helfen am meisten?

Planungssicherheit bei international wettbewerbsfähigen Energiekosten und weniger Bürokratie. Seit Ende 2024 sehen wir deutliche Investitionszurückhaltung. Verlässliche Rahmenbedingungen würden viele pausierte Projekte reaktivieren – Neubauten, Umbauten, Effizienzprogramme. Davon profitieren Industrie und Zulieferer gleichermaßen.

Worauf dürfen Kunden in den nächsten Jahren gespannt sein?

Auf Kontinuität in Qualität und Service – und auf die Weiterentwicklung von Trimax. Wir integrieren Feedback, prüfen neue Materialien und vertiefen die digitale Vernetzung. Perspektivisch könnte 3D-Druck Teilprozesse unterstützen. Erstes Ziel bleibt jedoch: ein starker Marktstart und dann konsequente Produktpflege.

Blick in fünf Jahre?

Dass wir sagen können: Die Talsohle ist durchschritten. Unsere Entscheidungen waren richtig, wir entwickeln und fertigen weiterhin in Bayern und bleiben verlässlicher Partner für hochwertige, langlebige Arbeitsplatzsysteme. Wenn unsere Kunden damit dauerhaft besser performen, haben wir unseren Job gemacht.

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