Weniger Arbeitsplätze AMS Osram spart in Regensburg bei Forschung und Entwicklung

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Halbleiterindustrie stehen harte Zeiten bevor: AMS Osram will drastisch sparen. Bis zu 500 Arbeitsplätze sollen abgebaut oder nach Malaysia verlagert werden. Allein in Regensburg sind 142 Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung betroffen.

Am Standort in Regensburg plant AMS Osram, bis zu 142 Stellen zu streichen. Dabei liegt der Fokus auf Forschung und Entwicklung.(Bild:  AMS Osram)
Am Standort in Regensburg plant AMS Osram, bis zu 142 Stellen zu streichen. Dabei liegt der Fokus auf Forschung und Entwicklung.
(Bild: AMS Osram)

Der Halbleiterhersteller AMS Osram hat angekündigt, 500 Arbeitsplätze im Rahmen weiterer Sparmaßnahmen abzubauen und diese in kostengünstigere Standorte zu verlagern. Nach Angaben der IG Metall ist auch der Standort in Regensburg betroffen. Hier sollen bis zu 142 Stellen gestrichen werden. Das betrifft vor allem Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung. Auch Führungskräfte sind von den Sparmaßnahmen betroffen. Mit dem Stellenabbau will AMS Osram die Kostenstruktur an die aktuellen Marktbedingungen anpassen. Vor allem die Unsicherheiten in der Automobilbranche machen dem Unternehmen zu schaffen.

Eine Gewerkschaftssprecherin äußerte sich gegenüber dem BR verärgert: „Der Standort Regensburg steht für Innovation und Forschung: Verlagerung oder Stellenabbau? Wo ist da der Unterschied? Diese Arbeitsplätze sind für Regensburg verloren.“

Malaysia profitiert von Stellenabbau bei Osram

Nach Angaben der IG Metall soll rund ein Drittel der abgebauten Stellen in Länder mit niedrigeren Arbeitskosten verlagert werden, darunter vor allem Malaysia. Dieser Schritt könnte die F&E-Ressourcen und -Kapazitäten in Deutschland nachhaltig schwächen und die Innovationskraft von AMS Osram in der Optoelektronik und Halbleitertechnologie beeinträchtigen.

Die IG Metall kritisierte die Verlagerung von Arbeitsplätzen, insbesondere aus dem Bereich der Forschung, und bezeichnete diese Entscheidung als einen Verlust an Innovationspotential für den Standort Deutschland. Die Gewerkschaft befürchtet, dass die Verlagerungen in Best-Cost-Länder eine Schwächung der Entwicklungs- und Produktionskompetenz in Europa zur Folge haben könnten. Trotz eines soliden Umsatzes von 881 Mio. Euro im dritten Quartal 2024 sieht sich AMS Osram aufgrund der Marktentwicklung gezwungen, bis Ende 2026 rund 75 Mio. Euro an laufenden Kosten einzusparen.

Auch Autozulieferer Vitesco plant Stellenstreichungen

Zusätzlich zu den Kürzungen bei AMS Osram plant auch der Automobilzulieferer Vitesco in Regensburg, im Zuge der Übernahme durch Schaeffler, mehr als 700 Stellen zu streichen. Auch hier will die IG Metall Alternativen zu Stellenabbau und Verlagerung aufzeigen und sich für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen. (heh)

(ID:50232697)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung