KI-Allianz weckt Bedenken AMD sieht Intel–Nvidia-Partnerschaft als Risiko

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Im September 2025 machten Intel und Nvidia eine Partnerschaft im Bereich KI-Infrastruktur und PCs bekannt. Mitbewerber AMD sieht diese Kooperation als Wirtschaftsrisiko, wie das Unternehmen im Rahmen des Quartalsberichts an die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC mitteilte.

AMD bewertet die Kooperation zwischen Intel und Nvidia als potenzielles Risiko für das eigene Geschäft.(Bild:  AMD)
AMD bewertet die Kooperation zwischen Intel und Nvidia als potenzielles Risiko für das eigene Geschäft.
(Bild: AMD)

In einem offiziellen Quartalsbericht an die US-Börsenaufsicht (Form 10-Q) bewertet AMD die neue Allianz von Intel und Nvidia als mögliches Wettbewerbsrisiko, wie die Analysten von CRN berichten. Intel und Nvidia hatten im September 2025 angekündigt, künftig gemeinsam Chips für Rechenzentren und PCs entwickeln zu wollen.

Kern der Zusammenarbeit ist die Verbindung von Nvidias KI- und Beschleunigerarchitekturen mit Intels x86-Prozessoren über NVLink. Für Rechenzentren will Intel spezielle x86-Prozessoren bauen, die Nvidia in seine KI-Infrastruktur integriert. Für den PC-Markt sind x86-System-on-Chips mit integrierten RTX-GPU-Chiplets vorgesehen. Erste Produkte dieser Kollaboration werden von Branchenkennern teils schon ab 2026 erwartet, im Kern allerdings erst ab 2027 oder 2028. Gleichzeitig hatte Nvidia die Absicht verkündet, für 5 Milliarden US-Dollar Intel-Aktien erwerben zu wollen. Diese Kooperation wird von Mitbewerber AMD als Risiko bewertet.

Erhöhter Wettbewerb und Preisdruck

AMD weist in seinem jüngsten SEC-Filing im Rahmen der Quartalsberichterstattung darauf hin, dass die Partnerschaft zwischen Intel und Nvidia den Wettbewerb in zentralen Geschäftsfeldern verschärfen und zu Preisdruck führen könnte. Wörtlich heißt es: „Darüber hinaus können strategische Partnerschaften, Übernahmen und geschäftliche Kooperationen unserer Wettbewerber den Wettbewerb verschärfen und sich negativ auf unser Geschäft auswirken. So gab beispielsweise Nvidia im September 2025 eine Partnerschaft und Investition in Intel bekannt, um gemeinsam neue Produkte für Rechenzentren und Client-Plattformen zu entwickeln. Diese Partnerschaft könnte zu einem verstärkten Wettbewerb und Preisdruck für unsere Produkte führen, was sich erheblich negativ auf unser Geschäft, unsere Finanzlage und unsere Margen auswirken könnte.“

Solche Risikohinweise sind Teil der regulären Offenlegungspflichten börsennotierter Unternehmen, gelten jedoch als Indikator dafür, welche Entwicklungen das Management als strategisch relevant einstuft. Dass AMD die Intel-Nvidia-Partnerschaft explizit nennt, unterstreicht ihre potenzielle Tragweite für die Branche. Analysten erwarten, dass die Kooperation vor allem im High-End-Segment und bei AI-PCs Druck auf AMD ausübt. (sb)

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