Power-Module Alu für hochzuverlässige Verbindungstechnik in Offshore-Windparks
HotAL steht für hochtemperaturoptimierte Aluminium-Bondtechnik für Offshore-Anwendungen. Im gleichnamigen Projekt des BMBF soll Leistungselektronik durch innovative Materialien und Prozesse für Hochtemperaturanwendungen befähigt werden.
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Ein deutsches Konsortium unter der Führung des Fraunhofer IZM Berlin will Aluminium künftig auch für Anwendungen mit sehr hohen Anforderungen an eine lange Lebensdauer verwendbar machen.
Das vom BMBF geförderte Projekt HotAL arbeitet an einer innovativen Aluminium-Legierung, die aufgrund angepasster Verarbeitungsprozesse auch in stark beanspruchenden Umgebungen zuverlässige elektrische Verbindungen sicherstellt.
Eine solche Aufbautechnik eröffnet Systemanbietern für Energieanlagen wie Offshore-Windparks völlig neue Herstellungsprozesse für robuste Systeme, durch die sich Wartungsintervalle und Gesamtkosten für den Betrieb der Anlagen reduzieren lassen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert dieses Verbundprojekt im Rahmen des Programms IKT 2020 im Themenfeld „Leistungselektronik zur Energieeffizienz-Steigerung (LES)“ seit dem 1.10.2013.
Der entscheidende Wettbewerbsfaktor deutscher Energieversorgungssysteme ist weniger der Preis; vielmehr geht es darum, neben innovativen Leistungsmerkmalen die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit die Akzeptanz auf den weltweiten Märkten sichern und zukünftig weiter stärken. Elektronikkomponenten und die geeignete Aufbau- und Verbindungstechnik haben dafür eine Schlüsselfunktion.
Durch die Energiewende eingeleitet, stellt der zunehmend rasante Netzausbau für regenerative Energien die Hersteller leistungselektronischer Systeme vor die Aufgabe, den Markt mit zuverlässigen Systemen zu beliefern.
Der hohe Qualitätsanspruch an deutsche Anlagen ist dabei Nutzen und Risiko zugleich. Die immer weiter steigenden Ansprüche der Energieversorger und die Forderung nach Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit führen schon heute zu hohen Herausforderungen an die Systementwicklung. Diesen hohen Leistungsstand gilt es, nun auch bei Offshore-Anwendungen, nicht nur zu erreichen, sondern im Hinblick auf die Anforderungen in Smart Grids noch auszuweiten.
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