Europäischer Erfinderpreis 2016

AES-Architekt für sichere Smart-Card-Technologie nominiert

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Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nutzen

Vor der Erfindung der neuen Sicherheitsfunktionen benötigten Kriminelle nur die Master-Karte, um mehrere Smartcards oder sogar ganze Netzwerke zu kompromittieren. Wenn ein Smartcard-Hersteller einen solchen Angriff bemerkte, musste er jede Karte im Netzwerk sperren und austauschen. Eine teure und mühselige Angelegenheit, zumal allein 2015 neun Milliarden Smartcards ausgegeben wurden. 5,1 Milliarden davon entfielen auf den Telekommunikationsbereich, 2,6 Milliarden waren Debit- oder Kreditkarten.

Die Erfindung von Daemen, Liardet und ihrem Team könnte auch unmittelbare Auswirkungen auf den Industriezweig für mobile elektronische Geräte haben, da dank besserer Verschlüsselungsalgorithmen Smartcards auf größere Akzeptanz stoßen dürften. Einige Marktforscher erwarten in den kommenden Jahren für den weltweiten Smartcard-Markt eine Wachstumsrate von ca. 9 %, sodass der Gesamtwert im Jahr 2020 bis zu 10,4 Mrd. EUR betragen könnte.

Für alle, die es genauer wissen möchten, hier die relevanten Patente zum Thema:

Stream ciphering of the content of a memory which is external to a processor

ARRANGEMENT AND METHOD FOR THE SPATIALLY RESOLVED DETERMINATION OF STATE VARIABLES IN AN EXAMINATION AREA

METHOD AND SYSTEM FOR PAYMENT BY ELECTRONIC CHEQUE

Protection of a generation of prime numbers for the RSA algorithm

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