LEDs für das Wechselspannungsnetz

AC-LEDs – hocheffiziente Lichtspender für jeden Zweck

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Außerordentlich lange Lebensdauer der LED

Auf Grund des schaltungstechnischen Konzeptes von Acrich2 ergibt sich eine erstaunlich lange Lebensdauer des Moduls, weil nicht wie sonst üblich die Komponenten des AC-DC-Konverters, z.B. Elektrolytkondensatoren, die Lebensdauer der gesamten Einheit bestimmen, sondern ausschließlich die LEDs. Und deren Lebensdauer liegt in einer Größenordnung von 50.000 Stunden. Diesen Wert wird dann auch die Systemlebensdauer erreichen.

Um den unterschiedlichen Kundenanforderungen bezüglich Abmessungen und Lichtstrom gerecht zu werden, arbeitet SSC in Europa mit Solution Partnern zusammen. Je Land wird ein Solution Partner etabliert, damit ein kurzer Kommunikationsweg zu den Kunden entsteht. Diese von SSC zertifizierten Firmen entwerfen und fertigen LED-Module basierend auf Acrich2 nach den applikationsspezifischen Kundenanforderungen. Damit lassen sich kurzfristig auch die Anforderungen der Kunden hinsichtlich Abmessungen oder Lichtstrom auch für mittlere Stückzahlen erfüllen. So sind z.B. auch neben den üblichen Metallkernleiterplatten auch Keramikleiterplatten als Träger realisierbar.

Wenige Probleme beim Dimmen

Elektronische Dimmer sind üblicherweise phasenanschnittsgesteuerte Triac-Schaltungen, die für herkömmliche Glühlampen ausgelegt sind. Die thermische Trägheit der Glühfäden lässt eine kontinuierliche Veränderung der Helligkeit zu, obwohl es sich hierbei um eine Art Pulslängenmodulation der Betriebsspannung handelt. Bei elektronischen Vorschaltgeräten kann die Überlagerung der Phasenanschnitte und der Impulslängensteuerung zu Fehlfunktionen wie starkem Flackern und geringere maximale Lichtstärke führen. Aufgrund der netzsynchronen Schaltfunktion der Acrich2-ICs treten diese Problem dort nicht auf. Bei Praxis-Tests mit handelsüblichen Dimmern von z.B. Busch-Jäger (6513 U-102), GIRA (030700) oder Merten (577199) hat sich lediglich gezeigt, dass sich die LED-Module im Gegensatz zu herkömmlichen Glühlampen über den Drehwinkel des Dimmers nicht vollständig auf Helligkeit Null stellen lassen. Der untere Bereich endet bei wenigen Prozent Helligkeit. Dies ist aber in den meisten Fällen, insbesondere bei Beleuchtung im Privatbereich, tolerierbar.

Weiterentwicklung zu Acrich2+

SSC arbeitet bereits an der weiter verbesserten Version „Acrich2+“. Die neue Version gibt es nur noch in einer Ausführung für alle Betriebsspannungen. Die Eingangsspannung kann hierbei zwischen 90 V und ca. 330 V liegen. Damit ergibt sich auch eine höhere zulässige maximale Betriebsspannung (264 V bei Acrich2). Die Effizienz der Module erhöht sich mit Acrich2+ auf etwa 90 lm / Watt (bei CRI 80). Des weiteren wird mit der Acrich2+ das Dimmverhalten verbessert. Die ersten Acrich2+-Produkte sollen ab Q4 diesen Jahres verfügbar sein.

* Lorenz Bauer ist Senior Field Application Engineer beim LED-Hersteller Seoul Semiconductor (SSC)

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