Bauteilebeschaffung 7 Tipps, wie sich Lieferengpässe und hohe Rohstoffpreise durch Einkaufsmanagement vermeiden lassen
Die Rohstoffpreise sind derzeit hohen Schwankungen unterworfen. Strategisches Einkaufsmanagement wird daher immer wichtiger. Wie dies umzusetzen ist, verrät das Gratis-Dossier "Die Zukunft des Einkaufs" der Lünendonk GmbH.
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Die Preise der wichtigsten Rohstoffe für die produzierende Industrie befanden sich lange auf einem Höhenflug – teils getrieben von steigender Nachfrage aufgrund der weltweit anziehenden Konjunktur, teils aufgrund von Spekulationen.
Doch derzeit fallen die Rohstoffpreise, was auf ökonomisch angeschlagene Wirtschaftsnationen zurückzuführen ist, aber ebenso auf die Furcht vor einer Abschwächung des globalen Aufschwungs und das wachsende Bewusstsein über die Existenz einer Spekulationsblase bei Rohstoffen.
Strategisches Einkaufsmanagement ist also das Gebot der Stunde. Dies gilt nicht nur für Rohstoffe, sondern auch für den Warenzufluss seitens Lieferanten, um Engpässe bei der Versorgung mit wichtigen Bauteilen und Technologien zu vermeiden. Die Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, setzt sich mit dieser Thematik in ihrem kostenlosen, neuen Dossier Procurement Excellence – Die Zukunft des Einkaufs intensiv auseinander.
1. Ausgewählte Zulieferer zu strategischen Partnern ausbauen
Traditionell ist es die Aufgabe des Einkaufs, die für die Produktionsprozesse eines Unternehmens nötigen Rohstoffe, Vorprodukte, Technologien und Dienstleistungen bereitzustellen.
Bereits ab 1970 war es üblich, durch Lieferantenbündelung und Standardisierung von Lieferprozessen sowie ersten Schritten hin zum globalisierten Einkauf Einsparpotenziale zu heben. Später zeigte sich, dass eine reine Fokussierung auf möglichst niedrige Preise nicht ausreicht: Die Vernachlässigung der Faktoren Qualität und Lebenszykluskosten führte langfristig zu unzufriedenen Endverbrauchern.
Schrumpfende Verkaufszahlen waren die Folge. Zugleich erforderte der sich intensivierende Wettbewerb, innovative Produkte immer schneller auf den Markt zu bringen.
„Der moderne Einkauf wird als Management externer Wertschöpfung und Innovation definiert“, erklärt Thomas Lünendonk, Inhaber der Lünendonk GmbH und Autor des Themendossiers. „Es gilt, ausgewählte Zulieferer zu strategischen Partnern aufzubauen. Auch E-Procurement ist inzwischen üblich. Wichtig dabei ist: Nicht nur Großunternehmen können von modernem Einkaufsmanagement profitieren.“
2. Die strategischen Beschaffungen zentralisieren
Die Rolle des auch um den geringsten Preisvorteil verhandelnden Einkäufers hat sich somit enorm verändert und weiterentwickelt. Eine strategisch ausgerichtete Procurement-Abteilung kann das Umlaufvermögen eines Unternehmens optimieren und damit dessen Wettbewerbsfähigkeit steigern. „Strategische Beschaffungen sollten zentralisiert erfolgen, während das Alltagsgeschäft von lokalen oder funktionalen Experten erledigt werden kann“, so Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter Lünendonk.
3. Die Kommunikationskompetenz des Einkäufers nach außen und innen fördern
Der Stellenwert des Einkaufs im Unternehmen ist enorm gestiegen. Auch mittelständische Unternehmen sind gut beraten, den zentralen Einkauf in die Hände eines Chief Procurement Officer (CPO) zu legen.
Ein unbedingtes Muss für einen Einkäufer ist eine hohe Kommunikationskompetenz sowohl nach außen (etwa mit Zulieferern) als auch nach innen. Denn es ist unerlässlich, auch die Expertise der Abteilung als Empfänger der eingekauften Produkte hinzuzuziehen.
4. Das Tagesgeschäft im Blick behalten
Des Weiteren gilt es, den Überblick über das normale Tagesgeschäft der dezentralen Einkäufer zu behalten. „Die Einkaufsprozesse eines Unternehmens gemäß modernem Einkaufsmanagement aus eigener Kraft umzugestalten, kann schwerfallen“, stellt Hossenfelder fest. „Bei der Identifizierung einer geeigneten Einkaufsstrategie oder auch bei der Suche nach geeignetem, gut ausgebildetem Personal können Unternehmen von externen Experten profitieren.“
5. Das Lieferantenmanagement überprüfen
Lieferantenmanagement ist eine Kernkompetenz des Procurement. Die Zahl der Zulieferer von Technologie-Unternehmen etwa wird systematisch ausgedünnt und verändert. Oft bringen Zuliefer-Unternehmen technische Innovationen ein, was häufig Voraussetzung für eine Zusammenarbeit ist. Damit übernehmen die Lieferanten einen Teil des durch immer kürzere Produktionszyklen bedingten Drucks.
6. Den Einkauf in Niedriglohnländern auf den Prüfstand stellen
Ist es für ein reines Handelsunternehmen oft sinnvoll, in Niedriglohnländern einzukaufen, so müssen die Verantwortlichen im produzierenden Gewerbe genau überlegen, mit welchen strategischen Lieferanten sie international zusammenarbeiten.
Neben den Fragen nach Qualität und Lieferzuverlässigkeit sind auch Transportkosten zu klären. Auch der Faktor Sicherheit spielt vor dem Hintergrund der Renaissance der Piraterie auf wichtigen Seewegen und möglicher Krisen in den Niedriglohnländern eine Rolle.
7. Die Vorteile der lokalen Produktion in Betracht ziehen
Viele Unternehmen sind dazu übergegangen, nahe beim Kunden zu produzieren. Hohe Kosten für den Transport der Vorprodukte zum Stammwerk und der fertigen Produkte zu den oftmals global weit verteilten Kunden sind ebenso wie der einzuplanende Zeitaufwand wichtige Themen.
Außerdem fällt es leichter, direkt vor Ort den unterschiedlichen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Weiterhin fordern etwa Chinesen, dass mindestens eine Kernkomponente eines Produkts im Land gefertigt werden muss – sonst darf es nicht in China verkauft werden.
Details zum Dossier "Die Zukunft des Einkaufs"
Das über 70-seitige Themendossier „Procurement Excellence – Die Zukunft des Einkaufs“ der Lünendonk GmbH entstand mit Unterstützung von BrainNet Supply Management Group AG, h&z Unternehmensberatung AG, Helbling Management Consulting GmbH und Inverto AG.
Die Reihe „Themendossier“ der Lünendonk GmbH behandelt in regelmäßigen Abständen wichtige Themen aus dem Management- und IT-Beratungsmarkt anhand einer systematischen Einführung, die von konkreten Case Studies führender Beratungsunternehmen ergänzt werden. Zusätzlich zum neuen Themendossier „Procurement Excellence“ sind auch die vorherigen Ausgaben „Operational Excellence“, „Restrukturierung“ und „M&A / PMI“ kostenlos erhältlich.
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