Mehr als tote Bäume 7 Gründe, warum Papier in der Elektronik eine Zukunft hat

Redakteur: Peter Koller

Papier war Jahrhunderte das Material der Wahl in der Informationstechnologie, ehe es von Halbleitern abgelöst wurde. Doch Papier bietet gerade in Verbindung mit Elektronik erstaunliche Möglichkeiten. 7 Beispiele für diese These.

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Ein Stift erzeugt Leiterbahnen: So wird Papier zur Leiterplatte
Ein Stift erzeugt Leiterbahnen: So wird Papier zur Leiterplatte
(Bok Yeop Ahn)

Papier wird gemeinhin als ein Material der Vergangenheit gesehen, das durch die zunehmende Digitalisierung schon massiv an Bedeutung verloren hat und gern mit dem Begriff "tote Bäume" verunglimpft wird. Doch ausgerechnet in der Elektronik, die ja gern als Sargnagel von Papier gesehen wird, hat das Material eine erstaunliche Zukunft. Sieben Belege für diese These:

1. Die Papier-Batterie von Sony

(Sony)

Elektronische Geräte brauchen elektrischen Strom. Und der kommt bei mobilen Geräten in der Regel aus einer Batterie. Dass man aus Papier Strom erzeugen kann, hat Sony mit einer Bio-Batterie bewiesen. Diese nutzt die in Papier enthaltene Glukose als Energielieferant. Laut Sony zesetzt ein Enzym zunächst die Zellulose, ein weiteres dann die dabei entstehende Glukose in Elektronen und Wasserstoff-Ionen.

Die entstehende Energie reicht immerhin schon, um einen kleinen Lüfter zu betreiben. Sony betont, dass die Entwicklung noch in einem frühen Stadium ist, aber Wissenschaftler Yuichi Tokita ist überzeugt: "In der Zukunft werden wir einen Teil unserer Elektrizität nachhaltig aus alten Kartons, Zeitungen und Zeitschriften erzeugen". Und auch für die Berge von Visitenkarten, die man im Lauf der Zeit so anhäuft, wäre die Bio-Batterie eine sinnvolle Lösung...

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