Kosten in der Abfallwirtschaft einsparen CO2-Abgabe für Müllverbrennung mit 3D-Lidar exakt berechnen

Ein Gastbeitrag von Dr. sc. Florian Petit* 3 min Lesedauer

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Ein 3D-Lidar-Sensor hilft Unternehmen aus der Abfallwirtschaft, weniger CO2 auszustoßen. Das spart Kosten und reduziert den Ausstoß klimaschädlicher Gase. Die Abfallwirtschaft hat den zu verbrennenden Abfall jederzeit im Blick.

Ein 3D-Lidar vor dem Müllbunker: Bisher wurden die Sensoren für den Überblick an der Hallendecke angebracht. Der Lidar Qb2 ist dank Software on Device einfach zu betreiben.(Bild:  Blickfeld)
Ein 3D-Lidar vor dem Müllbunker: Bisher wurden die Sensoren für den Überblick an der Hallendecke angebracht. Der Lidar Qb2 ist dank Software on Device einfach zu betreiben.
(Bild: Blickfeld)

Mit der am 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Novelle des Brennstoff-Emissionshandelsgesetzes (BEHG) wird die thermische Abfallbehandlung in den Emissionshandel einbezogen und für die Abfallverbrenner wird es teurer: Pro Tonne CO2 werden nach dem im Dezember 2023 verabschiedeten Budgetfinanzierungsgesetz 45 Euro fällig, ab 2025 steigt der Satz auf 55 Euro, danach soll er in den europäischen Emissionshandel integriert werden und noch höher liegen.

Um die Höhe der CO2-Zahlungen korrekt berechnen zu können, ist es für die Unternehmen unerlässlich, die Menge der verbrannten Abfälle möglichst genau zu messen. Schätzen sie die Menge zu hoch ein, zahlen sie entsprechend zu viel. Schätzen sie die Menge hingegen zu niedrig ein, sind gesetzliche Sanktionen wie Bußgelder, Nachzahlungen zu erhöhten Tarifen oder sogar die Sperrung des Kontos im nationalen Emissionshandelsregister vorgesehen.

3D-Lidar erfasst die Abfallmengen genau

Bislang verlassen sich viele Entsorgungsunternehmen mangels geeigneter Techniken auf ungenaue Methoden der Abfallbestandserfassung, wie das Schätzen nach Augenmaß, das Zählen der angelieferten Lkw-Ladungen und das periodische Wiegen. Doch selbst erfahrenes Personal verschätzt sich oft bei der Mengenschätzung.

Das Zählen oder Wiegen liefert zwar einen Überblick zum Zeitpunkt der Erfassung, aber keine digitalen Daten, die jederzeit aktuell abrufbar sind. Zwischen den Messungen wissen die Betriebe also derzeit nicht, wie viel Abfall sie tatsächlich haben. Dementsprechend können sie auch nicht genau angeben, wie viel sie davon verbrannt haben und wie hoch die dafür anfallenden CO2-Gebühren sind. Mit der 3D-Lidar-Technik ist das jetzt möglich.

Sekundengenau die Menge des Abfalls erfassen

Die Ergebnisse des Lidar-Scans werden als Punktwolken dargestellt. Aus der Summe der Punkte wird das Volumen berechnet.(Bild:  Blickfeld)
Die Ergebnisse des Lidar-Scans werden als Punktwolken dargestellt. Aus der Summe der Punkte wird das Volumen berechnet.
(Bild: Blickfeld)

Die 3D-Lidar-Technik von Blickfeld erfasst das Volumen beliebig großer Abfallberge, indem sie deren Oberfläche mit Laserimpulsen zentimetergenau abtastet und daraus mit einer integrierten Software den Bestand präzise berechnet. Die Bestandsinformationen werden automatisch an die Abfallmanagementsysteme übermittelt. Da die Messungen beliebig oft erfolgen können, typischerweise ein- bis zweimal täglich, bei Bedarf aber auch jederzeit auf Abruf oder im Sekundentakt, wissen die Entsorger jederzeit genau, wie viel Abfall sie verbrennen und wie hoch die CO2-Abgabe sein muss. Gegenüber Behörden wie Zertifizierungsstellen und Umweltämtern können sie mit diesen Daten jederzeit die korrekte Verrechnung nachweisen.

Die Vorteile von Echtzeit-Bestandsdaten gehen jedoch weit über den Aspekt der genauen Berechnung der CO2-Abgaben hinaus. Sie ermöglichen generell effizientere und wirtschaftlichere Prozesse in der Abfallwirtschaft. Entsorger können ihre Ressourcen besser einschätzen und Kapazitäten optimal nutzen. Dies hilft nicht nur bei der besseren Planung des Durchsatzes, sondern auch bei der standortübergreifenden Optimierung interner Logistikprozesse. Darüber hinaus verfügen Rechnungswesen und Logistik über eine verlässliche Datenquelle und können so ihren Berichtspflichten mit weniger Aufwand optimal nachkommen.

Vorteile der Lidar-Technik für die Müllverbrennung

Visualisierung des Laserscans. Lidar arbeitet mit unsichtbaren Laserpulsen.(Bild:  Blickfeld)
Visualisierung des Laserscans. Lidar arbeitet mit unsichtbaren Laserpulsen.
(Bild: Blickfeld)

Mit der Ausweitung der CO2-Abgabe auf die thermische Abfallbehandlung ist neben der allgemeinen Effizienzsteigerung ein weiterer wichtiger Grund für die Unternehmen aus der Müllverbrennung hinzugekommen, ihre Bestände mit Lidar-Technik genau zu überwachen. Erleichtert wird das mit dem Smart Lidar Qb2 von Blickfeld, bei dem erstmals die Software im Gerät integriert ist und ohne externe Computer zur Datenauswertung auskommt. Außerdem lässt sich die Software einfach aktualisieren, um neue Funktionen zu integrieren. Der Smart Lidar Qb2 verfügt über offene Schnittstellen, die eine nahtlose Integration in bestehende Systeme und zukünftige Upgrades ermöglichen.

Strom und Daten laufen über die gleiche Leitung (Power-over-Ethernet (PoE)), so dass nur wenige Kabel benötigt werden. Das macht die Installation und den Betrieb besonders einfach. Für den Einsatz in anspruchsvollen und rauen Umgebungen, wie beispielsweise Abfallbehandlungsanlagen, ist das robuste Gehäuse mit Wasser- und Staubschutz nach IP67 besonders geeignet.

* Dr. sc. Florian Petit ist Chief Experience Officer bei Blickfeld.

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