Steckverbindergehäuse

3000 Stunden im Salznebeltest durch Titanbeschichtung

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Weiterentwicklung von Aluminiumoberflächen

Aus diesen Gründen war eine Weiterentwicklung von Aluminiumoberflächen folgerichtig. Um diese Nachfrage im Markt nach höheren Resistenzen zu beantworten, stellt ILME im Jahr 2017 seine neue Gehäuseserie für schwere Steckverbinder E-Xtreme vor. Das Steckverbindergehäuse verspricht eine Resistenz nach EN:ISO 9227 Ed. 2.0 und ASTM B117-16 von 3000 Stunden.

Diese Werte werden auch nach Tests extremer mechanischer Einwirkung nach z.B. IEC 60068-2-68 (Sandstrahltest) und ISO 20567-1 (Steinschlagtest) erreicht. Dies bedeutet erstmalig, dass zuvor erfolgte mechanische Einwirkungen, welche möglicherweise die Pulverbeschichtung beschädigt haben, deutlich weniger Einfluss auf die Korrosionsfestigkeit des Gehäuses haben. Selbst Punkte, bei denen durch mechanische Einwirkung die Pulverbeschichtung beschädigt und das Basisaluminium erreicht wurde, sind deutlich länger korrosionsgeschützt.

Das Unternehmen verwendet für diese neue Serie statt einer Legierung hochreines Aluminium, das zusätzlich oberflächenbehandelt wird. Unter Plasmabedingungen wird eine Beschichtung aus Titanoxid aufgebracht. Diese neuartige Oberfläche weist eine sehr hohe Härte auf (rund 600 HV), verbunden mit einer hohen Oberflächenflexibilität.

So ist die Oberfläche hart genug, um den oben erwähnten Sandstrahltest unbeschädigt zu überstehen, sie ist aber ebenso flexibel genug, um Schlagenergie (Steinschlagtest) an das flexible Aluminium weiter zu geben. So bleibt auch hier die Oberfläche intakt und korrosionsgeschützt.

Hochkorrosive Umgebungen und mechanische Belastung

So sind die E-Xtreme-Gehäuse die Wahl für alle Anwendungen, bei denen hoch korrosive Umgebungen verbunden mit mechanischen Einwirkungen und Salznebel an der Tagesordnung sind, wie z.B. Railway-Rollingstock-Anwendungen, Marine-Outdoor- oder On-/Offshore-Einsatz, wie Offshoreplattformen und Windparks ebenso wie für sämtliche technischen Ausrüstungen für Hafenterminals. Die Steckverbindergehäuse werden in den Serien mit Schutzart IP66/IP67/IP68/IP69 nach EN 60529 angeboten. Es werden verschiedene Verschlusssysteme, wie der V-Type Bügel offeriert (Ganzedelstahlbügel, mit extrem hoher Verschlusskraft) oder der C-Type Klassikverschluss, welcher mit zwei Edelstahlfedern pro Bolzen für häufiges Öffnen und Schließen gut geeignet ist.

Ebenso steht die verschraubte IP68-Gehäuseserie mit innenliegendem Dichtungskonzept zur Verfügung. Die Gehäuse sind unempfindlich gegen dauerhafte UV-Einstrahlung und weisen eine hohe Beständigkeit gegen einen ganzen Katalog von chemischen Substanzen auf. Für Spezialanwendungen werden Fluor-Elastomerdichtungen für Temperaturbereiche von –40 bis 180°C angeboten. Für besonders tiefe Temperaturen ab –60°C gibt es Silikon-Dichtungen.

* Marc Thiedeck ist Geschäftsführer von Ilme in Wiehl.

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