Elektronik schützen 2-Komponenten-Gießharz für den LED-Rundumschutz

Autor / Redakteur: Florian Kampf * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit dem Vergießen von Elektronik und im speziellen LED-Leuchten werden die empfindlichen Halbleiter geschützt. Wir stellen ein 2-Komponenten-System vor, das vor unterschiedlichen Medien schützt.

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Schutz vor Feuchtigkeit und Staub: Mit 2-Komponenten-Gießharzsystemen lassen sich auch LED-Leuchtbänder schützen.
Schutz vor Feuchtigkeit und Staub: Mit 2-Komponenten-Gießharzsystemen lassen sich auch LED-Leuchtbänder schützen.
(Sonderhoff)

Die Effizienz von Leuchtdioden ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist und da auch die Lebensdauer von LED-Beleuchtungen sehr viel höher als bei traditionellen Glüh- oder Energiesparlampen ist, werden sie immer öfter dort verwendet, wo wenig Wartung notwendig ist und es trotzdem auf Zuverlässigkeit ankommt. So lassen sich LEDs beispielsweise dafür einsetzen, um optische Beleuchtungseffekte zu erzeugen. Das kann in beleuchteten Möbeln, Vitrinen oder Rahmen der Fall sein, bei denen schmale und teilweise versteckte LED-Streifen für eine angenehme indirekte Beleuchtung und Raumatmosphäre sorgen.

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Richtig planen: Das Verguss-System entscheidet

Die Vergussapplikation von LEDs im automatisierten Formed-In-Place-Prozess auf einer Niederdruck Misch- und Dosieranlagen dient dem Schutz der sensiblen LED-Beleuchtungselemente vor schädigenden Einflüssen. Welches Verguss-System eingesetzt werden soll, ist immer abhängig von den konkreten Anforderungen an das Bauteil. Die Überlegungen zu Art und Form sowie Eigenschaften eines Vergussmaterials sollten daher bestenfalls schon in die Konstruktionsphase von LED-Leuchten und -Lichtsystemen einfließen.

Raues Umfeld Straße: Sonnenlicht mit UV, Schmutz und Nässe sind für Leuchtenkomponenten eine Gefahr. Abhilfe verspricht der Verguss der Elektronik.
Raues Umfeld Straße: Sonnenlicht mit UV, Schmutz und Nässe sind für Leuchtenkomponenten eine Gefahr. Abhilfe verspricht der Verguss der Elektronik.
(Sonderhoff)
Für alle Einsatzszenarien ist es unabdingbar, dass LEDs vor Feuchtigkeit, Staub sowie anderer Medien geschützt werden müssen. Dazu kommen häufig 2-Komponenten-Vergusslösungen auf Basis von Polyurethan oder Silikon zum Einsatz. Auch Sonderhoff Chemicals aus Köln profitiert von der LED, da sich das Unternehmen als Hersteller von Verguss- und Schaumdichtungssystemen unter anderem auf die Versiegelung von LED-Beleuchtungen und das Abdichten von Leuchten- und Elektronikgehäusen spezialisiert hat.

Mit den sogenannten 2-Komponenten Gießharzsystemen Fermadur auf Basis von Polyurethan und Silikon werden elektronische und elektrische Bauelemente, wie auch LED-Beleuchtungssysteme für den Innen- und Außeneinsatz, vor mechanischen Einflüssen und unterschiedlichen Medien geschützt. Die Bauteilapplikation erfolgt mit der Formed-In-Place/FIP-Auftragstechnik unter Einsatz einer teil- oder vollautomatischen Niederdruck Misch- und Dosieranlage. Als namhafter Hersteller tritt hier Sonderhoff Engineering aus Hörbranz/Österreich auf, ein Schwesterunternehmen des Dichtungs- und Vergussspezialisten Sonderhoff Chemicals.

Die Vergussmassen können entsprechend ihrer Anwendung sowie den geforderten Eigenschaften eingestellt werden, insbesondere in Bezug auf Härte, Dichte, Temperaturbeständigkeit und den Verarbeitungseigenschaften wie Viskosität, Topfzeit und Klebfreizeit. Auch unterschiedliche Farben sind möglich. Für lichtdurchlässige oder optisch attraktive LED-Anwendungen kommen allerdings die transparenten oder opaken sowie lichtechten Klarverguss-Systeme zum Einsatz.

Prozess-Sichere Verguss-Applikation

Funktionsprinzip: Der Mischkopf von Sonderhoff für den LED-Verguss.
Funktionsprinzip: Der Mischkopf von Sonderhoff für den LED-Verguss.
(Sonderhoff)
Eine gute LED-Versiegelung aus Polyurethan- oder Silikonverguss muss vor mechanischer Beschädigung, Feuchtigkeit, Staub und sonstigen Umwelteinflüssen schützen. Dafür können Kunststoffabdeckungen verwendet werden, oder aber Vergussmassen, die den großen Vorteil haben, dass sie auf vollautomatischen Misch- und Dosieranlagen wirtschaftlich und prozesssicher verarbeitet werden können.

Entscheidend für eine stabile Versiegelung ist, dass das Vergussmaterial blasenfrei in das Bauteil vergossen wird. Aufgrund ihres guten Fließverhaltens verteilen sich die Polyurethan oder Silikon basierten Vergussmassen gleichmäßig und vollflächig ohne Lufteinschlüsse auch in die entlegensten Stellen komplexer Bauteile. Mehrere LED-Serien unterschiedlichster Bauteil- oder Trägerformen lassen sich auf diese Weise mit demselben Vergussprodukt auf einer Misch- und Dosieranlage vergießen.

Durch Voreinstellbarkeit und Regelung aller Anlagen- und Prozessparameter ist ein vollautomatischer Produktionsablauf der Anlage sichergestellt. In einem Zweischichtverfahren werden LED-Leuchten zuerst mit einer transparenten Schutzschicht versiegelt und in einem zweiten Schritt mit einem opaken Verguss überzogen, die für eine optimale Lichtstreuung sorgt. Beide Schutzschichten sind UV-beständig. Auch wenn LED-Licht weniger Wärme als eine Glühbirne entwickelt, ist es entscheidend, dass LED-Schutzversiegelungen eine hohe Temperaturbeständigkeit haben, damit sie ein breites Spektrum unterschiedlicher Anwendungen und Einsatzbedingungen abdecken können.

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