Aufgemerkt 11. Juni 1973: Das erste Solarenergiehaus
In der Rubrik Aufgemerkt stellt die Redaktion ELEKTRONIKPRAXIS regelmäßig Meilensteine aus der Geschichte der Elektronik und Elektrotechnik vor. Diesmal: Das erste komplett mit Solarenergie versorgte Wohnhaus.
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Häuser mit der Energie der Sonne zu versorgen: Diese Idee war zumindest in den südlichen Bundesstaaten der USA schon früh recht naheliegend und so gab es schon in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts etwa in Florida eine ganze Reihe von Wohnhäusern, die mit Hilfe von Sonnenkollektoren auf dem Dach ihre Warmwasserversorgung realisierten. Nach einem kurzen Boom in den 1940er-Jahren geriet die Methode aber schnell wieder in Vergessenheit.


Doch von Böer aus dem Ruhestand geholt, stürzte sie sich mit Feuereifer in das Projekt Solar One. Ziel der beiden war es, ein Haus zu bauen, das von vornherein und in jedem Detail auf die Energieversorgung durch die Sonne konzipiert war. So wurden die kombinierten Solarzellen/Sonnenkollektoren direkt in die Dachkonstruktion integriert.
Durch ein Energiespeichersystem auf Basis von geschmolzenem Salz konnte die Sonnenwärme gespeichert und gezielt wieder ins Haus eingespeist werden. Tagsüber wurde das Haus durch die während der Nacht gespeicherte Kälte auch gekühlt. Selbst auf kleine Details wurde geachtet. So wurde etwa die warme Abluft des Kühlschranks direkt nach Außen geleitet, um das Haus nicht zusätzlich aufzuheizen. Die Solarzellen waren ausreichend, um in der Summe den gesamten benötigten elektrischen Strom des Hauses zu generieren.
Das Haus erwies sich als großer Erfolg: Eine Vielzahl von Medien berichtete über Solar One und gab dem Thema in den USA einen wichtigen Impuls. Mehr als 100.000 Menschen besuchten das Haus im ersten Jahr. Einige mieteten sich sogar für ein paar Tage darin ein. Heute steht Solar One unter Denkmalschutz.
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