Keine Lust auf das übliche Fernseh-Einerlei? Dann ist es vielleicht Zeit, sich ein paar Episoden der folgenden Nerd-Kultserien auf DVD in den Player zu legen!
Montgomery Scott, genannt Scotty: Der Bordingenieur des Raumschiffs Enterprise wurde zum Vorbild für viele Ingenieure.
(Paramount)
Die Vielzahl der TV-Sender hat letztlich dazu geführt, dass auf allen Kanälen mehr oder weniger dasselbe läuft. Überall wird Köchen in den Topf, Tierärzten über die Schulter und Quiz-Kandidaten ins verwirrte Gesicht geguckt. Allgegenwärtig sind zudem die Eurokrise und die Klimakatastrophe.
Wer das nicht aushält, kann anders als in früheren Jahrzehnten hoffen. Denn im Zeitalter von DVD, Blu-ray und Videostreaming ist der geplagte Fernsehkonsument nicht mehr der Gnade der Programmdirektoren ausgeliefert, sondern kann selbst für das Kontrastprogramm sorgen. Und was liegt näher, als sich gerade an diesen ungemütlichen Frühjahrstagen in unendliche Weiten zu versetzen?
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Nachfolgend also eine (keineswegs vollständige) Auswahl an Serien, die unter Nerds und Geeks Kultstatus genießen. Vorhang auf!
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10. Eureka
Eureka, eine unauffällige Kleinstadt im US-Bundesstaat Oregon, ist in Wirklichkeit ein hochgeheimes Forschungszentrum. Alle Einwohner sind geniale Wissenschaftler, die hier an High-Tech-Projekten arbeiten.
Protagonist der Serie ist aber der US-Marshal Jack Carter (Colin Ferguson). Er leidet an Flugangst und fährt daher mit dem Auto quer durch die USA, um seine rebellische Tochter wieder zu ihrer Mutter zurückzubringen, die in Los Angeles wohnt.
Bei dieser Reise ereignet sich ein folgenschwerer Unfall, der dazu führt, dass Carter im Städtchen Eureka hängenbleibt und dort die Rolle des Ordnungshüters übernimmt. Und wider Erwarten gibt es in der Geek-Kolonie so einiges zu tun, denn viele der Hightech-Experimente gehen schief.
Der Durchschnittsbürger Jack Carter ist daher vor allen Dingen auf seine sozialen Kompetenzen angewiesen, wenn es darum geht, die Ordnung in dem High-Tech-Nest wiederherzustellen.
Eureka wurde erstmals im Jahr 2006 in den USA ausgestrahlt. Gedreht wurde die Serie in der kanadischen Provinz British Columbia. Die finale Staffel der Reihe soll im Frühjahr 2012 gesendet werden.
9. Andromeda
Andromeda ist eine action-orientierte kanadische SF-Fernsehserie, die auf eine Idee des "Star Trek"-Schöpfers Gene Roddenberry zurückgeht. Die Reihe lief insgesamt fünf Jahre und spielt in einer fernen Zukunft.
Zur Story: Nach dem Untergang des Systems Commonwealth, einer intergalaktischen Hochkultur gerät das Kriegsschiff "Andromeda Ascendant" unter dem Kommando von Captain Dylan Hunt (Kevin Sorbo) in ein Schwarzes Loch und steckt damit in der Zeit fest. Etwa 300 Jahre später findet das Bergungsschiff "Eureka Maru" die "Andromeda" und befreit das Kriegsschiff und ihren Kommandanten aus der Zeitschleife.
Hunt sieht es als seine Mission an, das Systems Commonwealth wiederherzustellen und in der durch größere und kleinere Konflikte zerrissenen Galaxie die Ordnung wiederherzustellen.
Interessant ist das Konzept, dass das Raumschiff "Andromeda Ascendant" über eine eigene Persönlichkeit verfügt, die sich in einem weiblichen Avatar namens "Rommie" (Lexa Doig) manifestiert. Rommie ist also gewissermaßen das User Interface des Raumschiffs – und schwer in ihren Captain verliebt...
8. Babylon 5
Für viele eingefleischte "Star Trek"- Fans war "Babylon 5" ein rotes Tuch, als die Serie 1994 ihre Premiere auf US-Bildschirmen feierte. Die Serie, ein Kind des Produzenten J. Michael Straczynski, spielte auf einer Raumstation und wirkte deshalb zunächst wie eine Kopie des Star Trek-Ablegers "Deep Space Nine", der im Jahr zuvor gestartet war.
Der Handlungsort, die Raumstation Babylon 5, stellt so etwas wie einen Freihafen im Weltraum dar, der dazu beitragen soll, die Spannungen zwischen den verschiedenen galaktischen Völkern durch Handel und Diplomatie abzubauen. Im Hintergrund braut sich jedoch eine neue Runde eines viel älteren Konflikts zwischen mächtigen alten Zivilisationen zusammen, in dem die jüngeren Völker Stellung beziehen müssen.
Zugegeben: Einige frühe Folgen lehnten sich inhaltlich zu sehr an "Star Trek" an. Aber Babylon 5 war die erste SF-Serie, in der Anfang, Mitte und Schluss eines durchgehenden Handlungsstrangs (oder Story Arcs) von vornherein festgelegt worden waren. Um die innere Konsistenz der Serie zu wahren, schrieb Produzent J. Michael Straczynski alle Episoden der dritten und vierten Staffel, in denen der Krieg zwischen den Schatten und den First Ones seinen Höhepunkt erreichte, selbst.
Stand: 08.12.2025
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Darüber hinaus sorgten erfahrene Darsteller wie der inzwischen verstorbene Andreas Katsulas (als Narn-Botschafter G'Kar) und Peter Jurasik (als Centauri-Emissär Londo Mollari) für eine bis dahin im Science-Fiction-Genre nicht gekannte nuancierte Differenzierung ihrer Charaktere.
Der Lohn waren unter anderem zwei Hugo-Awards für die beste dramatische Präsentation im Bereich Science Fiction und Fantasy. Der Hugo-Award wurde für die 1995 für die Episode "The Coming Of Shadows" und 1996 für die Folge "Severed Dreams" vergeben."
Insofern kann sich Babylon 5 durchaus mit "Star Trek" messen, denn sowohl die Originalserie als auch die Nachfolgereihe "The Next Generation" wurden ebenfalls mit jeweils zwei Hugos bedacht.
7. Dr Who
In Deutschland ist "Dr Who" eher wenig bekannt, doch in Großbritannien gilt die Serie um den gleichnamigen, durch Zeit und Raum reisenden Timelord als bedeutender Teil der Popkultur.
Mit knapp 800 Episoden in mittlerweile 32 Staffeln ist Dr Who die am längsten laufende Science-Fiction-Serie dar: 1963 wurde die Reihe erstmals ausgestrahlt und lief bis 1989. 2005 belebte die BBC die Serie dann neu und produziert bis heute neue Folgen.
Bis heute schlüpften insgesamt elf Darsteller in das Kostüm des Dr Who. Da der Timelord die Fähigkeit besitzt, sich in Lebensgefahr zu regenerieren und dabei ein neues Aussehen anzunehmen, akzeptierten die Fans der Serie den Darstellerwechsel in der Regel klaglos, wobei sich die Freunde der Serie natürlich nicht einig sind, wer denn nun den Doktor am besten verkörpert hat. Als Favoriten gelten bis heute Jon Pertwee, der dritte Darsteller, der von 1970 bis 1974 aktiv war und Tom Baker, der die Rolle von 1974 bis 1981 innehatte.
Als Fahrzeug für die Reisen durch Raum und Zeit dient dem Doktor ein Schiff namens TARDIS (Time And Relative Dimension In Space), das einer traditionellen englischen Polizeitelefonzelle ähnelt und innen viel mehr Platz bietet, als es von außen den Anschein hat.
Nach dem Neustart 2006 wurde die Serie fünfmal mit dem Hugo Award für die beste dramatische Präsentation (Kurzform) ausgezeichnet.
6. Raumpatrouille
Leider existieren nur sieben Episoden der auch heute noch beliebtesten deutschen Science-Fiction-Serie Raumpatrouille: Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion. Die in Schwarzweiß gedrehte Reihe war ein Straßenfeger und erzielte Einschaltquoten von bis zu 56 Prozent.
Im Mittelpunkt der Reihe stand der Kommandant des Raumschiffs Orion, Major Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr), der es nicht nur mit der feindlichen Rasse der "Frogs" aufnehmen muss, sondern zum Teil auch mit seinen eigenen Vorgesetzten auf Kriegsfuss steht.
Der offensichtlich russischstämmigen Agentin Tamara Jagellovsk, gespielt von Eva Pflug, oblag es daher, den rebellischen Kommandanten immer wieder auf Linie zu bringen.
Die Spezialeffekte der Reihe waren für die damalige Zeit revolutionär – und manchmal überraschend simpel, aber effektiv: Eine sprudelnde Alka-Seltzer-Tablette sorgte zum Beispiel für die Blasenbildung beim legendären Unterwasserstart der Orion.
Warum die überaus erfolgreiche und beliebte Serie nach sieben Folgen eingestellt wurde, ist nicht bekannt. Gerüchte wollen wissen, dass es an den hohen Produktionskosten lag. Bestätigt wurden diese Gerüchte nie.
5. Battlestar Galactica
Der ersten Serie um den Kampfstern Galactica, die Ende der siebziger Jahre entstand, war kein langes Leben beschieden. Die Neuauflage, die ab 2003 auf dem US-Sender Sci Fi Channel ausgestrahlt wurde, hat ihren Vorgänger um ein Vielfaches übertroffen, obwohl die Produzenten gegenüber der Vorlage einige radikale Änderungen vornahmen.
So war das Raumschiff Galactica anders als bei der Originalserie nicht das stolze Flaggschiff der humanoiden Kolonien, sondern ein abgekämpfter Veteran. Die umstrittenste Neuerung war jedoch, dass der Charakter Starbuck (im Original verkörpert von Dirk Benedict) in der neuen Serie von einer Frau gespielt wurde, nämlich von Katee Sackhoff.
Ähnlich wie beim Vorbild muss die Galactica eine Flotte von Überlebenden beschützen, die nach einem heimtückischen Angriff der Roboterrasse der Cylonen auf die Menschen nach einer neuen Heimat sucht. In der Neuinszenierung gibt es jedoch auch menschenähnliche Cylonen, die die Überlebenden unterwandern. Schließlich stellt sich sogar heraus, dass einige der höchsten Offiziere im Kommandostab der Menschen Cylonen sind.
Die Serie überzeugt durch großartige Schauspieler wie Edward James Olmos als Commander Adama und Mary McDonnell als todkranke Präsidentin Laura Roslin. Darüber hinaus zeichnet sich die neue Serie durch eine düstere Atmosphäre aus, die die traumatisierte Stimmung in den USA nach dem 11. September widerspiegelt.
Die Reihe endete nach vier Jahren und 75 Episoden und konnte einmal den Hugo Award entgegennehmen – ironischerweise für die allererste Serienfolge "33".
4. Firefly
Das kühne Konzept von Produzent Joss Whedon für Firefly lautete: Science Fiction meets Western. Und obwohl nur 14 Folgen produziert wurden, erfreut sich die Serie einer ungebrochenen Popularität.
Das liegt einerseits an dem ungewöhnlichen Setting der Reihe: Die Crew der Serenity, eines betagten Transportschiffs der Firefly-Klasse (daher leitet sich der Name der Serie ab), schlägt sich hauptsächlich mit Schmuggeleien durch und versorgt die dünn besiedelten Grenzwelten mit dem Nötigsten.
Die Siedler der Grenzwelten setzen vielerorts noch auf Ackerbau und Viehzucht und benutzen zum Teil Pferde als Verkehrsmittel. Dadurch kommt der reizvolle Genremix zustande.
Die zweite wichtige Zutat sind hervorragende Schauspieler, darunter Nathan Fillion als Malcolm Reynolds, der Kommandant der Serenity, Morena Baccarin als geheimnisvolle Kurtisane Inara Serra oder Summer Glau als River Tam, ein hochintellingentes, aber emotional instabiles Mädchen, das von ihrem Bruder aus einer Regierungseinrichtung entführt wurde. Erst nach und nach ahnt der Zuschauer den Grund für den Zustand von River.
Was auf den Zuschauer förmlich überspringt, sind die positive Chemie der Darsteller-Riege und eine Fülle interessanter Plots – so beraubt die Serenity-Crew im Stil der britischen Eisenbahnräuber der 60er Jahre einen Monorail-Zug (Episode "The Train Job") oder beschützt in der Folge "Heart of Gold" die Frauen eines Bordells.
Firefly gewann schnell Kultstatus, allerdings blieben die Einschaltquoten hinter den Erwartungen des US-Senders Fox zurück. Die treue Fangemeinde führte jedoch dazu, dass zwei Jahre nach dem Ende der Reihe ein Kinofilm gedreht werden konnte, der die Geschichte zu einem Ende brachte.
Immerhin lief Firefly tatsächlich auch im Weltall: Der US-Astronaut und erklärte Fan der Reihe Steven Swanson brachte die Serien-DVDs im Jahr 2007 mit auf die Raumstation ISS.
3. The IT Crowd
The IT Crowd ist eine britische Sitcom, die in den Büros der fiktiven Firma Reynholm Industries spielt. Im Mittelpunkt stehen die beiden IT-Supporter Moss und Roy, die im Keller des Gebäudes hausen und vom Rest der Belegschaft nicht beachtet werden.
Es sei denn, es gibt ein Rechnerproblem. Roy lässt in diesem Fall das Telefon einfach weiterklingeln, in der Hoffnung, dass sich das Problem von selbst erledigt. Sein Kollege spielt den Hilfesuchenden in diesem Fall Bandaufnahmen immer der gleichen stupiden Supporter-Fragen vor wie "Haben Sie den Computer ab- und wieder ausgeschaltet?" oder "Sind Sie sicher, dass das Stromkabel eingesteckt ist?"
Das Leben der beiden Geeks ändert sich allerdings abrupt, als ihnen Jen als Abteilungsleiterin vor die Nase gesetzt wird. Sie hat eigentlich keine Ahnung von Computern, jedoch ist es ihr gelungen, den Firmenchef durch Bluff in ihrem Vorstellungsgespräch von ihren Fähigkeiten zu überzeugen.
Die Folgen greifen eine Menge von Begriffen aus der Geek-Kultur auf, daneben werden in den einzelnen Folgen immer wieder ehrwürdige Computer-Antiquitäten wie der Commodore 64, der Sinclair ZX Spectrum, der BBC-Computer oder der Amstrad CPC 464 auf.
Im Lauf der Serie tauen die beiden Geeks immer mehr auf und beginnen sich zunehmend, für ihre Umwelt und soziale Beziehungen zu interessieren. Insgesamt wurden 24 Episoden gedreht.
2. Star Trek - The Original Series
Über Star Trek muss man nicht viele Worte verlieren. Die Originalserie lief zwar nur drei Jahre, bevor sie 1969 von NBC angesetzt wurde, sie hinterließ jedoch einen so starken Eindruck, dass eine Zeichentrickserie, vier Nachfolgeserien und elf Kinofilme gedreht wurden.
Die Serie passte perfekt in die Zeit, denn in den späten sechziger Jahren unternahm die NASA Riesenschritte, um die erste bemannte Mondlandung zu schaffen. Darüber hinaus drückte Star Trek den Optimismus aus, Konflikte wie den Kalten Krieg, die Rassentrennung oder die Benachteiligung der Frau friedlich überwinden zu können.
Deswegen befand sich auf der Brücke der Enterprise mit Pavel Chekov (Walter Koenig) ein russischer Charakter, und mit Lt. Uhura (Nichelle Nichols) befand sich eine Afroamerikanerin an einer prominenten Position.
Schiffsingenieur Montgomery Scott (James Doohan) vollbrachte immer wieder Wunder und wurde zum Vorbild vieler junger Ingenieure.
Im Zentrum standen jedoch Kapitän James T. Kirk (William Shatner), der Vulkanier Spock (Leonard Nimoy) und der Schiffsarzt Leonard "Pille" McCoy (DeForest Kelley). Diese drei bildeten das Triumvirat an der Spitze der Enterprise, wobei es oft zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem kühlen Logiker Spock und dem emotionalen Schiffsarzt "Pille" kam.
Star Trek hatte zwar stets unter knappen Budgets zu leiden. Episoden wie "The City On The Edge Of Forever" oder "The Trouble With Tribbles" sind jedoch zeitlose Klassiker. Der erste Drehbuchentwurf für "The City On the Edge Of Forever" stammte übrigens von dem berühmten Science-Fiction-Autor Harlan Ellison, der Jahrzehnte später als Berater für Babylon 5 tätig war.
Bedingt durch immer knappere Budgets fielen die Episoden der dritten und letzten Staffel leider qualitativ etwas ab. Nichtsdestotrotz beeinflusste Star Trek jedoch auf Jahrzehnte hinaus das Science-Fiction-Genre im Fernsehen.
1. The Big Bang Theory
Die beiden Physiker Dr. Leonard Hofstadter und Dr. Sheldon Cooper arbeiten am California Institute of Technology in Pasadena und teilen sich eine Wohnung. Leonard und Sheldon sind Geeks, wie sie im Buche stehen.
Zusammen mit ihren Freunden Howard Wolowitz, der Systeme für die Internationale Raumstation entwirft, und dem indischen Astropyhysiker Dr. Rajesh Koothrappali spielen sie nächtelang Rollenspiele, klingonisches Scrabble und unterhalten sich über Feinheiten aus den diversen Comic-Universen.
Eines Tages zieht jedoch die hübsche Blondine Penny in die Wohnung gegenüber ein. Penny ist Schauspielerin, muss sich ihren Lebensunterhalt jedoch als Kellnerin verdienen.
Von da an ist alles anders. Leonard schmachtet Penny mit wechselndem Erfolg an, während Sheldons Universum nur um sich selber kreist.
Der Witz der Sitcom speist sich aus dem Kenntnisreichtum der Serienautoren über die Geek-Kultur, aus Sheldons Unfähigkeit, Sarkasmus zu verstehen und seinen scheinbar endlosen Monologen. Darüber hinaus kann Rajesh nur mit Frauen sprechen, wenn er betrunken ist, während Howard – meist erfolglos – versucht, jede erreichbare Frau anzubaggern.
Insbesondere das komische Talent von Jim Parsons, dem Darsteller von Sheldon Cooper, hebt die Big Bang Theory über vergleichbare Sitcoms hinaus. Man könnte Sheldon als eine Mischung aus Mr. Spock und dem von Phobien heimgesuchten Fernsehdetektiv Monk sehen.
Die aus Sheldons Sicht vollkommen richtigen und logischen Entscheidungen führen im Kontakt mit anderen immer wieder zu Katastrophen – so schleicht er sich in der zweiten Serienfolge nachts in das Zimmer der etwas chaotischen Nachbarin Penny, um dort heimlich aufzuräumen. Sein Mitbewohner Leonard hört das, befürchtet nächtliche Einbrecher und bewaffnet sich deshalb mit einer Lichtschwert-Attrappe aus Star Wars.
Aber auch die Nebendarsteller sind großartig. Simon Helberg als Astro-Ingenieur Howard Wolowitz erinnert in seinen besten Momenten an den legendären britischen Komiker Peter Sellers.
Darüber hinaus ist Big Bang Theory die einzige Serie, in der mit George Smoot ein leibhaftiger Physik-Nobelpreisträger, der Astrophysiker Neil deGrasse Tyson sowie Apple-Mitbegründer Steve Wozniak auftraten.
Leider ist die deutsche Fassung der Serie häufig unzureichend. In der Folge "The Bozeman Reaction" präsentiert Sheldon ein Bilderrätsel, das die Lösung "Higgs Boson Particle" ergibt. In der deutschen Übersetzung funktioniert dieser Sketch überhaupt nicht.
Ein weiteres Beispiel: Wenn Sheldon krank ist (das ist etwa auch der Fall, wenn er Heimweh hat, denn "home sick is a kind of sick"), muss ihm Penny das Schlaflied "Soft Kitty" vorsingen, wie es Sheldon als Kind gewohnt war. Die Übersetzung dieses Liedes ging leider ebenfalls komplett in die Binsen.
Trotzdem ist The Big Bang Theory die wahrscheinlich vergnüglichste Sitcom für Geeks und Nerds – auch deshalb, weil die Wissenschaft, die in der Show dargestellt wird, tatsächlich korrekt ist. Dafür sorgen Science-Berater, die die Drehbücher prüfen.
Und der Erfolg gibt den Produzenten Chuck Lorre ("Two and a half Men") und Bill Prady ("Gilmore Girls") recht: Sheldon-Darsteller Jim Parsons gewann zweimal hintereinander den Emmy, der als Pendant zum Oscar für Fernsehproduktionen gilt. Zudem wurde die Serie 2010 mit dem People's Choice Award als beste Comedy-Serie geehrt.
Und die Liste geht weiter und weiter und weiter...
"Was, schon zu Ende? Wo bleibt meine Lieblingsserie?" Wie anfangs erklärt, ist dies natürlich nur eine kleine, keineswegs vollständige Liste. Wenn Sie der Meinung sind eine Serie zu kennen die hier unbedingt erwähnt werden muss - schreiben Sie uns einen Kommentar und diskutieren Sie in unserem Forum mit anderen Lesern über Ihre Favoriten-Geek-Serie. Wir sind auf Ihre Tipps gespannt.