Sensorik und Messtechnik Umsatzrückgang im vierten Quartal und Anstieg der Exporte

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 3 min Lesedauer

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Weniger Umsatz in der Sensorik und Messtechnik und eine gestiegene Exportquote: Das meldet der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. Für 2025 sind die im Verband organisierten Unternehmen verhalten optimistisch.

Thomas Simmons, langjähriger Geschäftsführer des AMA Verbandes, präsentierte der Presse die aktuellen Branchenzahlen.(Bild:  ELEKTRONIKPRAXIS)
Thomas Simmons, langjähriger Geschäftsführer des AMA Verbandes, präsentierte der Presse die aktuellen Branchenzahlen.
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Die Sensorik- und Messtechnikbranche ist ein wesentlicher Treiber für vielfältige Anwendungen in Industrie, Forschung und Medizin. Angesichts steigender Anforderungen an Datenqualität und -verfügbarkeit spielen Sensoren und messtechnische Komponenten eine Schlüsselrolle in vernetzten Produktionsprozessen, bei der Qualitätskontrolle sowie bei der Entwicklung neuer Produkte.

Zum Jahresbeginn befragt der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik die Unternehmen der Branche zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Die Ergebnisse, die der langjährige Geschäftsführer Thomas Simmons verkündete, zeichnen ein gemischtes Bild: Während das vierte Quartal 2024 von Umsatzrückgängen geprägt war, blicken die befragten Unternehmen gleichzeitig verhalten optimistisch auf das laufende Jahr.

Im vierten Quartal 2024 verzeichnete die Sensorik und Messtechnik einen Umsatzrückgang von vier Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q4 2023) fiel der Rückgang mit acht Prozent noch deutlicher aus. Die Auftragseingänge blieben im gleichen Zeitraum stabil. Trotz dieser Einbußen rechnen viele Unternehmen für 2025 wieder mit einem Umsatzplus von rund drei Prozent.

Gestiegene Exportquote und Investitionen

Der Umsatz der Sensorik und Messtechnik: Im vierten Quartal 2024 ging der Umsatz der Branche um vier Prozentpunkte im Vergleich zum dritten Quartal 2024 zurück.(Bild:  AMA Sensorik und Messtechnik)
Der Umsatz der Sensorik und Messtechnik: Im vierten Quartal 2024 ging der Umsatz der Branche um vier Prozentpunkte im Vergleich zum dritten Quartal 2024 zurück.
(Bild: AMA Sensorik und Messtechnik)

Die Exportquote der Branche erhöhte sich im Jahr 2024 auf 56 Prozent, was einem Anstieg von acht Prozentpunkten entspricht. Während die Lieferungen ins mitteleuropäische Ausland mit 23 Prozentpunkten leicht zurückgingen, ist die Nachfrage in anderen internationalen Märkten uneinheitlich. Gleichwohl zeigt die steigende Gesamt-Exportquote, dass Unternehmen ihr Auslandsgeschäft weiterhin ausbauen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Investitionen: Im Jahr 2024 hielten die AMA-Mitglieder ihre Ausgaben auf dem Niveau des Vorjahres. Für 2025 planen sie eine leichte Steigerung um zwei Prozent, um insbesondere in Zukunftstechnologien zu investieren und damit langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Politische Unsicherheiten bleiben

Die Branche steht nach wie vor vor geopolitischen Unsicherheiten und einer schwankenden globalen Nachfrage. Dennoch setzen viele Hersteller auf den Ausbau ihrer technischen Entwicklungen sowie strategische Partnerschaften, um ihre Marktposition weiter zu stärken. Angesichts neuer Anwendungsfelder – etwa in der industriellen Automation, der Medizintechnik oder der Umweltmesstechnik – ergeben sich auch für Elektronikentwickler Chancen, gemeinsam mit Sensorik- und Messtechnik-Unternehmen Lösungen für hochspezialisierte Anforderungen zu realisieren.

„Die Sensorik- und Messtechnikbranche zeigt sich trotz konjunktureller Schwankungen zuversichtlich“, sagt Thomas Simmons, der langjährige Geschäftsführer des AMA Verbands. „Während die aktuellen Umsatzrückgänge eine Herausforderung darstellen, sehen wir Wachstumspotenzial durch technologische Innovationen und die stabile Exportentwicklung. Unsere Mitglieder investieren gezielt in die Zukunft, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Geschäftsführerwechsel: Philipp Gutmann übernimmt

Philipp Gutmann übernimmt die Geschäftsführung bei der AMA Sensorik und Messtechnik.(Bild:  Hoffotografen/Christine Blohmann)
Philipp Gutmann übernimmt die Geschäftsführung bei der AMA Sensorik und Messtechnik.
(Bild: Hoffotografen/Christine Blohmann)

Zum Jahreswechsel gab es bei der AMA Sensorik und Messtechnik einen Wechsel in der Geschäftsführung. Nach 17 Jahren an der Spitze des Verbands übergibt Thomas Simmons an Philipp Gutmann. Philipp Gutmann verfügt über umfangreiche Erfahrungen in Marketing und Kommunikation. In den vergangenen Jahren hat er vor allem mittelständische Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen betreut, darunter die Automobil-, Elektronik- und Gesundheitsindustrie.

Zu seinen früheren Auftraggebern zählen unter anderem Mercedes-Benz, Siemens, Infineon, Airbus Defence & Space, MAN und Pfeiffer Vacuum. Er ist spezialisiert auf strategische Kommunikationskonzepte, Markenführung und Technologietransfer. Durch seine langjährige Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Unternehmen kennt er die Herausforderungen und Chancen der Industrie genau.

„Der AMA Verband steht seit über 40 Jahren für den intensiven Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Bereich Sensorik und Messtechnik“, erklärt Philipp Gutmann. „Ich freue mich darauf, diese Aufgabe gemeinsam mit unseren Mitgliedern fortzuführen und wichtige Impulse für die Zukunft dieser Schlüsseltechnologie zu setzen.“ (heh)

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