Passive Bauelemente

Worauf es bei der Wahl eines Elektrolytkondensators ankommt

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HV-Kondensatoren bis 450 Volt

Die für den Hochspannungseinsatz konzipierten Serien EE (Bild 3) und ED decken einen Spannungsbereich von 100 bis 450 V ab und sind teilweise kompakter gebaut als Kondensatoren anderer Hersteller mit ähnlichen Spezifikationen. Beide Serien sind in Ausführungen von 5 mm/3,5 mm/7,5 mm Anschlussabstand verfügbar.

Die EE-Serie hat eine ausgezeichnete Rippelstrombelastbarkeit (bei hohen Frequenzen), die etwa 40% über der der ED-Serie liegt und eine Betriebsdauer von 8000 bis 10.000 Stunden bei 105 °C sicherstellt. Die Panasonic-Kondensatoren der ED-Serie sind gepolte Aluminium-Elektrolytkondensatoren Typ A mit radialen Anschlüssen. Die Kapazität reicht von 10 bis 330 µF.

Diese Kondensatoren sind die ideale Lösung für Anwendungen, die einen extrem niedrigen ESR, eine äußerst hohe Rippelstrombeständigkeit und eine sehr lange Lebensdauer erfordern. Es ist festzustellen, dass für diese Bauelemente dieselben Faktoren relevant sind wie für Bauelemente für die Durchsteckmontage, nämlich ein niedrigerer ESR, eine längere Lebensdauer, eine Miniaturisierung und eine höhere Betriebstemperatur.

Und da es an dieser Stelle gerade um jüngste Entwicklungen geht, darf die F-Serie für niedrigere Temperaturen nicht unerwähnt bleiben.

In diesem Temperaturbereich bietet auch die FK-Serie ein breites Spektrum an Baugrößen, niedrigem ESR und verschiedenen Reflow-Eigenschaften beim Löten. Die Produkte der H-Serie und deren Ableger (Bild 4) sind ausgelegt für 105 °C und richten sich an den SMD-Massenmarkt. Die Serien FT und FP kombinieren niedrige ESR-Werte bis 60 mΩ sowie eine kompakte Bauform von Ø 10 mm x 10 mm und decken höhere Temperaturen bis 125 °C ab (EEET-Präfix-Formular).

Die FK-Serie bietet im THT-Portfolio eine bessere Rippelstrombelastbarkeit und geringere Baugrößen. Zwischen den Serien FR und FC decken wir den Massenmarkt für niedrigere Spannungen ab, während wir mit der FK-Serie auf das obere Marktsegment abzielen, wo RCR (Ripple Current Rating) der entscheidende Faktor ist.

Die FK-S-Serie stellt die nächste Generation bei Aluminium-Elektrolytkondensatoren dar und bietet gegenüber herkömmlichen Bauelementen ein kompakteres Design bei gleicher Leistung. Die FK-S-Serie setzt hinsichtlich Größe und Leistungsfähigkeit neue Maßstäbe. Diese Serie nutzt modernste Folientechnologie und trägt dank einer radikalen Miniaturisierung zu einer weiteren Reduzierung der Platinenfläche bei – und dies bei gleichbleibender Leistung gegenüber Vorgängerprodukten.

Die AEC-Q200-Qualifizierung der FK-S-Serie stellt sicher, dass diese Kondensatoren die strengsten Qualitätsstandards der Branche erfüllen. Bei Bedarf stellt Panasonic auch vibrationsbeständige Ausführungen aller Bauelemente mit einem Durchmesser von 8 mm und größer bereit. Diese vibrationsbeständigen Ausführungen halten Stoßbelastungen bis 30 G stand (Standardbauelemente widerstehen maximal 10 G).

Die neuen Aluminium-Elektrolytkondensatoren der Serien V-TC und V-TCU überzeugen durch ihre hohe Rippelstrombeständigkeit und Kapazität bei gleichbleibendem Lötaugenmuster. Panasonic stellte in der zweiten Hälfte 2016 seine neue TC-Serie vor (Bild 5).

Die meisten Bauelemente der neuen TC-Serie eignen sich für eine Temperatur von 125 °C und haben eine Lebensdauer von 3000 Betriebsstunden. Mit einer Rippelstrombeständigkeit bis 750 mA eignen sich die Bauelemente für Anwendungen, die eine lange Betriebsdauer und große Ströme erfordern. AEC-Q200-Konformität der gesamten TC-Serie gewährleistet optimale Qualität und Zuverlässigkeit der Aluminium-Elektrolytkondensatoren.

Mit der jüngst vorgestellten TCU-Serie von Aluminium-Elektrolytkondensatoren reagiert Panasonic auf den Bedarf des Marktes an Bauelementen, die sich für hohe Rippelströme eignen. Die Bauelemente der neuen V-TCU-Serie sind eine Weiterentwicklung der bewährten V-TP-Bauelemente und besitzen eine 1,2- bis 1,5-mal höhere Rippelstrombeständigkeit bei 125 °C (V-TCU-Serie 400 mA bei Baugröße F und bis zu 750 mA bei Baugröße G). Zudem haben die V-TCU-Bauelemente eine 1,2- bis 2,2-mal größere Kapazität (220 bis 680 µF) bei gleichzeitiger Größenreduzierung um eine Baugröße (von Größe G zu F bzw. Größe F zu D8).

Damit sind sie die kleinsten Bauelemente im Elektrolytkondensatoren-Portfolio von Panasonic. Die neuen Serien empfehlen sich für Anwendungen wie die DC/DC-Filterung oder die Ausgangsstrom-Rippelglättung in Automobil-Steuergeräten. Der Platzbedarf der oberflächenmontierbaren Becherkondensatoren rangiert von 6,3 mm x 7,7 mm bis 10 mm x 10,2 mm, die Lebensdauer von 2000 Stunden bei kleineren Baugrößen bis 3000 Stunden bei größeren.

Da Panasonic das Leistungsvermögen seiner Produkte optimal nutzt, können Bauelemente mit einer geringeren Spezifikation aus dem Produktportfolio des Unternehmens häufig problemlos mit führenden Produkten anderer Anbieter konkurrieren. Daher ist es wichtig, bei der Spezifizierung einer benötigten Komponente nicht nur den CV-Wert, sondern alle Parameter zu berücksichtigen.

Die Datenblätter einiger Hersteller sind nur dazu da, die eigenen Bauelemente in einem bestmöglichen Licht zu präsentieren. Beispielsweise wird dann die Leistung anstatt bei realistischen Umgebungstemperaturen bei Zimmertemperatur angegeben. Andere Anbieter einschließlich Panasonic gehen bei den Leistungsangaben deutlich seriöser vor.

Auch wenn es etwas länger dauert, mehrere Datenblätter miteinander zu vergleichen und das Kleingedruckte zu lesen, lohnt sich die Mühe. Dank des umfangreichen Produktportfolios mit sehr verschiedenen Serien an Elektrolytkondensatoren sowohl für die Durchsteckmontage als auch Oberflächenmontage findet sich bei Panasonic mit Sicherheit ein passendes Bauelement, das die jeweiligen Anwendungserfordernisse erfüllt.

Der Beitrag basiert auf Unterlagen von Panasonic

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