Relais

Wo liegt der Nutzen von Relais im Internet der Dinge?

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Redundante Kommunikation und Datenpakete

In jeder Anwendung ist zu definieren, wo welche Information in welcher Art wann benötigt werden, wie lange die Verarbeitung dauern darf und was ist, wenn die Datenkommunikation gestört oder unterbrochen ist. Bei sicherheitsgerichteten Anwendungen wie in der funktionalen Sicherheit, der Prozessindustrie, bei der Energietechnik oder im Medizinbereich werden Mischformen auftreten, bei denen die Daten teils intern im Gerät verbleiben und teils extern abgegeben werden. Dies ist in der Applikation sehr detailliert behandelt. Sichere Abschaltvorgänge müssen auch dann noch funktionieren, wenn die Cloud nicht mehr erreicht wird. Gibt es dann redundante oder sogar diversitäre, redundante Clouds?

Es wird zukünftig notwendig, im Gerät Datenpakete zu klassifizieren, zu bündeln und, entsprechend des jeweiligen Status, direkt zu verarbeiten bzw. an eine übergeordnete Instanz abzugeben. Wie erfolgt dann aber die Rückführung der Daten und was ist, wenn die Rückführung aus dem „Internet der Dinge“ gestört oder fehlerhaft ist? Was für Szenarien oder Automatismen starten dann? Werden Servicetechniker per Mobiltelefon automatisiert auf die Reise geschickt, stehen Prozesse still oder reagiert niemand, wo eine Reaktion dringend angeraten ist?

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Kosten und Nutzen von „Relais 4.0“

Zu guter Letzt stellt sich die Frage nach Kosten und Nutzen. Intelligente Relais bringen Nutzen, wenn es sich rechnet. Integration in einer Art Packaging ist aufwändig, da die Kontaktseite, die Ansteuerung und die Informationen inklusive Schnittstellen kompakt integriert sind. Lösungen mit klassischen Bauteilkombinationen aus Relais und zusätzlichen Bauelementen sind bis dato günstiger und bergen weniger Risiko, was Bauteilestaus betrifft.

„Relais 4.0“ ist keine Utopie und in gewissen Anwendungsgebieten sicherlich sinnvoll. Man denke nur an Fernwartung, Gebäudeleittechnik oder Energiemanagement. Hierzu ist jedoch ein konsequentes Datenmanagement notwendig, welches differenziert nach direkter und dezentraler Verarbeitung unterscheidet. Gerade im Hinblick auf die immer weiter fortschreitende Interaktion von Mensch und Maschine, der propagierten und zum Teil realisierten hautnahen Zusammenarbeit mit dem Kollegen Roboter wird mehr Intelligenz auch bei Relais benötigt.

Die Integration der Intelligenz in das Relais bleibt auch in absehbarer Zeit eine Frage des Nutzens. Diese Frage wird der Markt beantworten, wenn die Sachlichkeit die Euphorie abgelöst hat.

* Jürgen Steinhäuser ist Leiter Vertrieb und Marketing bei Elesta in Bad Ragaz / Schweiz.

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